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Chronik 1979/80 – 2015 AUS EIGENER SICHT

zur Präsidententafel

 

Lions-Jahr 1979 / 1980

Präsident: Günter Jaeckert

 

Ab November 1978 begannen Mitglieder des Achimer Lions-Clubs, in Ottersberg Personen anzusprechen, von denen sie meinten, auch sie könnten die internationale Lions-Bewegung unter dem Motto „We serve“ mit tragen. Die interessierten Ottersberger wiederum trugen diese Lions-Idee in ihren Freundes- und Bekanntenkreis hinein, um weitere Interessierte zu gewinnen. Nachdem sich alle mit Zweck und Ziel der Lions-Bewegung und auch mit den Rechten und Pflichten eines Lions-Mitglieds vertraut gemacht hatten, fand am 10. Juli 1979 die Gründungsversammlung statt, bei der 20 Mitglieder auf die ethischen Grundsätze von Lions verpflichtet wurden. Die offizielle Gründung des Lions-Club Ottersberg-Wümme mit bereits 22 Mitgliedern erfolgte dann am 8. August 1979. Schließlich konnte am 2. Februar 1980 mit unserer Charterfeier und Charternight die Gründungsphase, in der uns die Achimer Lions-Freunde vielfältig begleitet hatten, abgeschlossen werden.

Das erste Lions-Jahr stand im Zeichen des inneren Aufbaus und der Festigung des Clubs sowie des gegenseitigen Kennenlernens der Mitglieder. Eine Satzung wurde erarbeitet. Sämtliche überörtliche Lions-Konferenzen und Veranstaltungen wurden besucht. Alle Nachbarclubs wurden aufgesucht, um Anregungen zu sammeln.

Unsere erste Activity führte uns nach Bad Zwischenahn, wohin wir mit Heimbewohnern von zwei Fischerhuder Altenheimen eine Bus- und Schifffahrt mit anschließender Kaffeetafel machten. Eine öffentliche Vortragsreihe mit drei gut besuchten Veranstaltungen mit vier hochkarätigen Referenten über das Drogenproblem machten uns in der Ottersberger Gesellschaft publik.

Ein Lions-Mitglied konnte neu gewonnen werden, ein Lions-Mitglied verloren wir durch frühen Tod.

Für das nächste Lions-Jahr wurden der Präsident und alle anderen Amtsträger wieder gewählt.

 

 

Lions-Jahr 1980 / 1981

Präsident: Günter Jaeckert

 

Im diesem Lions-Jahr fanden erstmals die zweiten Clubabende im Monat nicht im Clublokal, sondern abwechselnd bei Lions-Freunden statt. Es stellte sich bald heraus, dass diese Idee für das Näherrücken und Zusammenwachsen im Club äußerst förderlich war. In nicht so steifer Atmosphäre bildeten sich schnell Freundschaften.

1980 machten wir auch zum ersten Mal beim Ottersberger Herbstmarkt mit. In einem kleinen offenen Zelt verkauften wir alles, was jeder Lion kostenlos in seinem beruflichen und privaten Umfeld so auftreiben konnte, z. B. Werbegeschenke, Bücher, Spielsachen. Ein von einem Lions-Freund bedienter Leierkasten zog die Marktbesucher an. In einem Kastenwagen wurden für die Kinder Zeichentrickfilme in Super-8-Technik gezeigt.

Von dem Herbstmarkt-Erlös wurde eine bedürftige Ottersberger Familie mit drei Kindern unterstützt. Einige Ehefrauen von Lions-Freunden fuhren mit der Familie zu Dodenhof zum Einkaufen. Weiter wurden anhand einer von der Kunststudienstätte erstellten Liste einige Kunststudenten mit Arbeitsmaterial unterstützt.

Eine fröhliche Vatertagswanderung im Mai 1981 war mit einer besonderen Aktivität verbunden: In Abstimmung mit der Gemeinde Ottersberg wurden zwei Wanderwege in Otterstedt und Narthauen gekennzeichnet.

Drei neue Lions-Freunde konnten wir begrüßen, ein Mitglied schied aus.

 

Lions-Jahr 1981 / 1982

Präsident: Jürgen Braun

 

„Der Jugend verpflichtet“. Unter dieses Motto stellte Jürgen Braun seine Amtszeit als zweiter Präsident und Nachfolger des Gründungspräsidenten Günter Jaeckert. Besonders am Herzen lag ihm dabei die Unterstützung und Förderung des kurz zuvor von ihm als Gemeindedirektor ins Leben gerufenen „Jugendtreffs Ottersberg“. Hier schwebte ihm die Mitgestaltung von Arbeitsgemeinschaften, Hilfestellung bei der Praktikumsvermittlung für Schüler sowie die Förderung der Drogenprävention vor. Auch eine Berlinreise und die Förderung der Teilnahme am Internationalen Jugendaustausch waren angedacht.

Wenngleich nicht alles davon umgesetzt werden konnte, so ist aber das Zusammenwachsen des Clubs, besonders durch eine Reihe denkwürdiger Clubabende, ein bedeutendes Stück vorangekommen. Erwähnt sei hier ein Bericht des Präsidenten über seine USA-Reise, den der begnadete Fotograf uns vortrug.

Zentrale Activity war der Beitrag auf dem Ottersberger Markt am 26. und 27.09.1981. Für die Unterstützung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke wurde mit der Gründung des „Lions-Hilfswerks“ begonnen.

Verfasser:

Dr. Friedrich W. Köper

 

 

 

 

 

 

Lions-Jahr 1982 / 1983

Präsident Dr. Friedrich W. Köper

 

Der schon im Vorjahr begonnenen Festigung des Clubs wurde auch 1982 / 1983 Priorität gewidmet. Begünstigt wurde dieses Bemühen durch den nun schon zum zweiten Mal vom Club gestaltete Stand auf dem Ottersberger Markt zugunsten der SozialStation Ottersberg/Oyten. Dazu gehörte auch die nach intensiver Vorbereitung Ende Oktober durchgeführte Polen-Hilfsaktion unter Leitung der beiden hinzugekommenen Freunde Sehler und Sommerfeld.

Für die vier Teilnehmer dieser Expedition war das Erleben der dort angetroffenen bitteren Not bestürzend, für uns übrige war ihr Bericht Anlass zu dem Beschluss, eine ähnliche Hilfsaktion baldmöglichst erneut zu unternehmen.

Kurz vor Weihnachten 1982 erfolgte die Eröffnung der SozialStation Ottersberg/Oyten. Dabei konnte eine namhafte Spende aus vorausgegangenen Activities und Fundraisings übergeben werden. Zur Verbesserung der Effektivität begonnener Activities und zwecks Erarbeitung neuer Vorschläge wurde die Bildung von „Dreiergremien“ diskutiert.

Meine beruflich bedingte mehrfache Auslandsabwesenheit hat meinem Vorgänger und auch meinem Nachfolger Pflichten auferlegt, für deren Wahrnehmung ich sehr dankbar war.

 

Lions-Jahr 1983 / 1984

Präsident: Werner Lampe

 

Werner Lampe hatte mit der ihn auszeichnenden Gründlichkeit genau erkannt, dass die Anregungen seiner beiden Vorgänger durchaus noch der Vertiefung bedurften. Deshalb setzte er die Themen SozialStation, Polenhilfe, Jugendtreff und Amtshof noch einmal auf die Tagesordnung seiner Präsidentschaft. Einplanen konnte er die erneute Beteiligung des Clubs am Ottersberger Markt zugunsten der SozialStation und der wieder großartig von Rüdiger Sehler und seinem Team vorbereiteten und durchgeführten zweiten Polen-Hilfsreise, deren Ergebnis die des Vorjahres noch deutlich übertraf.

Lampe zögerte aber nicht, mit Nachdruck seine wesentlichen Anliegen nach verbesserter Präsenz, tatkräftiger Mitwirkung bei Aktivitäten und gemeinsamen Veranstaltungen und dem Wachsen des Clubs immer wieder deutlich zu machen. Mit der Aufnahme von vier neuen Mitgliedern erreichte er diese Ziele hervorragend.

Er hat einen sorgfältigen Rechenschaftsbericht hinterlassen, in dem er wie schon seine Vorgänger auf die noch nicht erledigten Punkte seines Programms hinwies. Hierzu gehörten u. a. die Aufforderungen zu pünktlichen Beitragszahlungen und die Notwendigkeit des Erstellens eines Wirtschaftsplans. Ferner äußerte er den Wunsch nach deutlicherer Beteiligung der Damen am Clubleben und bei Activities. Er fasste am Ende zusammen: „Mein geplantes „Jahr des Aufbruchs“ war eher ein Jahr des Umbruchs.“ Aber er formulierte Anregungen, die bis heute Gültigkeit haben.

Verfasser:

Dr. Friedrich W. Köper

 

Lions-Jahr 1984 / 1985

Präsident: Ludolf Dörgeloh

 

In seiner Präsidentenzeit hatte sich der Club entschlossen, eine Hilfsgütersendung ins heute polnische Ostpreußen zu arrangieren. Die Lionsfreunde Lampe, Sehler, Sommerfeld und Voß haben sich bereit erklärt, die Fahrt nach Olcstin (früher Allenstein) durchzuführen. Die Gebraucht-Kleidersammlung – vom Club durchgeführt – sowie Medikamente und Lebensmittel wurden dort dankbar aufgenommen. Die Akteure selbst konnten nicht genug von ihren Eindrücken und Erlebnissen berichten. Eine sehr erfolgreiche Activity.

Das bisherige Clublokal, der „Kaiserhof“ in Ottersberg, ging in Insolvenz. Als neues vorübergehendes Clublokal wurde das Lokal „Wümmekieker“ ausgewählt. Eine Kohl- und Pinkelfahrt mit Damen wurde zu einem fröhlichen Event. Der Ottersberger Markt wurde wieder ein Erfolg. Viele interessante Club- und Hausabende bleiben in guter Erinnerung.

Verfasser:

Kurt Blocher

 

 

 

Lions-Jahr 1985 / 1986

Präsident: Dieter Hilger

 

Neues Clublokal wird die Otternklause in Ottersberg.

Es wurden zwei neue Mitglieder aufgenommen:

- Hans Sommerfeldt (im August 1985) und

- Geert Mehlhop (im November 1985).

Als internationale Aktivität konnte ein Ultraschallgerät für Polen von Philips „Sono Diagnostik Typ 7100“ gewonnen werden. Es wurde im Februar 1986 in der damals noch existierenden Volksrepublik Polen übergeben.

Erstmals wurde von unserem Club der Zonen-Chairman gestellt: Es war Lionsfreund Braun.

Verfasser:

Siegfried Schulz

 

 

Lions-Jahre 1986 / 1987 und 1987 / 1988

Präsident: Hans-Heino Voß (genannt auch Dear Voß)

 

Als einer der wohl engsten Freunde unseres leider viel zu früh verstorbenen Freundes Hans- Heino Voß berichte ich gern über seine Präsidentenjahre. Bereits nach wenigen Jahren seiner Aufnahme in unseren Club übernahm er dieses so anspruchsvolle Amt und fügte gleich ein zweites hinzu. Kurz nach Beginn des Lionsjahres begannen die Vorbereitungen für den Ottersberger Markt. In diesem Jahr wollten unsere Damen erstmals mit einer Waffelbäckerei dabei sein. Alles klappte hervorragend.

Unser Präsident als Hobbyjäger und Naturfreund machte uns gleich mit diesem Hobby bekannt. So wurde ein Wald bei Hepstedt aufgeräumt und alle konnten sehen, was andere dort an Müll hinterlassen. Sein Kontakt zum Lionsfreund Dr. med. G. Hanken aus Stade ermöglichte uns allen, dessen dortige Onkologische Klinik zu besuchen.

Zum Jahreswechsel erhielten wir über Brendan Malony das Angebot einer Jumelage-freundschaft vom Lions-Club Harlow aus England. Es begann eine ausgiebige Diskussion im Club, und im Mai flogen sieben Paare unseres Clubs zu einer unvergesslichen Twinning-Charterfeier nach Harlow. Unter der Leitung der Lions-Präsidenten Harold Tiktin aus Harlow und Hans Heino Voß entstanden lang anhaltende persönliche Freundschaften zwischen Mitgliedern beider Clubs.

Schon im Oktober des gleichen Jahres erfolgte der Gegenbesuch in Ottersberg unter der Leitung von Lions-Präsident Ken Petitt aus Harlow. Ein Orkan über Europa hätte diesen Besuch fast nicht stattfinden lassen. Doch Lions geben nicht auf, und so konnten unsere zahlreich erschienenen neuen Freunde aus Harlow etwas verspätet bei allen Gastgebern Quartier machen. Ein schönes und spannendes Wochenende verging wie im Flug.

