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Monatskolume

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Redakteur: Heiner Spieß                          

 

 

 

Was bringt uns der Juni 2020?

Auf zu neuen Erfahrungen!

Wieder empfängt uns ein tiefblauer Himmel ohne Kondensstreifen und läßt manchen von uns staunen und hoffen, daß alles langsam besser wird... (Mich als bekennender Flugzeugnarr umweht angesichts eines Himmels ohne Flugzeuge eine leichte Wehmut.) Und bei diesen Gefühlen kommt mir ein anderer wehmütiger Augenblick in den Sinn: Freitag, der 15.6.20 Abfahrt zur Lionsreise nach Marburg! Ja, lieber Berthold, danke für Deine und Sabines umfangreiche Vorbereitungen,  in die  Du uns ja mit „Das wär´s gewesen...“ einen Einblick und damit die  Möglichkeit zur einer Phantasie-Reise gegeben hast! Aber ein Ende dieser Unsicherheiten ist nicht in Sicht, wenn ich mal von der Clubübergabe an Ralf absehe, der die Last dann weiter tragen muß...

Kopf hoch, am Dienstag, den 2.6. stehen für Viele von uns ganz neue Begegnungs- und  Erfahrungsmöglichkeiten bevor, wenn unser Präsident und seine Helfer uns einladen:

                                                

Go  to  meeting !

Vielleicht sollte es lieber heißen:  Freunde,  laßt  uns uns um 19 Uhr Treffen ! Oder vielleicht in ordentlichem Deutsch: 

 Treffpunkt  19  Uhr  vorm Computer !

Springen wir mit auf den Zug und lassen uns überraschen, was uns im virtuellen Clubzimmer

erwartet! Vielleicht eine neue Möglichkeit sehr schneller, direkter Kommunikation... oder auch Enttäuschungen, die nicht ausgeschlossen sind oder gar Ablehnung nach dem Motto

Kenne mer nit , bruche mer nit , fott domet!

(Artikel 6,... ihr wißt schon wovon)

Die Club-Reise  konnten wir nicht virtuell zusammen machen, aber einen virtuellen Club-Abend...

warum nicht?  Und  vielleicht lohnt es sich doch, mal unsere Lions-Freunde/innen im Videoformat kennenzulernen? Das  frage ich mich jetzt auch als eigentlich notorischer Internet-Muffel! Ich fand meine Erfahrungen mit Online-Therapiestunden allerdings nicht so hilfreich und habe sie wieder abgebrochen. Doch bei unserem Treffen geht es ja auch nicht um eine Sonderform von Gruppentherapie sondern um eine Art Wiedersehen! Was spricht in Corona-Zeiten dagegen, zumal wir uns dabei ja mal wieder  „richtig“ nahe kommen und uns in aller Ruhe genauestens betrachten können? Aber mit unserem Bedürfnis nach auch körperlicher Nähe oder gar Berührung möchte ich nicht spaßen! Das ist längerfristig einfach nicht zu ersetzen!

Trotzdem: auf zu neuen Erfahrungen!

                                                            Euer Heinrich

 

 

 

 

Was bringt uns der Mai 2020?

 

 

 

Alles neu macht der Mai!?“

 

 

Das Clubleben scheint zu ruhen – bis auf die rührigen Aktivitäten des Vorstands und … da ist doch noch eine sehr aktive, z. Zt. besonders kämpferische Truppe im Club:

Unsere Whats App Damen haben ein neues Thema abseits von Covid 19 gefunden: Der Kampf gegen den Buchsbaum-Zünsler, (übrigens auch so ein aus fernöstlichen Breiten eingewandertes Wesen), das unsere prächtigen Gartenlandschaften mit ihren bestaunenswerten Buchsbaum-Hecken und Skulpturen bedroht!!!

Da können wir endlich mal was anderes tun, als Masken aufzusetzen und auf Abstand zu achten! Ran an den Feind! Ich bin diesmal auch dabei und habe vor ein paar Tagen in 1.5 Std von 2 prächtigen Büschen ca. 40-50 von diesen poussierlichen kleinen Tieren eingefangen. Sie hatten sich gerade aus ihrer Verpuppung im unteren Teil der Büsche befreit (ich habe noch nachgeholfen) und waren auf den Weg zur Sonne und zu den saftigen, grünen Buchsbaum-Trieben im oberen Teil der Büsche (das kann man doch wohl verstehen!) - direkt in ihr Verderben! Aber was tun mit ihnen?

