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Wir pflanzen Laubbäume für mehr sauberes Trinkwasser und kompensieren lebenslangen Trinkwasserbedarf

Tatkräftiger Umweltschutz Wir pflanzen Laubbäume für mehr sauberes Trinkwasser und kompensieren lebenslangen Trinkwasserbedarf

Hainbuchen, Traubeneichen und Esskastanien – 300 junge Bäume konnten wir in rund 2 Stunden sachgerecht und mit viel Spaß in die Erde bringen. Das ist ein tolles Ergebnis für die Schaffung zusätzlicher Grundwasserressourcen direkt vor unserer Haustür, das uns alle begeistert. Dieses Umweltengagement wollen wir in den kommenden Jahren fortführen.

Unsere erste Baumpflanzaktion fand an einem trockenen, sonnigen Märzsonntag in einem Norderstedter Waldstück statt. Mit unseren Partnern, Kindern und Beagle Balou trafen wir uns auf der Forstfläche. Der gemeinnützige Hamburger Verein Trinkwasserwald e.V., den wir über unser Hilfswerk finanziell unterstützen, hatte die Umweltaktion für uns vorbereitet. Zu Beginn gaben uns die Forstexperten eine Einweisung, wie Jungbäume richtig in die Erde gesetzt werden, damit sie gut anwachsen können. Danach legten wir in kleinen Teams Spaten und Hand an, um selbst die Bäumchen an vorab ausgewählten Stellen zu pflanzen. Nach der tatkräftigen Aktion gab es eine spannende, erkenntnisreiche Waldführung mit den Experten.

Ein Satz zum Klimaschutz, der bei allen im Gedächtnis geblieben ist: „Wenn jeder Mensch weltweit einen Baum pflanzte, hätten wir deutlich weniger CO2-Probleme.“

Die Idee für die gemeinsame „Hands-on“-Aktion entstand während eines hochinteressanten Vortrags von Trinkwasserwald e.V., in dem Heiner Rupsch, Vorstandsvorsitzender des Vereins, und Alexander Pillath, geschäftsführender Vorstand, uns ökologische Zusammenhänge erklärten und Einblicke in ihr Umweltengagement und -bildungsprojekte und ihre Trinkwasser-Pflanzaktionen gaben.

Nun sorgt unser Lions-Club in Kooperation mit Trinkwasserwald e.V. nachhaltig für gutes Trinkwasser im regionalen Umfeld. Das erreichen wir, indem wir gezielt eine ausgewählte Nadelwald- bzw. Aufforstungsfläche in Norderstedt mit jungen Laubbäumen standortgerecht unterpflanzen. Weitere Baumpflanzaktionen sollen dort kontinuierlich folgen – so schaffen wir die Basis für zusätzliche Trinkwasser-/Grundwasserressourcen. Wir leisten aktiven Umweltschutz, wir wollen unser Verständnis für ökologische Zusammenhänge vertiefen und „be-greifbar“ machen und auch andere Menschen für ökologische Zusammenhänge sensibilisieren und zum Handeln für die Natur anregen.

Der Hintergrund: Gutes Trinkwasser entsteht in natürlichen Wäldern. Die standortgerechte Unterpflanzung mit Laubbäumen hat dabei gleich mehrere Vorteile: Sie verbessert das Klima und den Zustand des Waldes, begünstigt die heimische Artenvielfalt und vermehrt vor allem das jährlich verfügbare, qualitativ hochwertige Grundwasser erheblich und dauerhaft, solange der Wald besteht.

Das Prinzip Trinkwasserwald: Nadelbäume behalten ihre Nadeln ganzjährig. Im Winter bleibt viel Regen an den Nadeln haften und verdunstet. In Laubwäldern erreicht der Regen im Winter ungehindert den Boden. Daraus ergibt sich eine deutlich höhere Grundwasser-Neubildung. In Kiefernwäldern wächst am Boden oft dichter Grasfilz. Auch hier bleibt Wasser haften und verdunstet, es gelangt nicht ins Grundwasser. Schattige Laubwälder verhindern den Graswuchs. Die Grundwasser-Neubildung wird dadurch zusätzlich begünstigt. Daher besteht in Nadelwäldern Handlungsbedarf, wenn wir den Wald als wichtigen Wasser-„Lieferanten“ sinnvoll nutzen wollen.

Trinkwasserwald-Zugewinn: 800.000 Liter je Hektar bzw. 80 Liter pro Quadratmeter werden im Bundesmittel durch die Unterpflanzung mit Laubbäumen jedes Jahr zusätzlich generiert. Ein Mensch benötigt 3 Liter pro Tag. Das sind in einem Jahr etwa 1.000 Liter Trinkwasser. Mit jedem Hektar Trinkwasserwald-Zugewinn wird daher der lebenslange Trinkwasserbedarf für 800 Menschen gesichert (Quelle: Trinkwasserwald e.V.).

(tk)