Zum Jahresende 1987 begannen wir erstmals mit einem bescheidenen Glühweinstand auf dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt. Der großartige Erfolg ließ in den nächsten Jahren dieser ersten Glühweinactivity noch mehrere folgen. Die Nähe zur Natur von Hans-Heino Voß ermöglichte es, dass viele von uns in diesem Jahr ihren Tannenbaum zum Weihnachtsfest, organisiert durch unseren Präsidenten und einem Förster, im Wald bei Ostertimke schlagen konnten.

Die langsame Öffnung des Eisernen Vorhangs durch Gorbatschow ermöglichten auch weitere Aktionen in Richtung Osteuropa. So konnten wir der polnischen Klinik im ehemaligen Allenstein ein aufwendiges, wenig gebrauchtes Ultraschallgerät für die dortige Innere Abteilung spenden.

Im Mai folgte unsere erste gemeinsame Activity mit unseren Freunden in Harlow. Auf dem Fightermeet betätigten wir uns als Parkplatzorgansisatoren und konnten so die Freundschaft nach Harlow festigen und einen guten Beitrag für die dortige Activitykasse leisten.

Auf unserem ersten Clubabend des neuen Jahres hatten wir die Neuaufnahme von Dr. Erich Voß zu vermelden. Noch im gleichen Monat verstarb leider unser Lionsfreund Ludolf Dörgeloh.

Verfasser:

Ralf-Peter Piethold

 

Lions-Jahr 1988 / 1989

Präsident: Herbert Lapp

 

Die mir vorliegenden Monatsberichte beginnen mit 8/9/1988, das heißt, dass die ersten beiden Monate Juli/August unter dem Motto “im Westen nichts Neues” standen. Auf der vorgeschalteten Vorstandssitzung am 13. September wurde die Anwerbung von neuen Mitgliedern diskutiert und danach von allen Clubfreunden abgesegnet: Wir haben hier ganze Arbeit geleistet, denn es konnten in meinem Präsidentenjahr fünf neue Mitglieder aufgenommen werden. Teilweise habe ich die Aufnahme ehrenhalber unserem damaligen Zonen-Chairman Jürgen Braun als ranghöherem Lionsfreund überlassen. (Anmerkung: Von den fünf neuen Mitgliedern gehören zwei unseren Club nicht mehr an.)

Auf dem “Otterberger Markt” im September haben sich die Clubfreunde bei den Glücksrädern die Daumen wundgescheuert, weil die Kinder nicht leer ausgehen sollten. Die Damen waren mit der klebrigen, süßen und Wespen anziehenden Waffelbäckerei auch sehr erfolgreich. Ein größerer Betrag des Erlöses ging an die Diakonie- und Sozialstation in Bassen.

Im Dezember haben sich vier Lionsfreunde und ihre Familien kalte Füße geholt, aber mit großem Erfolg einen Glühweinausschank auf dem „Fischerhuder Weihnachtsmarkt“ durchgeführt. Der Erlös konnte dem Lions-Hilfswerk gutgeschrieben werden. Ende April gab es eine weitere Gelegenheit, die Freundschaft mit dem Lionsclub Harlow zu vertiefen. Neun englische Lionsfreunde mit ihren Damen haben uns vom 28. April bis zum 1.Mai besucht. Es gab ein reichhaltiges Programm - u.a. mit Besichtigung des Modellraums der BLG und einem feucht-fröhlichen Tanz in den Mai im Ottersberger Lokal „Kreuzbuchen“.

Erwähnenswert ist noch ein Besuch mit Damen im Parzivalhof. Wir hatten hier Gelegenheit, uns über die Arbeitsweise und Beschäftigungsmöglichkeiten zu informieren, um so zukünftig leichter eine Entscheidung zu treffen, in wieweit und ob wir hier Unterstützung leisten können.

In diesem Lionsjahr wurde auch die Idee des “Englischen Teezeltes” geboren.

Was 1988/1989 als Idee geboren wurde, entwickelte sich zum festen Bestandteil des Ottersberger Marktes: Das Teezelt mit den Lionsfreunden aus Harlow.

 

Lions-Jahr 1989 / 1990

Präsident: Horst Cordes

 

Ab August begann mein Jahr mit der förmlichen Amtsübergabe im Clublokal und mit viel vorausschauenden Fragen, die Antworten bedurften. Aufgrund der vor vielen Jahren zu Papier gebrachten ethischen Prinzipien wie Toleranz, Freundschaft, Humanität und Hilfe am Nächsten ist auch unser Club aufgerufen, neue Personen zu uns zu bitten, die selbstlos bereit sind, zu dienen. Vier neue Lions-Mitglieder waren hinzugekommen.

Unser Club erweiterte sein Angebot auf dem Ottersberger Markt um ein englisches Teezelt, das mit Unterstützung unserer Lions-Freunde aus Harlow zu einem großen Erfolg führte. Anfang Oktober übergab unser Club der Sozial- und Diakoniestation Ottersberg/Oyten eine Spende in Höhe von 1.500 DM sowie einen Rollstuhl.

Das erste Erbsensuppen-Essen vor Haus 3 bei Dodenhof am 2. Dezember 1989 war ein so großartiger Erfolg, dass an einer Wiederholung im nächsten Jahr wohl kein Zweifel besteht.

Am selben Abend trafen wir uns mit unseren Damen zum alljährlich stattfindenden Weihnachtsessen im Clublokal.

Ab Januar 1990 wurde eingeführt, dass Club- und Hausabende von einem Lions-Freund in alphabetischer Reihenfolge gestaltet werden. Die Hausabende werden gestaltet durch den Gastgeber über Themen wie „Ich über mich“ (Hobby, Beruf, Familie), mit einem Gastredner oder ähnliches.

Am 2. Februar 1990 wurde das 10jährige Bestehen unseres Clubs in den Räumen des Rathauses Ottersberg mit vielen Gästen und Vertretern umliegender Lions-Clubs gefeiert. Festredner war Senator a. D. Rolf Speckmann über „Deutschland morgen (Perspektiven in Europa)“. Zudem gab es Gedanken des Governors Dr. Villem Fuchs über „Stetigkeit und Wandel – Veränderung der nächsten Jahrzehnte“ mit dem Hinweis: „Wenn Sie, liebe Freunde, am 2. Februar 2000 zusammenkommen, um die Ernte zu werten, die Sie in den nächsten Jahren eingebracht haben, werden Sie ebenso stolz wie zehn Jahre zuvor feststellen, dass die Saat aufgegangen ist, für Sie, für die Menschen um Sie herum, für alle, denen Sie die Hand gereicht haben“.

Die Jubiläumsspenden unseres Clubs über je 10.000 DM wurden an Vertreter/innen der Diakonie-Sozialstation Ottersberg/Oyten und des Parzival-Hofes in Quelkhorn überreicht. - Bei der anschließenden internen Feier, die in einem harmonischen Rahmen im Clublokal

stattfand, gab es eine gut ausgestattete Tombola (Reinerlös: 2.708 DM) zugunsten des Hilfswerkes. Der Hauptgewinn, ein Bild von Christian Modersohn, war neben weiteren attraktiven Preisen ein Highlight.

Am 3. Februar 1990 fuhren wir mit unseren englischen Gästen, die anlässlich der Charterfeier zu Besuch waren, nach Goslar und Wernigerode und teilweise an die gerade geöffnete Grenze. Am Abend trafen wir uns zu einem gemeinsamen Essen im „Ottersberger Giebel“.

Am 12. und 13. Mai 1990 fuhren Ottersberger Lions nach Harlow, um unseren Freunden bei der Activity „Fighter Meet“ zu helfen.

Die Amtsübergabe an den neuen Präsidenten Ralf-Peter Piethold (1990/91) erfolgte während eines gemeinsamen Wochendausfluges mit unseren Familien am 23./24. Juni 1990.

 

Lions-Jahr 1990 / 1991

Präsident: Ralf-Peter Piethold

 

Das prägendste Ereignis des Jahres war die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Es machte mich stolz und glücklich, in diesem so ereignisreichen Jahr Präsident unseres Clubs gewesen zu sein.

Unser Lions-Jahr begingen wir erstmalig in einem neu gestalteten Rahmen. Gemeinsam mit unseren Frauen übernachteten wir in der Lüneburger-Heide und feierten dort bei einem harmonischen Beisammensein dieses Ereignis.

In den vorangegangenen Jahren hatten sich unsere Clubmitglieder mehr und mehr zu einem Freundeskreis gefunden, und gemeinsam mit unseren Frauen entwickelte sich in der Folgezeit ein Teamgeist, der uns beflügelte, die vielen für dieses Jahr anstehenden Aktivitäten in Ottersberg und bei unseren Lions-Freunden in Harlow gemeinsam zu tragen.

Bereits im August begann unser Aktivitätenjahr mit dem „Scheunenfest“ und dem Spanferkelessen bei Lionsfreund Peter Lünzmann mit ca. 100 Gästen. Der September folgte mit dem Bier- und Grillwürstchenstand auf der „Victorian-Fair“ in Harlow und endete eine Woche später mit deren 10jähriger Charterfeier. Insgesamt 20 Personen waren dafür nach England gereist. Der „Ottersberger Markt“ mit der Tombola und das noch neue „Teezelt“ unter dem Motto „It´s Tea-Time“, gemeinsam gestaltet durch unsere Harlower Freunde und unseren Damen, waren von großem Erfolg gekrönt. Weitere Aktivitäten wie der „Glühweinverkauf“ auf dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt und der Verkauf von 2000 Portionen „Erbsensuppe“ bei Dodenhof ergänzten unser Jahresprogramm. Alle Activities waren ausgezeichnet organisiert, durchgeführt und wurden mit respektablen Erträgen abgeschlossen.

Unsere regelmäßigen Clubabende wurden mit interessanten Vorträgen gestaltet. Neben vielseitigen Vorträgen unserer Clubmitglieder, Werksbesichtigungen, Waldwanderungen und Vorträgen externer Referenten konnten wir uns u.a. über den Gewässerschutz, den Holzabbau der tropischen Wälder, den ersten Erlebnissen und Erfahrungen in den neuen Bundesländern, dem sozialen Netzwerk in der Bundesrepublik, dem Problem des Drogenmissbrauchs und -schmuggels sowie der akuten Aidsproblematik kundig machen. In Erinnerung bleibt mir der Vortrag meines Kollegen Kurt Barantczyk aus Bernau über das Leben in der DDR und die Schönheiten von Mecklenburg-Vorpommern, Pommern und der Odermark.

Die gewünschte Erweiterung unseres Clubs durch neue Mitglieder konnte nicht erreicht werden, und zum Bedauern verließen uns in diesem Jahr die Mitglieder Arlt und Brandes.

Im Sinne von „We serve“ konnten wir der Sozial- und Diakoniestation in Bassen, einer in Not geratenen Familie aus unserem Landkreis, der Russlandhilfe und dem Jugendaustausch unsere Hilfe zukommen lassen. Um für die Zukunft in diesem Sinne noch besser aufgestellt zu sein, konnten wir unsere Achimer Lions-Freunde zu einem gemeinsamen Benefizkonzert mit den „Mushroams“ gewinnen und gleichzeitig regelmäßige jährliche Treffen im Januar vereinbaren.

Die Amtsübergabe an Dieter Dorn erfolgte im „Rauchfang“ in Oldenhöfen mit einem Wanderlöwen als Maskottchen.

 

Lions-Jahr 1991/92

Präsident: Dieter Dorn

 

In sehr angenehmer Atmosphäre bekam ich zu meiner Präsidentschaft im Rauchfang in Oldenhöfen von meinem Vorgänger Ralf-Peter Piethold einen großen Stoff-Löwen: das Maskottchen des Präsidenten. Wie in all den anderen Jahren wurden auch in diesem Lions-Jahr die traditionellen Aktivitäten unseres Clubs fortgesetzt. Auf diversen Veranstaltungen wurden – auch mit Hilfe unserer Freunde aus Harlow – Hilfsgelder generiert, über die sich dann Bedürftige in der damaligen GUS und in unserer Nähe freuen konnten.

Zwei Traditionen wurden in diesem Jahr begründet:

Der regelmäßige gemeinsame Clubabend mit unserem Patenclub Achim. Und das Dankeschön-Kaffeetrinken für die Lions-Damen. (Als nachhaltiges Trauma bleibt mir allerdings, dass die Teilnahme des einladenden Präsidenten ausdrücklich nicht gewünscht war! Nachfolgende Präsidenten konnten sich da glücklicherweise emanzipieren.)