Sie klettern ja aus jedem Marmeladenglas in Windeseile wieder heraus! Und vergiften kommt bei mir natürlich nicht in Frage! Und ich bin auch kein Typ Rüdiger Nehrberg, der sie mit Freude gegrillt hätte...Schließlich, ich mag es kaum sagen, habe ich sie nach ihrem mühsamen Aufstieg einem erfrischenden Bad ausgesetzt, was sie leider nicht überlebt haben. Damit bin ich mit meinem Erlebnisbericht am Ende – und warte jetzt mit bangem Zittern auf die Unterlassungsklage gegen solche Erfrischungsangebote von der gerade gegründeten Bürgerinitiative für das Lebensrecht der Zünsler. Wenn das man gut geht...!!!

Wenn die Buchsbäume und -hecken schließlich doch kahl gefressen sind, hilft vielleicht wieder ein fragender Blick nach Köln :

 

Was fott es es fott.

Nix bliev wie es wor.

 

Das sehen die Whats App Damen anscheinend auch gelassener und beginnen sich auf die Produktion von Masken zu konzentrieren!

Damit entlasse ich Euch, liebe Lions-Freunde/innen, in den Mai, der vieles neu macht, aber anders als gewohnt. Achtet auf Euch und Eure Mitmenschen und bleibt gesund und optimistisch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was bringt uns der April 2020?

 

April, April, der weiß nicht was er will!“

 

 

 

Das Thema „berühren oder nicht berühren“ ist dem Thema „Schutzmaske/Handschuhe tragen und/oder 10 x täglich die Hände waschen“ gewichen... Ich bin verwirrt, wenn ich meine vom vielen Händewaschen schon rissigen Handflächen betrachte, die vielleicht für Viren und Bakterien besonders gute Verstecke anbieten? Oder sind diese Widersprüche und Ungewißheiten nur Auswüchse unserer zu „freien Gesellschaft“?

Oder nur Ausdruck von „April! April!“?

Jetzt können wir nur chatten (wenn wir uns nicht mal zufällig auf der Straße begegnen) und verlegen unsere Club-Kommunikation in den LC Porta Online Chatclub und sogar  unseren monatlichen Clubabend und die Vorstands-Kommunikation in GotoMeeting, was mir und anderen sicherlich Zugang zu neuen, unbekannten Sphären vermitteln könnte.

Aber in den Wohnungen und Häusern funktioniert so was alles nicht so gut, da wird entweder sehr direkt kommuniziert oder es herrscht Stilles Heim. Dann gibt es kein Entrinnen vor den Beziehungskonflikten: wir müssen miteinander auskommen, die Unterschiedlichkeiten der Lebenspartner müssen spätestens jetzt anerkannt, bearbeitet und möglichst akzeptiert werden, weil sonst die Gegensätze zu sehr aufeinander prallen...Oder übertreibt  hier nur der Psychotherapeut?

Ich glaube, ich verabschiede mich jetzt lieber und greife auf einige Artikel des ewig gültigen Kölschen Grundgesetzes zurück, das ich im übrigen als Ganzes nur empfehlen kann:

 

 

Et es wie es es.

Et kütt wie et kütt.

Et hätt noch immer jot jejange.

Was fott es es fott.

Nix bliev wie es wor.

 

 

 

 

 

 

 

Was bringt uns der März 2020?

 

 

Wenn sich in früheren Zeiten Menschen begegneten, die nicht dem eigenen familiären Umfeld entstammten,  haben sie sich durch Grußgebärden – wie das Reichen der waffenlosen rechten Hand – ihrer friedlichen Absicht versichert, um sich unnötige Konflikte zu ersparen. Und das ist heute auch noch so, wenngleich meist ohne diese dramatische Note!

Jetzt lese ich am Samstag, den 29.2.2020 in einer Anzeige des Bundesministeriums für Gesundheit:

 

Vermeiden Sie Berührungen, wenn sie andere Menschen begrüßen!

 

Was nun, wenn wir uns am nächsten Lionsabend treffen und natürlich begrüßen wollen? Hände schütteln, gar umarmen oder gar hier und da ein Küßchen? Das sind eigentlich in Coronas Zeiten unfriedliche Signale, gar Angriffe auf unser leibliches Wohl!! Also: was tun? Zum eigenen Schutz auf die körperliche Begrüßung verzichten und damit ein unfreundliches Signal senden? Oder einfach an den alten Gewohnheiten festhalten und in Kauf zu nehmen, die eigene  Gesundheit und auch die des anderen zu gefährden?Der Analytiker nennt das einen typischen  Ambivalenzkonflikt.  Das heißt. es gibt keine nur positive  Lösung!

 

Liebe Freunde, mit diesem Dilemma entlasse ich Euch in den neuen Monat.

Dieser Konflikt wird uns wohl noch länger begleiten...

Er sollte uns aber nicht die Freude an der Freundschaft und an der sprießenden Natur des Frühling verdrießen, der sich auch ohne uns zu fragen Eintritt verschafft hat!

 

  1.   In vielen Fällen nimmt uns unser Unterbewusstsein eh´ die Entscheidung ab. Die ist häufig schon gefallen, bevor wir angefangen haben, darüber nachzudenken!

 

 

 

 

Was bringt der Februar 2020

 

Die Rauchschwaden des Sylvesterfeuerwerks haben sich längst verzogen und der Club ist in einen winterlichen Ruhestand gesunken – sollte man erwarten!

Aber nicht der LC Porta Westfalica!

Gleich beim ersten Klubabend haben wir uns wieder mit einem neuen Mitglied, unserem aktuell 36. verjüngt – wobei ich die Ehefrau nicht vergessen möchte, denn die Ehefrauen unserer Clubmitglieder spielen eine wichtige Rolle in unserem Club. Sie sind ein wichtiger emotionaler Motor bei vielen Gesprächen und Aktivitäten, den wir nicht vermissen möchten!

Ein Teil des Clubs, die 'Macher' unseres Adventsloskalenders 2019 konnten sich dagegen entspannt zurücklehnen und den erfolgreichen Verkauf von 8000 Kalender innerhalb von 3 Wochen verfolgen – soweit sie sich nicht selbst am Verkauf beteiligt haben.

Nun geht es an die Verteilung des Erlöses von 40 000 € - wobei die wichtigsten Empfänger auf der Kalender-Rückseite schon aufgelistet sind.

Es treffen aber laufend neue Anfragen um Fördergelder beim von den Clubmitgliedern gewählten Förderausschuß ein, der nach Abschluß des Kalender-Verkaufs noch weitere zu fördernde Projekte auswählt. Da dieser Prozeß noch nicht abgeschlossen ist gebe ich dem geneigten Lesern dieser Kolumne einen Einblick in die Förderprojekte der Kalender-Saison 2018: 30 Projekte wurden schon gefördert mit einer Gesamtsumme von € 35 234.-. Die größte Summe von € 3170 ging an den Förderverein des Herder-Gymnasiums Minden zu Förderung von finanzschwachen Familien bei der Anschaffung von iPads. Es folgen € 3000.- für den Verband PariSozial Minden-Lübbecke für die Durchführung von Schulungen, Supervisionen und Reflexionstreffen von Sozialpaten. Die drittgrößte Summe von € 2860.- ging an das Projekt Klasse 2000, womit Schulklassen, die sich für dieses Projekt zur Unterstützung ihrer Resilenz gegenüber Gewalt, Mobbing und Hetze in der Schule in Form spezieller Kurse beworben haben, gefördert werden.

So genug der Zahlen! Aber ich bin der Meinung daß die Käufer und Unterstützer unseres Kalender wenigstens einen kleinen Einblick bekommen, was mit den Erlösen der Kalender-Aktion geschieht!

 

 

 

 

 

 

Was bringt uns der Dezember 2019

 

Nach dem schönen Erfolg der diesjährigen Kalenderaktion - wieder mal waren frühzeitig alle Kalender verkauft - wird es nun zum Jahresende etwas ruhiger. Wir geniessen zum Nikolaustag auf der Terrasse des Hermanns Restaurant einen leckeren Becher Glühwein, zu dem uns Jürgen Ahrens eingeladen hat.

Mit der traditionellen Weihnachtsfeier, die dieses Jahr im Klinikum Minden stattfindet, beschließen wir dann das Lionsjahr. Wir beginnen mit einem Gottesdienst in der schönen Kapelle, anschließend ist der Hörsaal für unsere Feier festlich hergerichtet.

Dann zurücklehnen und friedvolle Weihnachtsfeiertage verbringen. Ein Spaziergang im Schnee wäre doch schön, vielleicht klappt’s ja!

Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches aber auch fröhliches  Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!

Was wird uns das neue Jahr bringen? Wir alle hoffen, dass es ein gutes Jahr wird.

 

                                                                       Ihr Hans-Heinrich Spieß