Leider kam es in diesem Jahr zu der wohl härtesten Zerreißprobe in unserem Club: Wohl aufgrund zunehmender persönlicher und geschäftlicher Schwierigkeiten verließ ein Lions-Mitglied unter sehr unerfreulichen, inakzeptablen Umständen seine Familie, seine Firma und unseren Club. Wegen seiner dann offensichtlich werdenden unseriösen Verhaltensweisen in allen diesen Bereichen traten überall dort Fragen und Probleme auf. Die potenzielle Gefahr einer nachhaltigen Imageschädigung führte in unserem Club zu heftigen Reaktionen und anhaltenden Diskussionen. Diese waren stellenweise schmerzhaft. Dabei wurde festgestellt, dass es im Club einige Geschädigte, aber keine Teilnehmer an unseriösen Geschäftspraktiken gab. Das Mitglied wurde aus dem Club ausgeschlossen. In der Diskussion wurden alle Dinge angesprochen, die unsere Club-Mitglieder beschäftigten. Die Offenheit, mit der das geschah, hatte eine reinigende Wirkung, sie führte zu einer wohltuenden Klärung der Club-Situation und zu einer Konsolidierung.

Übrigens hat eines unserer Mitglieder - in vorbildlicher Lions-Art - die Familie über Jahre hinweg unentgeltlich rechtlich beraten und vertreten; ohne ein Wort darüber zu verlieren. Tue Gutes und rede (nicht immer) darüber“. Herzlichen Dank dafür.

Das Lions-Jahr endete mit einer langen Nacht in Preetz: Wir genossen auf dem „Schleswig-Holstein-Musik-Festival“ in Neumünster „Spanische Nächte“. Weil die NDR-Big-Band unbedingt ihr gesamtes Repertoire und Können zeigen wollte, wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt. Nur die Freude auf den „Bolero“ ließ uns ausharren. Erst um 2.30 Uhr kamen wir in unserem Hotel an und konnten endlich den offiziellen Teil der Präsidenten-Übergabe erledigen. Die gute Atmosphäre in unserem Club und das von unserem Hotelier gestiftete Fass Bier trugen dazu bei, dass mein Präsidenten-Nachfolger Wolfgang Götz seine Amtszeit mit den Worten beginnen konnte: „You can say you to me.“

Auch das ist eine schöne neue Tradition.

Ich glaubte, der Stoff-Löwe (s.o.) sei ein persönliches Geschenk gewesen. Dezent, aber zu spät, wurde ich darauf hingewiesen, dass die Präsidentennadel in Zukunft am Halsband des Löwen übergeben werden sollte. Zum Glück hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Enkel. So konnte der Löwe in noch brauchbarem Zustand nachgeliefert werden. Noch eine schöne Tradition.

 

Lions-Jahr 1992 / 1993

Präsident: Wolfgang Götz

 

Da dies ein recht persönlicher Bericht sein soll, will ich mich auf die Ereignisse in meiner Schilderung konzentrieren, die mir nach wie vor in Erinnerung sind bzw. die in den Monatsberichten enthalten sind. Für mich war zweifelsfrei die Amtsübergabe von Dieter Dorn auf mich ein so überragender Höhepunkt, der im gesamten weiteren Präsidentenjahr nicht übertroffen wurde und bei objektiver Betrachtung auch niemals übertroffen werden konnte.

Wir fuhren nach Preetz, um gemeinsam an einem Konzert in Neumünster teilzunehmen. Eigentlich sollte das Konzert schon gegen 22 Uhr zu Ende sein, aber die Musiker im Modern Jazz ließen sich nicht von irgendwelchen Zeitvorgaben stören, sie musizierten unentwegt und unverdrossen und hatten noch gegen 1 Uhr morgens genügend Kraft, teilweise recht unmelodische Töne ihren Blasinstrumenten zu entlocken. Die gesamte Lionschaft war erschöpft. Selten habe ich mit so gespannter Aufmerksamkeit, aber auch schlaftrunken, Mitglieder unseres Clubs einem Konzert beiwohnen sehen. Teile unseres Clubs empfanden das Konzert als Qual. Ich will mich dieser Wertung nicht verschließen. So fuhren wir dann gegen halb 2 morgens gen Hotel. Eigentlich sollte die Präsidentenübergabe anschließend stattfinden. Wegen der vorgerückten Zeit erwog ich vorzuschlagen, dass wir die Übergabe am nächsten Morgen vornehmen. Dieser Plan war nicht zu verwirklichen, denn unser Lionsfreund, dem das Hotel gehört, erklärte, er habe bereits ein frisches, nur für diesen Anlass gebrautes Bierfass (ca. 70 Liter) gerade öffnen lassen und dies müsse nunmehr getrunken werden. So begann zu nachtschlafender Zeit die Präsidentenübergabe, d. h., die Übertragung des Amtes von Dieter Dorn auf mich, was Dieter Dorn in der gewohnten, von uns allen geschätzten Eloquenz absolvierte.

Zu dieser Zeit waren wir alle noch etwas distanziert zueinander. Die Anrede „Sie" war durchgängig üblich, das Duzen die seltene Ausnahme. Der heftige Biergenuss führte unweigerlich zum Aufsuchen eines bestimmten Ortes. Als Kurt Blocher und ich dort standen, sagte er zu mir: „Wäre es nicht gut, wenn wir das Problem des Siezens einmal klärten, das Duzen bekäme unserem Clubklima doch viel besser“. Ich sicherte ihm die Verwirklichung dieser Idee zu. So fand morgens gegen drei ein fröhliches Vorstellen stand, in dem wir uns an den Englischkenntnissen des damaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl erinnerten und den Satz kreierten: „You can say you to me“. Wir alle tranken die 70 Liter Bier zu Ende und hatten das Duzen eingeführt.

Ein zweites Ereignis ist in meinem Gedächtnis geblieben. Während meiner Präsidentschaft hatte ich die Aufgabe, unseren Lionsfreund Rainer Hinsch aufzunehmen, und ich tat dies während eines Clubabends, indem ich mich neben ihn setzte, ihm auf die Schulter klopfte und ihm in Kurzfassung sagte: „1. Wir duzen uns. 2. Du bist jetzt Mitglied“. Wenn ich sehe, mit welchen feierlichen Worten später Mitglieder aufgenommen worden sind, dann erfüllt sich mein Gesicht auch heute noch mit Schamröte, weil ich den Akt nicht mit der notwendigen Feierlichkeit begangen habe. Aber Rainer ist Psychologe, der mich etwas durchschaut.

Ein dritter Punkt: Wir hatten uns schon auf ein neues Mitglied verständigt, waren aber wegen seiner Diskussionsfreudigkeit erschrocken. So hatte ich die in der Tat etwas unerfreuliche und unangenehme Aufgabe, diesem potenziellen Mitglied abzusagen. Danach haben wir etwas andere Aufnahmekriterien und Vorgehensweisen gewählt.

Das Präsidentenamt hat mir viel Spaß bereitet, ich denke gerne an diese Zeit zurück. Es war erfüllt mit vielen spannenden Begegnungen und vielen Aufgaben im Sinne von „ We serve“

 

Lionsjahr 1993 / 1994

Präsident: Rolf Henke

 

Als damaliger Sekretär habe ich mit großem Interesse die Lions-Briefe von 07/93 bis 06/94 gelesen und war erstaunt, wie fleißig der Schreiber sein musste, um über die Amtszeit von Rolf Henke zu berichten. Das Jahr war voller Höhepunkte und Ereignisse in unterschiedlichsten Facetten. Nach der Amtsübergabe mit Hindernissen (Verspätung, Regenwetter) und einem tollen Programm (Stadtbesichtigung Lüneburg/Schifffahrt mit dem Raddampfer "Kaiser-Wilhelm") und den periodisch auftauchenden Themen wie An- und Abmeldungen fand im Oktober die Zonenkonferenz in unserem Clublokal statt. An herausragenden Club- und Hausabenden sind zu nennen: Besichtigung Postamt V in Bremen (1990 groß umgebaut und seit 1995 durch Bau von Logistikzentren auf der 'grünen' Wiese leer stehend); Besuche der Kunststudienstätte mit unseren Damen und auf dem Lütt'n Peerhoff (heilpädagogisches Reiten). in Seebergen. Wir feierten - leider zum letzten Mal - im Beisein unserer Kinder das Scheunenfest bei Erika und Peter Lünzmann.

Handwerklich waren wir an zwei Sonnabenden aktiv, um in den Hallen von Rolf Henke unseren Verkaufsstand zu zimmern - von der Qualität her hätte dieser ein Erdbeben der höchsten Kategorie schadlos überstanden. Leider kam das gute Stück nur auf dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt als Glühweinstand zum Einsatz. Neben dem Handwerk übten wir uns auch als Gärtner und pflanzten in Gedenken an Heino Voss die Obstbaumwiese in Eckstever. Wir gaben ein gutes Bild ab als Veranstalter zusammen mit dem LC Achim beim zweiten Mushroam-Konzert (Erlös: 24.000 DM). In den Genuss von 4.000 DM kam unsere Kasse aus dem Erbsensuppen- und Glühweinverkauf bei Dodenhof.

Die Jumelage mit den englischen Lionsfreunden aus Harlow wurde durch den Besuch einer Delegation unseres Clubs in England im Mai 1994 weiter vertieft. Mit Hermann Pape und Uwe Voß konnten zwei neue Lionsfreunde gewonnen werden. Aufgrund wirtschaftlicher Probleme des Clublokals wurden wir heimatlos und fanden nach dreimonatigem Intermezzo in unserem jetzigen Domizil eine neue Bleibe in der Gaststätte 'Zu den drei Linden' in Posthausen.

Bei den Spenden haben wir richtig zugeschlagen. Aus einer gescheiterten Aktivität (Ohorn) wurden über die Caritas zweckgebunden 15.000 DM an ein Kinderheim in Bosnien transferiert. Die Reha-Klinik "Pyramide" wurde für die Einrichtung einer Holzwerkstatt mit 3.000,00 DM unterstützt. Als 'Gegenwert' haben wir für unsere Tombola auf dem Ottersberger Markt Vogelhäuser bekommen. Die Kunststudienstätte in Ottersberg erhielt für das Aufpeppen ihrer Küche 8.000,00 €. Für einen Jollenbau übergaben wir dem Rektor der Haupt- und Realschule in Ottersberg 1.300,00 €. Ausgelöst durch Berichte im Fernsehen wurden 1.000,00 DM für die Ruanda-Hilfe eingesetzt.

Aus unserem Anteil des Erlöses aus dem Mushroam-Konzert flossen 3.000 DM an das SOS Kinderdorf Brandenburg. Weitere 10.000 DM gingen an das Kinderheim in Slavonski Brod; mit 600 DM wurde die Ferienteilnahme behinderter Kinder und Jugendlicher ermöglicht; 1.500 DM investierten wir in die Mitarbeiterfortbildung der Telefonseelsorge, und mit
3.000 DM konnte der Verein "Hilfe und Tat" Lebensmittel und Medikamente nach Pinsk/Weißrußland transportieren.

Verfasser:

Werner Kühnemann

 

Lions-Jahr 1994/1995

Präsident: Geert Mehlhop

 

Das Lions-Jahr 1994/1995 begann mit der Präsidentenübergabe in Papenburg und Esterwegen im Emsland. Besonders ist die Besichtigung der Meyer-Werft in Papenburg in Erinnerung geblieben, wo uns zwei Geschäftsführer des Unternehmens durch einen im Rohbau befindlichen Schiffsneubau (“Oriana“) führten. In der folgenden Firmenpräsentation wurden uns auch ausführlich die Hintergründe für den Untergang der „Estonia“ und die nicht gegebene Verantwortung der Meyer-Werft geschildert. Die Öffentlichkeit hat dieses erst drei Jahre später durch den Bericht der Untersuchungskommission erfahren.

Im März 1995 machten wir eine Informations- und Besichtigungsfahrt nach Hamburg, die mit einem Besuch des damals noch jungen Musicals „Die Buddy Holly Story“ abschloss. Höhepunkt des Lions-Jahres war am 17. Oktober 1994 der Vortrag von Bremens Bürgermeister a.D. Hans Koschnick über das Thema „Bericht aus Mostar“. Die Veranstaltung in Posthausen wurde von 250 Personen besucht und brachte einen Reinerlös von 6.500 DM.

Vom 1. bis 3. Oktober.1994 waren wir gemeinsam mit unseren Damen Zaungast der Organisations-Vorbereitungen und der Feierlichkeiten zum 3. Oktober in Bremen. Im Rahmen dessen besuchten wir auch das international bekannte Reitturnier „German Classics“.

Rolf Henke begleitete im Namen unseres Clubs einen Hilfstransport nach Pinsk, bei dem auch von den Clubmitgliedern und dem Hilfswerk gespendete Gegenstände des täglichen Lebensbedarfs übergeben wurden.

Aus dem Reinerlös des vorjährigen Mushroams-Konzertes konnten dem SOS-Kinderdorf in Brandenburg Einrichtungsgegenstände im Werte von 10.000 DM übergeben werden. Mit einer Busch-Pflanzaktion in Eckstever leisteten wir einen Beitrag für Umwelt und Natur in unserer Region.

Lothar Haase aus Quelkhorn wurde als neues Mitglied in den Club aufgenommen.

Letztlich möchte ich ausdrücklich den Hauptsponsoren unseres Clubs (damals und auch heute noch die Buss-Fertiggerichte aus Ottersberg und das Kaufhaus Dodenhof in Posthausen) für die permanente Unterstützung unserer Clubaktivitäten danken.

 

Lions-Jahr 1995 / 1996

Präsident Horst Schlüter

 

Im Amtsjahr 1995/96 übte Horst Schlüter aus Oyten das Amt des Clubpräsidenten aus. Da dieser auf eigenen Wunsch hin unmittelbar nach Ende seiner Präsidentschaft den Club verließ, wurde dieser Bericht von seinem Nachfolger gefertigt.

Die Amtsübergabe-Fahrt in den Tierpark Nindorf-Hanstedt mit der anschließenden Feier in Groß Meckelsen war für alle Clubfreunde und die Damen wieder ein besonderes Ereignis, das den Beginn eines in jeder Hinsicht ereignisreichen Jahres darstellte.

Nach einer Vortragsveranstaltung mit dem EU-Beauftragten in Mostar, Hans Koschnick, in Posthausen standen die Vorbereitungen unserer großen Zonen-Activity im Mittelpunkt. Zu dem Zweck hatten sich Rüdiger Sehler und Hermann Pape auf Erkundungsreise nach Bosnien-Herzegowina begeben - zu einer Zeit heftiger Bürgerkriegs-Auseinandersetzungen. Die insbesondere von Muslimen bewohnten Stadtteile waren völlig zerstört; dennoch gab es weitere Raketenwerfer-Angriffe auf die „entmilitarisierte“ Stadt, in der ehemaligen jungen Soldaten die Aufgabe als „Polizeibeamte“ übertragen worden waren.

Nach der Rückkehr berichteten die Erkunder über die dramatischen und eindrucksvollen Erlebnisse. Im Club setzte eine umfangreiche Vorbereitungs-Activity ein, denn es galt, medizinische Ausstattungs-Gegenstände zum Aufbau einer Frauenklinik im Ostteil der Stadt zu beschaffen. An dieser Beschaffungsaktion waren wegen seiner beruflichen Kompetenz insbesondere Ralf-Peter Piethold, aber auch alle anderen Lionsfreunde beteiligt. So konnten sich die Erkunder und Reinhard Hinsch am 2. April mit einem vom Bremer Innensenator bereitgestellten 7,5-t-Krankenfahrzeug für Katastrophenfälle auf den Weg machen und die apparative Erstausstattung einschließlich Krankenwagen im Gesamtwert von 350.000 DM für die Klinik vor Ort abliefern. Reinhard Hinsch fasste seine Balkan-Eindrücke nach der Rückkehr wie folgt zusammen: „Es war wie im Auge des Hurrikan!“

Damit nicht genug: Anfang 1996 statteten wir ein neues SOS-Kinderdorf in Brandenburg mit Mobiliar und Büchern aus. Zudem sollen hier auch nicht die anderen Aktivitäten verschwiegen werden: Eine Baumpflanz-Aktion auf der Obstwiese in Eckstever, der Glühweinverkauf auf dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt, der Erbsensuppenverkauf bei Dodenhof und – nicht zuletzt – das Teezelt mit den Harlower Freunden auf dem Ottersberger Markt.

Verschwiegen werden darf aber auch nicht, dass dieses Jahr dem Club allerhand Probleme bescherte, die uns weit bis ins nächste Lionsjahr hinein beschäftigten. Dabei geht es in der Ausgangslage um Humor, aber ebenso um Fragen von Wahrnehmung und von Grenzen, die bei jedem Individuum – ganz gleich in welchem Zusammenhang – höchst unterschiedlich wahrgenommen werden (können).

Wir danken Horst Schlüter für seinen Einsatz. Wir danken nach schwierigen Dialogen aber auch für die Erfahrungen, mit denen wir unsere Clubfreundschaften wahren und ausbauen – im Dienst für die gute Sache und für uns selbst!

Verfasser:

Hermann Pape

 

Lions-Jahr 1996/1997

Präsident: Hermann Pape

 

Nach einem ersten vergeblichen Versuch konnte die Lions-Übergabefahrt verspätet am 11. August 1996 durchgeführt werden. Ziel für die Feier war Bad Bederkesa, wo Horst Schlüter mir die Amtsgeschäfte übertrug, und ein weiteres Ziel stellte die kleine Nordsee-Insel Neuwerk dar, die wir alle mit Pferdefuhrwerken durch das Watt erreichten. Wer „rustikalere“ Kleidung trug, war doch im Vorteil, denn eine Schlickfahrt kann schon Spuren hinterlassen…

Anhaltende Spuren hinterließ auch das vorangegangene Lionsjahr 1995/1996. Deshalb soll an dieser Stelle ein etwas anderer Schwerpunkt gewählt werden: Wie nehmen uns andere wahr und wie werden wir selbst wahrgenommen – mit all unseren Fähigkeiten und auch Schwächen? Wir Menschen sind mit unterschiedlichen Kompetenzen ausgestattet und das ist gut so. Während manche mehr theoretische Fähigkeiten haben, sind es bei anderen die praktischen Stärken. Wo wir jeweils Grenzen ziehen, das ist bei jedem anders. Dies gilt auch für die kommunikativen Fähigkeiten und Möglichkeiten – und leider auch für den Humor.

Aus dieser etwas schwierigen Epoche des Clubs haben wir alle für die Zukunft gelernt. Und das macht das von Dialogfähigkeit und Harmonie getragene Clubleben heute aus. Ich danke allen, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass wir so weit gekommen und heute für die Zukunft gerüstet sind.

Wo wir schon beim Dank sind: Diesen möchte ich allen Förderern – insbesondere die Firmen Dodenhof und Buss – aussprechen, die unsere Arbeit im Dienst am Nächsten mit Engagement unterstützen. Dabei beziehe ich alle Clubfreunde und unsere Damen mit ein, die unsere Aktivitäten gestalten. So bereitet das Lionsleben Freude – und es kommt von den Erlösen her auch den Menschen zugute, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Im Mittelpunkt dieses Lionsjahres stand aber das 10jährige Partnerschaftsjubiläum mit unseren Harlower Freunden Ende Mai 1997: Wie wir alle unsere Freundschaft mit dem englischen Club einordnen, unterstrichen auf dem Festakt in Buthmanns Hof in Fischerhude einmal mehr der damalige Parl. Staatssekretär und heutige Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Honorar-Generalkonsul des Vereinigten Königreichs, Dr. Enge, Bürgermeister Behrens und Clubpräsident Terry Kensick aus Harlow.

Vergessen werden sollen aber auch nicht die vielen laufenden Aktivitäten des Clubs, die wegen der Gespräche unter den Clubfreunden eine Bereicherung für alle darstellen: das Teezelt mit unseren Engländern auf dem Ottersberger Markt (wobei in dem Jahr der Umzug auf dem Kutschwagen einen noch heiteren Reiz gehabt haben soll), der Glühweinverkauf auf dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt, der Erbsensuppen-Verkauf in Posthausen und vieles mehr. Zudem galt es, in zahlreichen befreundeten Clubs über die Mostar-Erfahrungen zu berichten. Sie hatten unsere Activity bereitwillig gefördert.

 

Lions-Jahr 1997 / 1998

Präsident: Adolf Düvelsdorf

 

Nach erfolgter Amtsübernahme haben wir, um die Freundschaft untereinander zu festigen, erstmalig eine vom Clubmaster Geert Mehlhop organisierte Radtour durch unsere Gemeinde unternommen. Im Spätsommer konnten wir uns dann bei einem Besuch in Grimma von den verheerenden Flutauswirkungen überzeugen und uns gleichzeitig von den auch von uns mitfinanzierten Lins-Hilfsmaßnahmen berichten lassen. Wir konnten alle feststellen, dass unsere Hilfe sehr gut angekommen war.

Die jährlich wiederkehrenden Aktivitäten wie Ottersberger Markt mit Teezelt und Tombola, Weihnachtsmarkt in Fischerhude und Erbsensuppenverkauf bei Dodenhof wurden erfolgreich durchgeführt und trugen wesentlich zum Jahresergebnis bei. Für die langjährige Hilfe der Harlow-Lions auf dem Ottersberger Markt konnte ich mich als Präsident durch die Übergabe eines Schecks in Harlow bedanken.

Einen wesentlichen Teil unserer Arbeit verbrachten wir mit der Initiierung der Lions- International-Aktivität „Klasse 2000“ und der theaterpädagogischen Werkstatt. Unter diesen Titeln waren Maßnahmen zur Drogenprävention zusammengefasst. Hierzu war es notwendig, zur Finanzierung externe Sponsoren zu werben, was uns durch großen Einsatz gelungen ist. Unser Lionsfreund Berthold Röhlmann zeichnete bei diesen Aktionen durch besonderes Engagement aus.

Wir konnten in meinem Präsidentenjahr einige Hilfsprojekte abschließen. So konnten wir dem Jugendzentrum Ottersberg einen Computer zur Verfügung stellen und der Kunststudienstätte für die Förderung der Kunsterziehung einen besonders gestalteten VW-Bus überreichen.

Aufgrund des besonderen Einsatzes unseres Lions-Freundes Rolf Henke konnten wir der Ostpreußenhilfe einen Kleinbus für Schülertransporte übergeben.

Gemeinsam mit unseren Harlower Freunden wollten wir in Birmingham die World- Convention erleben. Hierzu gab es reichlich Vorbereitungen. Gleichzeitig sollte dort auch die Präsidentenübergabe an meinen Nachfolger, Peter Lünzmann erfolgen. Wegen der schweren Erkrankung meines Vaters konnte ich jedoch an diesem Ereignis nicht teilnehmen. Ein besonderes Highlight unserer gemeinsamen Treffen war der Hausabend bei Dieter Dorn mit dem 81-jährigen Künstler Christian Moderson.

Leider mussten wir im Januar Abschied von Heidi Götz nehmen.

Im Mai gab Lions-Freund Horst Schlüter seinen Austritt aus dem Club bekannt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen herzlich bedanken, die an einem Gelingen meines Präsidentenjahres mitgewirkt haben.

 

Lionsjahr 1998 / 1999

Präsident: Peter Lünzmann

 

Harmonie: Unter dieses Leitwort stellte der neu gewählte Welt-Lions-Präsident Habananda sein eigenes Regierungsjahr, als er 1998 auf der World-Convention in Birmingham gewählt wurde. Um dieses Ereignis auch selbst erleben zu können, reisten wir mit anderen Lionsfreunden samt Ehefrauen nach England. Organisiert wurde das alles von unseren englischen Freunden, die auch mit sechs Paaren angereist waren. Wir trafen uns in Alderton, Tewkesbury, Gloucestershire, einem kleinen Dorf in der Nähe von Birmingham, wo wir in einem typisch englischen Cottage-Ensemble gemeinsam Quartier bezogen. Nachdem wir die „Pflicht“ - Besuch der beeindruckenden World-Convention-Parade und des Empfangs, von den deutschen Lions ausgerichtet, sowie die Wahl der neuen Amtsinhaber - erledigt hatten, erfreuten wir uns danach an der Kür: Ausflüge in die sehr reizvolle Umgebung von Alderton, wie Sudely und Warwick Castle, Stratford upon Avon (Shakespeares Geburtshaus) und den gemeinsamen geselligen Abenden mit unseren Harlowern. Dieses deutsch–englische Holidayerlebnis war der Auftakt zu weiteren, schönen Urlaubsbegegnungen.

Am 18. Juli 1998 erfolgte die Amtsübergabe. Wir fuhren zu der Schäferei der Familie Teerling in Ströhen. Hier wurde uns demonstriert, wie Umweltschutz (Pflege des Diepholzer Moores durch die Schafe) und die Produktion von schmackhaftem Schaffleisch miteinander in Einklang zu bringen sind. Ausklingen ließen wir diesen Tag im Gasthaus Nordloh in Sulingen mit Moorschnuckenbraten und allem, was zu einem köstlichen Menü dazugehört. Der LC Grafschaft Hoya richtete Anfang August das Internationale Jugendlager„Die Deutsche Nordseeküste“ aus und organisierte im Jugendheim in Wöbse bei Bruchhausen-Vilsen ein 12-tägiges Programm für 21 Jugendliche aus aller Welt. Einige Mitglieder unseres Clubs fanden sich bereit, hier zeitweilig mitzuwirken und auszuhelfen.

Wie gewohnt waren auf dem Ottersberger Herbstmarkt unsere englischen Freunde im Teezelt und wir mit unserer Tombola aktiv, und wir konnten das 10-jährige Jubiläum des Teezeltes feiern, zu dessen Anlass DG Detlef Kornmesser mit seiner Frau kam, um die Glückwünsche des Districts zu übermitteln. Als Dank an die Engländer und zum Jubiläum organisierte Hermann Pape für uns eine Führung in den Gewölben des Bremer Ratskellers. Am letzten Tag vor der Abreise der Engländer ließen wir uns noch frischen Wind um die Nase wehen, als wir gemeinsam mit Pferd und Wagen durchs Watt von Duhnen nach Neuwerk fuhren.

Weitere Aktivitäten waren für uns die „ Klasse 2000“, die Baumpflanzaktion in Eckstever, der Glühweinausschank auf dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt, der Erbsensuppenverkauf bei Dodenhof, die Versteigerung zweier handsignierter Fußbälle und eines Trikots anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Werder Bremen zu Gunsten von „Klasse 2000“.

Für die Zonenaktivität „Hammer-Forum“- humanitäre und medizinische Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten - wurde 2000 DM für „Ring-Fixatoren“ überwiesen. Für die Anschaffung von Mobiliar für das SOS-Kinderdorf Worpswede wurde Geld zur Verfügung gestellt, nachdem wir uns im Vorfeld persönlich vor Ort umgeschaut hatten.

Im März begrüßten wir bei uns Walter Vorderstraße als neues Clubmitglied.

Am letzten Juni-Wochenende 1999 konnte ich den Stab in die Hände von Horst Holsten weitergeben, als wir zur Amtsübergabe einen Ausflug nach Worpswede mit anschließender Besichtigung der Torfschiffswerft in Schlussdorf unternahmen. Zur Stärkung gab es abends für alle ein deftiges und rustikales Essen im Gasthaus „Tietjen`s Hütte.

 

Lions-Jahr 1999 / 2000

Präsident: Horst Holsten

 

Höhepunkt des Lionsjahres war die Charterfeier zum 20-jährigen Bestehen unseres Clubs. Im ehrwürdigen Festsaal des Ottersberger Amtshofs wurde der Festtag mit vielen Gästen, u.a. DG Horst Fiedler, begangen. Festredner Prof. Jürgen Timm von der Universität Bremen nahm den Jahrtausendwechsel zum Anlass, über “2000 - beginnt jetzt ein neues Zeitalter?“ zu referieren. Die Jubiläumsspende in Höhe von 7500 DM galt der „Klasse 2000“ und wurde von Projektleiterin Dr. Brigitte Müller-Kaulen in Empfang genommen.

Überhaupt: Klasse 2000 und Drogenprävention- und Rehabilitation waren vorrangige Themen in diesem Lionsjahr. Wir unterstützten externe Lehrkräfte in den Grundschulen im Flecken Ottersberg, damit sie in besonderen Unterrichtseinheiten den Schülerrinnen und Schülern die Gefahren von Suchtmitteln bekannt und bewusst machen. Daneben übernahm der Club die Kosten für ein Theaterprojekt in der Pyramide (in einem Ortsteil von Bassen), das zur Rehabilitation von Drogenabhängigen beitragen sollte.

Der Versuch, den Erbsensuppenverkauf bei Dodenhof - immer eine sichere und gute Spendeneinnahme - auch bei unseren Jumelage-Freunden in Harlow einzuführen, schlug allerdings fehl, die Geschmäcker auf der Insel sind eben anders als auf dem Festland. Auf dem Ottersberger Markt wurden neben dem Glücksspiel und der “Tea Time“ diesmal auch Klinkersteine in Löwenform angeboten, die wir zur Unterstützung einer Knochenmarkdatei in einer Leukämie-Station verkauften.

Den Damen unseres Clubs obliegt die Organisation des Teezelts, und sie helfen unsere englischen Freunde mit Teekochen und Abwaschen. Deshalb wurde ihnen die Hälfte der Einnahmen für Hilfsaktionen, die sie selbst bestimmen sollten, übergeben. Bei einem Kaffeetrinken in Fischerhude, zu dem der Präsident eingeladen hatte, wurde beschlossen, eine große Kiste mit Unterrichtsmaterial an eine Schule in Indonesien zu schicken.

Zwei neue Mitglieder konnten wir in diesem Jahr begrüßen: Hans-Dieter Windler und Dr.

Jürgen Siebels.

Die Amtsübergabe an den neuen Vorstand fand in Bremen statt. Nach einer Besichtigung der DGzRS (Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) wurde im Schnoor ausgiebig gefeiert. In seiner Abschiedsrede bedankte sich der scheidende Präsident bei allen Amtsträgern und Clubmitgliedern für ihre uneingeschränkte Hilfe und Unterstützung in diesem ereignisreichen Lionsjahr.

 

Lions-Jahr 2000 / 2001

Präsident: Siegfried Schulz

 

Die Übernahme der Präsidentschaft wurde mit einer Besichtigung der Zentrale der DGzRS und einem Festessen im Schnoor in Bremen gefeiert. Im Juli trafen wir uns erstmals im neuen Clublokal – Gasthaus „Berkelmann“ in Fischerhude.

Zwei neue Mitglieder – Manuel Windler im August 2000 und Uwe Büttner im Januar 2001 –wurden aufgenommen. Büttner übernahm aber bald eine andere Pfarrstelle und zog deshalb um in den Raum Hannover/Hildesheim, wo er einem dortigen Club angehört.

Im Mai 2001 mussten wir den Tod von Harold Tiktin – ein aktives Mitglied unseres

Partnerclubs Harlow - beklagen.

Größtes Ereignis nach dem Ottersberger Markt war ein mit dem LC Achim gemeinschaftlich organisiertes Konzert mit den „Tenders“ im Oktober 2000.

Gemeinsam mit einigen Lionsfreunden und unseren Damen nahm ich an der Charterfeier des LC Harlow im Oktober 2000 teil.

Intensiv engagierten wir uns in der Suchtprävention. Hier ist besonders der Einsatz unseres Lionsfreundes Dr. Berthold Röhlmann hervorzuheben. Das gilt auch für die Unterstützung des Programms „Klasse 2000“. Hier arbeiteten wir eng mit den Schulen in Ottersberg, Fischerhude und Sottrum zusammen.

Als Dankeschön des Präsidenten an unsere Damen, die immer aktiv am Ottersberger Markt teilnehmen, gab es einen Damenkaffee. Dabei wurde eine neue Damen-Activity gegründet, die aus dem Erlös des Teezeltes auf dem Markt finanziert wird.

Anstelle des alljährlichen Weihnachtsessens fand erstmalig im Januar 2001 ein Neujahrstreffen statt.

Zwei „Special Award Medals“ für herausragende Aktivitäten wurden mit Genehmigung des District Governors verliehen an Dr. Berthold Röhlmann (Drogenprävention) und Hermann Pape (Pressearbeit).

Zudem wurde eine Kreativgruppe zur Bewertung bestehender und möglicher neuer Aktivitäten eingesetzt. Ein erstes Ergebnis: Der Ottersberger Markt und der Erbsensuppenverkauf sollen nicht infrage gestellt werden.

Geplant wurden die Unterstützung der „Steinfelder Werkstätten“ und die Finanzierung eines Röntgengerätes als Zonenactivity für das Hospitalschiff „Anastasis“. Beide Projekte wurden im darauf folgenden Jahr verwirklicht.

 

Lions-Jahr 2001/2002

Präsident: Rüdiger Sehler

 

Im März 2007 verabschiedete sich Rüdiger Sehler von mir. Nach einer erfolgreichen, aber auch anstrengenden beruflichen Tätigkeit wollte er seinen Ruhestand genießen – mit seinem Motorrad nach Spanien fahren, um dort ein paar Monate auszuspannen. Sein Ziel erreichte er leider nicht. Es wurde ein Abschied für immer. Er wurde plötzlich vom Tod heimgesucht – und wir davon ebenso betrüblich überrascht. Nicht erst seit unserer Reisen nach Mostar unter schwierigen Bedingungen verband mich mit ihm eine ganz persönliche private Freundschaft. Von daher erlaube ich mir, für ihn diesen Bericht zu schreiben:

Am 30. Juni 2001 übernahm Rüdiger Sehler die Club-Präsidentschaft von Siegfried Schulz – in Jork im Alten Land, nach einer Rundfahrt durch eine Obstplantage und einem Besuch in einem Heimatmuseum. In seiner Antrittsrede ermunterte er uns, das Engagement wie bisher beizubehalten und bezog insbesondere die mitgestaltenden Damen mit ein.

In einem Gespräch mit mir erklärte Rüdiger einmal, von ihm seien in seinem Präsidentenjahr nicht allzu viele Aktivitäten zu erwarten. Das traf so überhaupt nicht zu, denn durch sein eigenes Handeln und mit Hilfe der Clubfreunde ist doch allerhand geschehen in diesem Jahr:

Die Drogenprävention lag ihm in besonderer Weise am Herzen. Er konnte gleich zu Anfang seiner Präsidentschaft feststellen, dass dank des großen Engagements von Dr. Berthold Röhlmann und von Sponsoren seit 1998 30 Klassen aus Ottersberg und Fischerhude an dem Projekt „Klasse 2000“ teilgenommen hatten. Weitere 15 in Posthausen und Sottrum sollten folgen.

Die Hauptaktivitäten des Clubs fanden schon im ersten Halbjahr statt:

- Im Rahmen einer Zonen-Activity und auf Empfehlung unserer Damen übergab unser Präsident in Bremen ein Röntgengerät für das vor Afrika verkehrende Hospitalschiff „Anastasis“ von Mercy Ships.

- Wir stellten eine von Siegfried Schulz konstruierte Ballwurfmaschine für

Veranstaltungen in den Dienst.

- Wir wirkten beim Domfest in Büchen zugunsten des Kinderhospizes Löwenherz mit,

wir verkauften anlässlich des Posthausener Erntefestes bei Dodenhof Kartoffelsuppe,

wir waren beim Victorian Fair in Harlow ebenso vertreten wie mit unseren englischen Freunden auf dem Ottersberger Markt.

- Dass wir einen guten „Riecher“ für die Auswahl von Referenten mit Perspektive haben, bewiesen wir am 11. September: Globalisierungskritiker Sven Giegold von Attac berichtete über den G8-Gipfel und die Vorstellungen seiner Vereinigung. Heute sitzt Giegold für die Grünen im Europaparlament. Leider wurde der Vortrag mit kritischem Meinungsaustausch überschattet von den Terrorereignissen in New York und Washington.

Aber auch im zweiten Halbjahr gab es neben dem Erbsensuppen-Verkauf bei Dodenhof einige Aktivitäten. Eine sei besonders hervorgehoben: Nach einer Initiative des vorherigen Präsidenten nahmen wir im April von Governor Horst Fiedler die korrigierte Charter-Urkunde entgegen: Danach liegt unser Clubort nicht mehr an der Wumme, sondern an der Wuemme. Anders kriegt die Lions-Zentrale in den USA die richtige deutsche Schreibweise nun doch

nicht hin.

Also: Es ist doch allerhand geschehen in Rüdigers Präsidentenjahr. Wir haben ihm sehr zu danken.

Verfasser:

Hermann Pape

 

Lions-Jahr 2002 / 2003

Präsident: Reinhard Hinsch

 

Mein Jahr als Präsident begann schon vor der Übergabe, die aus mir nicht mehr erinnerlichen Gründen erst im August stattfand. Clubmaster Uwe Mönnich hatte einen Besuch der Landesgartenschau in Rostrup organisiert und danach im Jagdhaus Eiben in Bad Zwischenahn den festlichen Rahmen gestaltet, wo Rüdiger Sehler mir die Nadel und den Löwen übergab.

Die erste Activity begann aber im Juni, einer Zeit, in der neue Lionspräsidenten sich üblicherweise auf die Sommerferien freuen und froh sind, dass der Ottersberger Markt noch weit weg ist. Es war die Zeit der großen Hochwasser an der der Elbe und ihrer Nebenflüsse, als Geert Mehlhop bei mir vorsprach und auf seine direkte Art meinte, da müsse man was unternehmen. Also unternahmen wir etwas: Der Club stellte in kurzer Zeit eine Spendenaktion für die Flutopfer auf die Beine. Die Resonanz übertraf unsere Erwartungen:

Wir konnten bis Ende September weit über 50.000 € dem Lionsclub in Grimma übergeben. Anfang September reisten wir mit einer kleinen Delegation zu unseren englischen Freunden, um uns an der Victorian Fair zu beteiligen. Im Gepäck hatten wir unsere Schokoladenwurfmaschine, deren Einsatz bei Kindern und Erwachsenen große Resonanz fand und auch finanziell ein Erfolg war.

Danach stand das Clubgeschehen wie immer ganz im Zeichen unseres Teezelts auf dem Ottersberger Markt. Die Vorbereitung war etwas mit Schwierigkeiten verbunden, da unser Activitybeauftragter Manuel Windler sein Amt aufgab. Alle gemeinsamen Versuche, ihn zum Bleiben zu bewegen, scheiterten. Die sonst im Klub so präzise praktizierte Planung unsere Hauptactivity gelang daher nicht so recht, alles lief eher improvisatorisch ab. Aber durch die Unterstützung aller, vor allem unserer Damen und unserer englischen Freunde, wurde das Ereignis selbst doch noch ein Erfolg. Mir fiel ein Stein vom Herzen.

Danach folgte aus "präsidialer" Sicht ein ruhiger Herbst. 2003 begann wie gewohnt mit dem Neujahrsessen und Horst Holstens plattdeutschen Geschichten, die wohltuend für die Lachmuskeln sind. Es ging weiter mit dem Treffen bei unseren Achimer Lionsfreunden und dem Erbsensuppenverkauf bei Dodenhof. Im März wurde dann der Frühling mit der jährlichen Pflege unserer Obstwiese begrüßt. Im Mai gab es dann für einige von uns ein ganz besonderes Ereignis. Der Lionsclub Grimma hatte alle Clubs, die sich für Hilfe nach der Flutkatastrophe engagiert hatten, zu einer Dankesfeier eingeladen. Wir lernten die Resultate unserer Spendenaktion kennen; es gab eine Riesenparty für mehrere hundert Lionsfreunde.

Dann war das Lionsjahr auch schon zu Ende und ich konnte Anfang Juli Kurt Blocher den Löwen überreichen.

Nicht zu vergessen sind natürlich unsere Club- und Hausabende, die eine Fülle von lokalen und globalen Themen zu bieten hatten. Wir hörten Vorträge über Probleme und Chancen der Globalisierung und über die Geschichte unserer Region. Horst Holsten diskutierte mit uns den Begriff "Heimat", Peter Lünzmann stellte uns seine Otterstedter Chronik vor, und wir erfuhren Wissenswertes über die Parks und Gärten in Bremen. Wir erhielten Einblick in die Missionarstätigkeit in Afrika, und Uwe Büttner brachte uns die Pastorenarbeit in unseren Gefilden nahe. Rolf Henke und Uwe Voß stellten uns Arbeit und Probleme ihrer Unternehmen vor, und wir konnten auch bei Dodenhof hinter die Kulissen schauen. Wir lernten die Radiästhesie (wissenschaftliches Wünschelrutengängertum) kennen, konnten am Leben auf einem U-Boot teilnehmen, und Friedrich Köper nahm uns mit auf eine Reise nachVietnam.

Zu berichten ist noch: Uwe Büttner zog aus beruflichen Gründen nach Hannover, und Wolfgang Götz kehrte nach einem Intermezzo bei einem Bremer Lionsclub zu uns zurück.

 

Lions-Jahr 2003 / 2004

Präsident: Kurt Blocher

 

Meine Amtsübergabe begann am 5. Juli im Hause „Vilsa“ in Bruchhausen-Vilsen mit einer Betriebsbesichtigung. Danach ging es mit der historischen Eisenbahn durch die „Niedersächsische Schweiz“ nach Asendorf. Nach Kaffee und Kuchen im „Forsthaus Heiligenberg“ machten wir eine Wanderung über die Wallanlagen zu einer Wassermühle, wo wir die Herstellung von handgeschöpftem Papier erlebten. Nach leckerem Abendessen folgte die Präsidentenübergabe von Reinhard Hinsch an mich. Mein Motto für das neue Lions-Jahr war: „Kontinuität sichern, Freundschaft vertiefen“. So waren in meinem Lions-Jahr die schon traditionellen Activities Erbensuppe Dodenhof, Ottersberger Markt und Teilnahme von Lionsfreunden an der Victoria Fair in Harlow bestimmende Elemente.

Schon am 8. Juli ermöglichte Horst Holsten dem Club ein einmaliges, Zeitgeschichte schreibendes Ereignis. Wir durften das erleben, was wenige Tage zuvor Gerhard Schröder zuteil wurde. Im Astrium/Airbus-Werk gab es die fast fertiggestellte ISS-Raumstation zu besichtigen. Dank Horsts Stellung als Vice-President kamen wir in den Genuss der absoluten VIPs: Wir durften nicht nur das öffentlich zugängliche Modell inspizieren, sondern das Original. So tummelten sich die Lionsfreunde mit ihren Damen in „Raumanzügen“ in den Hallen. Ein Vortrag über die internationale Raumfahrtkooperation gab Einblick in eine technische Welt, die für die meisten von uns mehr Rätsel als Wissen beinhaltet.

Beim Hausabend im Juli erhielt ich für meinen Vorschlag, die Präsidentenübergabe und den Neujahrsempfang zu festen Daten durchzuführen, 100 Prozent Zustimmung. Der Neujahrsempfang ist immer am 2. Samstag im Januar;die Präsidentenübergabe am letzten Samstag im Juni.

Eine zur Nachahmung empfohlene Geste durfte ich würdigen. Ralf-Peter und Inge Piethold verzichteten anlässlich ihrer Geburtstage auf Geschenke, sie spendeten dafür 1.200 € an den Parzivalhof. Ich durfte den Dankesbrief vorlesen. An Inge und Ralf-Peter: Alle Achtung und Danke!

Dass wir Lions auch hoch hinaus können, ermöglichte uns Uwe Mönnich mit dem Besuch des Bremer Fallturms. Der 1990 erbaute 146 Meter hohe Turm hat mit mehr als 3.000 Versuchen der Wissenschaft neue Erkenntnisse geliefert.

Spannende Vorträge bestimmten unsere Clubabende, und nicht weniger spannend gestalteten sich Hausabende: So wurde aus Bertholds Hausabend ein Tierklinikabend. Und auf Jochen Buttkes Hausabend war der letzte Kapitän des atomgetriebenen Forschungsschiffs „Otto Hahn“ Referent. Unsere Lions mit Damen lernten den Bremer Bürgerpark kennen, und Uwe Voß stellte seinen Betrieb vor. Am 7. September starteten die „Reiselustigen“ zur Victoria Fair nach Harlow. Zudem war der Markt mit dem Teezelt wieder ein Erfolg.

Jürgen Siebels verlegte seinen Hausabend in die Klinik „Links der Weser“, wo er mit Partnern das weit bekannte elektrophysiologische Katheter-Labor betreibt. Raumfahrtähnliche Geräte und Computer beeindruckten, und fast andächtig verfolgten wir, was heute zur Heilung von Herz-Rhythmus-Störungen alles möglich ist.

So verging das Lionsjahr im Fluge. Zwei Zonensitzungen in Sulingen und Nienburg gehörten zum Prozedere. Auch die elektronische Kommunikation ist bei den Lions angekommen. Die totale Organisation über E-Mail klappt jetzt, und jeder Club muss einen Webmaster benennen.

Mit der Amtsübergabe an Werner Kühnemann endete mein spannendes und lehrreiches Lionsjahr. Es war von Freundschaft, Hilfsbereitschaft und fairem Umgang gezeichnet.

 

Lionsjahr 2004 / 2005

Präsident: Werner Kühnemann

 

Für mich war es ein interessantes Jahr mit vielen positiven Erinnerungen, aber auch rückblickend mit Erfahrungen, die einfach dazu gehören, wenn man Erster unter Gleichen einer Vereinigung von höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten ist. Ich erinnere mich an viele aufschlussreiche Gespräche innerhalb unseres Clubs und außerhalb in der Lionsgemeinde (Zonensitzungen, Districtversammlungen etc.) So wurde in meinem Präsidentenjahr die Zonensitzung in unserem Clublokal abgehalten. Namhafte Vertreter des Parzivalhofes stellten ihre Einrichtung vor, und so konnte die Zonenactivity 2004/05 vom LC Ottersberg-Wümme zu Gunsten des Neubaus der Gärtnerei des 'Weidenhofes' gestaltet werden. Die Übergabe der üppigen Spende war sicher ein Höhepunkt für mich als Präsident.

Die Unbekümmert- und gleichzeitige Offenheit der Heimbewohner hat mir imponiert. Wie fast in jedem Jahr haben wir uns Gedanken über alte und neue Activities gemacht. Einiges wurde umgesetzt, aber andere wohlgemeinte Vorschläge blieben außen vor. So wurde leider die Teilnahme am Fischerhuder Weihnachtsmarkt abgesagt und bis heute nicht wieder aufgegriffen. Dafür waren wir auf dem Ottersberger Frühlingszauber aktiv. Hervorzuheben ist der Besuch des Hospitalschiffes „Anastasis“ in Cuxhaven mit unseren englischen Freunden aus Harlow während ihres Besuches anlässlich des Ottersberger Herbtsmarktes. Es war sehr beeindruckend und beklemmend zugleich; die Bilder und Eindrücke von unbeschreiblichen Zuständen in einigen Ländern Afrikas zeigen, wie „lächerlich“ teilweise unsere Sorgen und Nöte sind.

Der Auftritt des Vorsitzenden der Geschäftsführung des SV Werder Bremen, Jürgen Born, bei unserem Clubabend im Oktober war neben dem Clubabend im Dezember im Hause des Unternehmers Egon Harms in dessen Anwesen in Kirchseelte ein Höhepunkt im Clubleben 2004/05. Wann kann man schon - wie auf dem Hausabend von Dieter Dorn am 28. September passiert - einen leibhaftigen Bürgermeister aus Benin (Afrika) begrüßen? Anlässlich des Neujahrsessen konnte ich am 8. Januar mit der Ehrung der Gründungsmitglieder Kurt Blocher, Horst Cordes, Dieter Dorn, Günter Jaeckert, Friedrich Köper und Herbert Lapp das '25. Charterjahr' einläuten.

Neben der Zonenactivity kam es zu diversen Spendenübergaben (Hospizhilfe, Jugendhaus Ottersberg etc.). Außerdem wurde die Tsunami-Hilfe mit nennenswerten Beträgen unterstützt. Das Pressegespräch zur Amtsübergabe wurde genutzt, um unseren Club und unser 'Tun' der Öffentlichkeit näher zu bringen. In meinem Präsidentjahr kam es zu keinen Neuaufnahmen, obwohl einige Gespräche geführt wurden; es waren aber auch keine Austritte zu verzeichnen. Lediglich Uwe Büttner wurde aufgrund seines Wohnsitzwechsels an den LC Hildesheim- Rose 'abgegeben'.

 

Lionsjahr 2005 / 2006

Präsident: Uwe Voß

 

Ich war in der Zeit vom 1. Juli 2005 bis zum 30. Juni 2006 Präsident des Lions Clubs Ottersberg-Wümme. Mein Leitspruch für dieses Jahr lautete: ‚Wenn wir anderen etwas Gutes tun, tun wir auch uns etwas Gutes’. Insgesamt hatte ich mir vorgenommen, mein Amtsjahr wie eine Bootsfahrt zu gestalten: Es sollte keine Bootsfahrt über den Atlantischen Ozean werden (denn es sollte ja keiner über Bord gehen!), aber auch keine Paddelei auf dem Zwischenahner Meer. Wichtig war mir vor allem, dass jüngere pullfreudige Matrosen zu uns an Bord kommen. Umso mehr freue ich mich, dass es mir gemeinsam mit Geert Melhop gelungen ist, Stefan Holsten und seine Frau Anja für unseren Club zu begeistern. Außerdem wollte ich mal was Neues wagen bzw. um im Bild zu bleiben: neue Häfen anlaufen, ohne die ‚alten’ auszulassen. So ist es mir während meiner Präsidentschaft gelungen, eine neue und inzwischen fest institutionalisierte Activity ins Leben zu rufen: den Bücherflohmarkt. Mit dieser Acitivity können sich viele Clubmitglieder identifizieren.

Beachtlich war für mich, wie wir es innerhalb kürzester Zeit geschafft haben, über 10.000 Bücher zu sammeln. Fast jeder hat aus seinen eigenen Beständen etwas dazu beigesteuert, Freunde zum Bücherspenden angeregt, und der Aufruf in der Zeitung nahm ungeahnte Dimensionen an. Ich war schon kurz davor, meine Holzhandlung in eine Buchhandlung umzuwandeln. Mit dem ‚Adventskalender’ konnten wir unter Federführung des damaligen VP Dr. B. Röhlmann eine weitere neue Activity auf den Weg bringen. Neue Wege wollte ich noch in anderer Hinsicht beschreiten: Ich war damals von der Idee besessen, dass vegetarische Kost der ‚Mannschaft’ gut tun würde. Die Essensumstellung überzeugte aber nicht so richtig. Hier musste ich zurückrudern.

Im Großen und Ganzen hat mir mein Jahr als Lions-Steuermann Spaß gemacht. Immer wieder war ich vom guten Gruppenzusammenhalt und der enormen Kreativität der Clubmitglieder überrascht. In bleibender Erinnerung ist mir geblieben, wie unsere Damen wegen des Mangels an original englischen Ladies in unserem Lions-Teezelt auf dem Ottersberger Markt sofort einsprangen, um als ‚Gladies’, ‚Brit’ und ‚Daisy’ tea und scones zu servieren.

Zu mir möchte ich noch sagen, dass ich ein eher sparsamer Präsident war. In meinem Amtsjahr wurden das Frauen- und Kinderschutzhaus in Diepholz und die Schülerfirma in Achim mit einer Spende bedacht. Für meinen Nachfolger Berthold Röhlmann taten sich dadurch ungeahnte Chancen auf.

 

Lions-Jahr 2006 / 2007

Präsident: Dr. Berthold Röhlmann

 

Nach einer erfolgreichen und sehr harmonischen Activity auf dem Ottersberger Markt mit unseren englischen Freunden und unseren Damen brachte der September mit der Aufnahme von Sven Janssen als Clubmitglied einen tollen Einstieg ins Amtsjahr. Vorträge über den Heimatverein Sottrum, die Wissenschaft Bionik und die Entwicklung in der Freien Hansestadt Bremen, vorgetragen von Finanzsenator Dr. Nußbaum, lassen erahnen, aus welch breit gefächerten Bereichen uns Anregungen und Denkanstöße zuteil wurden. Abgerundet wurde diese Vielfalt durch die Autorenlesung von Bürgermeister a.D. Dr. Henning Scherf über das Zusammenleben im Alter, die Besichtigung des Sägewerkes Holtmeyer in Narthauen, des Ottersberger Rathauses samt E-Werk sowie der Beck´s Brauerei in Bremen. Hierbei wurden wir jeweils von unseren netten Damen begleitet, was den ungehemmten Genuss von frischem Gerstensaft von vornherein einschränkte.

Die von mir initiierte Activity des Entwurfs und Verkaufs eines Adventskalenders zusammen mit den befreundeten Clubs aus Achim und Verden erwies sich besonders im 1. Erscheinungsjahr als sehr arbeitsintensiv. Umso erfreulicher war der erfolgreiche Abschluss des Projektes und das hohe Engagement vieler Lionsfreunde, besonders von Ralf-Peter, Geert und Siegfried. Vom Erfolg beschwingt startete unser Team ins neue Jahr und organisierte nach dem Bücherflohmarkt in Posthausen bei Dodenhof einen weiteren auf dem Firmengelände von Uwe Voß in Oyten.

Als Rolf Henke den Club aus persönlichen Gründen verließ, waren wir traurig. Der plötzliche Tod von Rüdiger Sehler während seiner Urlaubsreise in Spanien versetzte uns einen tiefen Schock.

So wechselhaft wie das Leben war auch mein Präsidentenjahr. Es überwog das Schöne und das Interessante, wie der Bericht unseres Delegierten Uwe Mönnich von der World Convention in Chicago. Unser Club konnte im Lions-Sinn „We serve“ Kindern und Jugendlichen in Ottersberg, Sottrum und Nicaragua helfen. Wir unterstützten die Suppenküche in Bremen und den Seniorentreff in Ottersberg. Daneben förderten wir die Lebenshilfe Verden und die internationalen Projekte Sight First und das Wasserprojekt Sodis in Afrika.

Als Erinnerung und Dank an ein schönes und bewegtes Präsidentenjahr steht vor dem Ottersberger Rathaus eine Lions-Buche und erfreut sich ihres Lebens.

 

Lionsjahr 2007 / 2008

Präsident: Uwe Mönnich

 

Die Präsidentenübergabe von Berthold auf mich erfolgte am 23. Juli 2007 in Heitmanns urig-rustikalem Heuhotel in Armsen bei Kirchlinteln. Es gab Spargel satt mit leckerem Schinken, würzigen Schnitzeln sowie viele andere Köstlichkeiten und alles zu äußerst zivilen Preisen. Die Feierlichkeiten verliefen harmonisch und lustig. Daran konnte auch die Tatsache, dass das Lions-Maskottchen, unser Löwe, zeitweise verschwunden war, nichts ändern. Der Lions-Freund, der das arme Stofftier versteckt hatte, outete sich anschließend als Entführer und gab den Löwen reumütig dem erleichterten frisch gebackenen Präsidenten zurück.

Anfang Juli 2007 durfte ich als Delegierter unseres Clubs ein besonderes Highlight genießen, nämlich die Teilnahme an der 90. Lions World Convention in Chicago mit der Wahl von Eberhard J. Wirfs aus Deutschland zum 2. Vize-Weltpräsidenten. Damit hat die internationale Lions-Organisation 2009/2010 erstmalig einen deutschen International President. Die gut organisierten Lions-Veranstaltungen bei der 90. World Convention waren wirklich sehenswert.

Nach diesem außergewöhnlichen Ausflug begann meine eigentliche Arbeit als Club- Präsident. Die Organisation des Ottersberger Marktes stand an. Ich erlebte, mit wieviel Freude, enormem Engagement und Ideenreichtum die Lions-Freunde unseres Clubs und auch unsere Damen sich bei der Vorbereitung und Umsetzung unserer umfangreichen Activity einsetzten. Als Ergebnis bleibt festzuhalten: Alles lief "wie am Schnürchen", die Kasse war zum Schluss gut gefüllt. Hierzu hatten dankenswerterweise auch wieder unsere Freunde vom Lions-Club Harlow mit dem Servieren von traditionellem englischen Cream Tea und Scones beigetragen. Auch der Verkauf unserer Tombola-Lose (wir waren vor Toreschluss leider

schon ausverkauft) klappte ausgezeichnet.

Ich war überrascht, wieviel Arbeit und umfangreiche Aufgaben ein Club-Präsident zu leisten hat; doch je länger ich mich der neuen Aufgabe stellte, umso besser wuchs ich in alles hinein und desto mehr machte mir das Präsidentenamt Freude. Dies lag aber auch an den vielen Hilfen, Ideen und Anregungen, die ich aus dem aus dem Club erhielt und besonders an Lob und Anerkennung, was mich verstärkt anspornte.

So fanden in meiner Amtszeit weitere interessante, schöne Activities und Begegnungen statt, an die ich mich gerne erinnere, wie z.B. die straff organisierte Lions-Distriktkonferenz bei Varel am 6. Oktober 2007, der Bücherflohmarkt am 20. Oktober bei Dodenhof, das lustige Kaffeesieren der Lions-Damen mit dem Präsidenten am 10. November, unsere Übergabe der gesammelten Brillengestelle (Hilfe für Bedürftige auf Haiti) an den Lions-Club Bremen-Hanse, die Organisation und der Verkauf unserer wichtigen Lions-Activity Adventskalender sowie mehrere informative Vorstandssitzungen und viele bereichernde Haus- und Clubabende mit den unterschiedlichsten Themen und Ideen.

Als besonderer Höhepunkt wurde am 11. Dezember 2007 Klaus Schomburg als neues Mitglied aufgenommen. Es war mir eine besondere Freude, ihn im Namen unseres Clubs willkommen zu heißen und ihm die Lions-Insignien zu überreichen.

Am 5. Januar 2008 erfolgte unser Club-interner Neujahrsempfang im Gasthof Fährhof in Sottrum. Dabei tranken wir auf das Wohl des neuen Erdenbürgers Julius Maximilian Tangemann, der am 1. Januar 2008 das Licht der Welt erblickt hatte.

Am 14. Januar 2008 fand der traditionelle gemeinsam Clubabend mit den Achimer Lions in deren Clublokal statt (leider mit nur geringer Präsenz unseres Clubs). Unser Verkauf der delikaten Buss-Erbsensuppe bei Dodenhof am 2. Februar 2008 brachte ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Am 8. April 2008 nahmen wir Stefan Bruns als neues Mitglied auf.

Die 2008er Lions-Distriktversammlung war wie gewohnt bestens organisiert und fand am 26. April 2008 in Oldenburg statt. Am 3. Mai 2008 beging der Lions-Club Goslar seine 50- jährige Charterfeier im festlichen Rahmen in der Kaiserpfalz. Ich nahm an der Veranstaltung im Namen unseres Clubs teil und überbrachte die Grüße und Glückwünsche. Am 31. Mai 2008 führten wir wieder einen Bücherflohmarkt bei Dodenhof durch. Wegen hochsommerlicher Temperaturen war das Interesse von potenzellen Kunden jedoch sehr gering, was sich auf unsere Einnahmen negativ auswirkte.

Getreu unserem Lions-Motto "We Serve" unterstützen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten hilfsbedürftige Menschen. So engagierten wir uns u. a. bei folgenden Projekten: Aufgrund Fischerhuder Kontakte halfen wir einem angehenden Studenten in Namibia im Rahmen einer Anschubfinanzierung mit 800 €, da er sonst mit dem Studium nicht hätte beginnen können. Außerdem spendeten wir der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen 1000 € für die Reparatur eines VW-Busses, der für regelmäßige Fahrten zum Krankenhaus für eine schwerkranke Frau dringend benötigt wurde. Weiterhin beschlossen unsere Lions-Damen, 750 €, die aus den Erträgen vom Teezelt auf dem Ottersberger Markt stammen und über deren Verwendung unsere Damen traditionell entscheiden, an das Kinderhospiz in Syke zu spenden.

Außerdem stellten wir 3000 € aus den Erträgen der Activity "Adventskalender 2007" bereit. Für diesen Betrag wurden bei der Firma Dodenhof Gutscheine erworben, die wir dem Landkreis Verden sowie der Pastorin in Sottrum als Hilfe für bedürftige Kinder und Familien aus der Region Ottersberg überreichten. Zusätzlich überwiesen wir 1120 € für die internationale Kampagne der „Hilfe für Augenkranke“ (Sight First) an das Hilfswerk der Deutschen Lions.

Gutes zu tun, bereitet Freude. In diesem Sinne und entsprechend unserem Lions-Motto werden wir uns auch weiterhin für Bedürftige einsetzen und im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen, mehr Menschlichkeit in unsere Zeit zu bringen.

Am 21. Juni 2008 fand die Präsidentenübergabe in Hamburg statt. Dazu hatten Hans-Dieter Windler und seine Frau Ingrid eine erstklassige Veranstaltung organisiert.

 

Lions-Jahr 2008 / 2009

Präsident: Hans-Dieter Windler

 

„Club-Löwe 'brüllt' ab sofort in Vorwerk.“ Das schrieben die Zeitungen im Juni 2008. Die Präsidentenübergabe führte uns am 21. Juni 2008 nach Hamburg. Zunächst haben wir uns die neu gestalteten Plätze im Bereich der HafenCity angesehen. Palmen aus Stahl mit einem schönen Ausblick auf die Elbe und den Hafen konnten wir mitten in St. Pauli im Antoni-Park genießen. Nach einer Teeverkostung im Samova fand die offizielle Präsidentenübergabe in der Oysterbar „RIVE“ statt. Der Leitsatz für die diese Fahrt und das Lions-Jahr 2008/2009: „Blicke - Perspektiven - Standorte“.

Eine Fülle von bewährten und neuen Aktivitäten prägte das Lions-Jahr 2008/2009: Schon vor dem Ottersberger Markt hatte der Präsident die Damen zu sich in den Garten eingeladen. Hier wurde darüber abgestimmt, für welchen Zweck der im Teezelt eingenommene Erlös gespendet werden soll. In diesem Jahr sollte die Spende im Ort bleiben, und so entschied man sich, den Schulverein Ottersberg zu unterstützen. Für die neuen Musikräume würden noch Instrumente (Klavier) benötigt werden. Nach dem Ottersberger Markt übergaben die Damen einen Scheck von 750 € an den Schulverein Ottersberg.

Seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem Lions Club Harlow in London und dem Lions Club Ottersberg, Dieses Jubiläum wurde anlässlich des Ottersberger Marktes in einer kleinen Feierstunde begangen. An den Begegnungen und am Einsatz auf dem Ottersberger Markt waren in den 20 Jahren 44 Lions-Freunde beteiligt. Die Namen der Freunde aus Harlow sind in einer Urkunde aufgeführt, die unseren Gästen übergeben wurde. Auch der Flecken Ottersberg, vertreten durch den Bürgermeister, übergab den Lions-Freunden aus Harlow eine Urkunde. Als Symbol der Freundschaft wurde auf unserer Obstbaumwiese in Eckstever ein „Friendshiptree“ (Glockenapfel) gepflanzt.

Mit dem Ottersberger Markt beginnt auch der Start für den Verkauf der Adventskalender. Erstmalig wurden im November, mit großem Erfolg, auch vor den Einkaufszentren in Ottersberg, Sottrum und Fischerhude Kalender verkauft. Die Adventskalender-Aktion brachte einen Reinerlös von 3.700 €. Die Diakoniestation Ottersberg/Oyten und die Diakoniestation Sottrum erhielten jeweils 1.850 €.

Auf einer Zonensitzung am 24.September 2008 in Stolzenau wurde entschieden, dass der Ottersberger Lions-Club im Jubiläumsjahr 2009 / 2010 die Zonenaktivität durchführen kann. Diese Spende wird an das Amani-Kinderdorf e.V. in Tansania gehen. Dieses Projekt wird von Judy und Jörg Eule aus Vorwerk ehrenamtlich mit betreut.

Am 1. Adventswochenende wurden anlässlich des Sottrumer Weihnachtsmarktes erstmalig in der St. Georg Kirche Bücher zu günstigen Preisen abgegeben. Ein Buch konnte für 1 bis 2 € erworben werden. Der Reinerlös von 1.000 € wurde für die Jugendarbeit gespendet.

Zum ersten „Neujahrs–Familienbrunch“ wurde am 11. Januar 2009 eingeladen. Gemeinsam mit den Kindern wurde in lockerer Atmosphäre im China-Restaurant in Ottersberg an einem reichlichen Buffet gespeist und auf die erste Hälfte des Jahres mit den Lions–Activities zurückgeblickt.

Nachbarn helfen Nachbarn: Für die Besitzer eines einsturzgefährdeten Hauses im Pottmoor 6a in Ottersberg wurde ein Betrag von 2.000,00 € für den Wiederaufbau gespendet. Im Februar hatte der Lions Club zum Erbsensuppeessen bei Dodenhof eingeladen. Der Verkauf der Outdoor–Erbsensuppe ist eine bewährte Activity. Der Erlös kam Bedürftigen in der Region zugute. Nach Jahren der Stagnation waren wir diesmal restlos ausverkauft.

Die letzte Activity in meinem Amtsjahr fand anlässlich der Gewerbeschau im Gewerbepark inOyten am 26. April auf dem Firmengelände von Uwe Voss statt. Unser Bücherflohmarkt erbrachte einen Erlös von 682,90 €.

 

Lions-Jahr 2009 / 2010

Präsident: Geert Mehlhop

 

Das neue Jahr begann wie immer mit der Päsidenten-Übergabe. Wir haben eine Besichtigungstour durch das Aller-Leine-Land unternommen und erlebten den offiziellen Teil im „Heide-Kröpke“ in Ostenholzer Moor.

Neben den traditionellen Activities (das Teezelt fand in diesem Jahr ohne Beteiligung aus Harlow statt) führten wir eine Brillen-Sammlung für Haiti durch. Mehr als 10.000 Brillen konnten den Bremer Lions-Freunden zur weiteren Verwendung übergeben werden. Neben Soforthilfen für hiesige bedürftige Personen und Familien unterstützten wir zwei bedürftige Familien in Ruanda durch die Spende von zwei Milchkühen. 1.000 Euro gaben wir als Soforthilfe für die Opfer des Erdbebens auf Haiti.

Im Mittelpunkt stand jedoch unser 30-jähriges Charter-Jubiläum, das wir am 6. Februar 2010 im Rahmen eines Festaktes mit insgesamt 120 Personen im Rathaus Ottersberg feierten. Unser Festredner und Lions-Freund David McAllister sprach zum Thema „Die Bedeutung des Ehrenamtes in der heutigen Gesellschaft“. Den Abend verbrachten wir mit einem festlichen Essen im Kreise der Clubmitglieder und unseren Frauen sowie den Gästen aus Harlow im Heimathaus Sottrum. Es war ein gelungenes Jubiläums-Programm, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Anlässlich dieses Jubiläums konnten wir den NABU mit einer Geldspende von 5.000 Euro für den Ankauf der „Ottersberger Düne“ sowie den Kulturverein Rektorhaus Ottersberg mit 3.000 Euro für die Fertigstellung der Ottersberger Chronik unterstützen. Die diesjährige Zone-Activity wurde von unserem Club ausgerichtet. Mit 15.000 Euro konnten wir das Amani-Kinderdorf in Tansania für den Ausbau weiterer Wohneinrichtungen für Aids-Waisen-Kinder begleiten.

Als neue Clubmitglieder begrüßten wir Werner Windeler aus Fischerhude und Hans-Jürgen Krahn aus Sottrum.

 

Lions-Jahr 2010 / 2011

Präsident: Hermann Pape

 

 

Lions-Jahr 2011 / 2012

Präsident: Horst Cordes

 

Ich habe von meinem Vorgänger Hermann Pape einen intakten Club übernommen. Im Juli erhielten wir eine Spende vom Gymnasium Ottersberg für die Japanhilfe im Werte von € 1.827,00. Diesen Betrag haben wir auf € 2.500,00 erhöht und über die Lions-Organisation nach Japan weitergeleitet.

Auch in diesem Lionsjahr haben wir wieder durch verschiedene Aktionen Beträge eingenommen, die wir gemäß unserem Lions-Motto „we serve“ weitergeleitet haben.

Insgesamt sind rund € 18.000,00 gezahlt worden, von denen ich die wichtigsten nenne:

  • Ostafrikahilfe € 6.000,00, in diesem Betrag sind € 670,00 aus einer Geburtstagsfeier enthalten
  • Gymnasium Ottersberg Bläserklasse € 3.000,00, darin enthalten der Betrag, den die Lionessen im Teezelt erarbeitet haben
  • Japanhilfe € 2.500,00
  • die St. Georg-Stiftung Sottrum bekam € 1.750,00 aus dem Bücherflohmarkt in der Sottrumer Kirche
  • Eine Familie erhielt nach Verlust ihrer Wohnungseinrichtung durch Feuer € 1.650,00
  • kleinere Beträge gingen an Plan International, Kempowski-Stiftung usw.

Weitere Activities:

  • Ottersberger Markt – Massenandrang, Kaiserwetter, Start Verkauf Adventskalender, und aus Harlow durften wir wieder Ronny und Dennis begrüssen, ferner unsere Freunde Denise und Jim
  • Bücherflohmarkt St. Georg Kirche Sottrum
  • Dodenhof Erbsensuppe
  • beratende Hilfe für Schüler in Sottrum
  • den sieben Kindergärten im Flecken Ottersberg wurde je ein Insektenhotel aufgestellt
  • mit 25 Otterstedter Senioren machten wir eine Besichtigung des Senders Radio Bremen
  • wir hatten Besuch der Lions-Damen vom Lions-Club Christina Regina aus Verden
  • mit den Achimer LF trafen wir uns zum 20. Mal.

Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden, dass der neue Präsident unsere Damen zum Kaffee bittet. Dieses Mal waren wir vorher auf dem Jüdischen Friedhof (Haus der Ewigkeit), eines der ältesten Kulturgüter des Flecken Ottersberg, und trafen uns danach zu einer gemütlichen Runde im Cafe im Atelierhaus. Hiermit ist auch der Dank für die Mithilfe unserer Damen im Club verbunden.

Für das Lions-Hilfswerk unseres Clubs wurden zum 1. Juli 2012 Marcus Tangemann und Thorsten Klarmann als Nachfolger für Geert Mehlhop und Horst Cordes gewählt.

Uwe Mönnich hat unseren Club aus persönlichen Gründen verlassen.

Der zottelig gewordene Symbollöwe ist in Rente gegangen, und ich übergab meinem Nachfolger Jochen Buttke einen kleinen Löwen für seinen Schreibtisch, damit er Lions immer vor Augen hat.

 

Lions-Jahr 2012 / 2013

Präsident: Joachim Buttke

Ein ereignisreiches Jahr, das seinen Beginn mit der Fahrt anlässlich der Übergabe des Präsidentenamtes hatte; Ziel war an diesem herrlichen Sommertag einmal mehr Hamburg.

Und da ich gerne reise, fand mein erster offizieller Besuch auch in Harlow bei den Freunden unseres englischen Partnerclubs statt. Besonders habe ich mich gefreut, dass ich meinem Freund und Präsidentenkollegen Terry mit vielen Grüßen der Lions aus Ottersberg eine Unterstützung für deren Paralympics-Projekt überreichen durfte.

Die nächste Aufgabe war eine Vielzahl von Besuchen bei den Kindergärten in der Region, denn die Kinder hatten alle die neuen Insektenhotels, die unter der Leitung meines Vorgängers aufgebaut worden waren, nach den Sommerferien bestückt und „in Betrieb genommen“. So viele Geschichten der Kinder rund um ihre Abenteuer in den Kindergärten, ich hätte gerne noch länger zugehört.

In Ottersberg nahm die Idee einer Initiative, einen Bolzplatz als Begegnungsstätte für Jugendliche zu schaffen, Gestalt an. Wir Lions haben lange überlegt, wie wir das Vorhaben unterstützen wollen. Eine organisatorische und praktische Mitarbeit wurde abgelehnt, jedoch die Verwaltung der finanziellen Belange dieses Projektes übernommen. Entscheidungen, die bei weitem nicht einstimmig getroffen wurden und bis zum Ende der Aktion den Club und seine Mitglieder auf eine harte Belastungsprobe gestellt haben.

Im Herbst beginnt auch die Zeit der großen Aktivitäten unseres Clubs, und es gab einige Änderungen in diesem Jahr.

So hatten wir die Freude, zum ersten Mal auf dem Ottersberger Markt, der vom Activity-beauftragten und seinen vielen Helfern wieder gewohnt gut organisiert war, einen künstlerischen Act zu präsentieren und zu genießen: Die Kinder der Bläserklasse des Gymnasium Ottersberg gaben ein Konzert und bedankten sich damit für unsere Spende, die neben Zuschüssen anderer Sponsoren die Ausstattung der Musiker mit Instrumenten gesichert hatte.

Weihnachten konnte dann auch kommen, denn der Sottrumer Bücherflohmarkt war gewohnt erfolgreich über die Bühne gegangen, und wir hatten auch in diesem Jahr alle unsere Adventskalender dank der vielen Verkäufer aus unseren Reihen pünktlich zu Beginn der Adventszeit an den Mann, die Frau und die Kinder gebracht.

Aber nicht alle Activities sind für immer, so fand in meinem Jahr das erste Mal kein Erbsensuppenverkauf statt. Die Modernisierungen auf dem Gelände unseres Sponsors in Posthausen hatten für unseren angestammten Standort eine andere Nutzung gebracht, und wir hatten über die Jahre festgestellt, dass wir mit Erbsensuppe inmitten der kulinarischen Vielfalt auf dem Dodenhofgelände den Geschmack unserer Besucher nicht mehr getroffen haben. So haben wir uns schweren Herzens entschlossen, diese Fundraising-Aktion zu beenden.

Schön ist es dann, wenn man gleich eine neue Möglichkeit hat, Gelder für diejenigen einzuwerben, die Hilfe benötigen: Die Gruppe Fischerhude von terre des hommes hat seit 20 Jahren einen Buchmarkt betrieben und suchte nun, da die Mitglieder der Gruppe gemeinsam alt geworden sind, eine andere Organisation, die den traditionellen Markt weiterführt.

Nach langen und sehr kontroversen Diskussionen haben wir uns entschlossen, die Möglichkeit zu nutzen und hatten im März mit der Unterstützung von tdh einen sehr erfolgreichen Büchermarkt und für Lions eine neue Activity.

Das Jahr war eigentlich vorbei und auch für den diesjährigen Präsidenten ein erfolgreiches, da erreichte uns am 21. April die Nachricht, dass unser langjähriger und sehr verehrter Lionsfreund Horst Holsten plötzlich und unerwartet gestorben war, das Schicksal hatte ihn mitten aus einem engagierten und erfüllten Leben gerissen. Die Trauer war tief, der Abschied schwer.

 

Ein ereignisreiches Jahr, fürwahr.

 

Lions-Jahr 2013 / 2014

Präsident: Hans-Jürgen Krahn

 

 

 

 

Lions-Jahr 2014 / 2015

Präsident: Klaus Schomburg