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Willkommen auf den Webseiten des Lions Club Steinhuder Meer

Präsident Michael Weleba

Mit dem Steinhuder Meer werden eine Vielzahl positiver Attribute assoziiert:

 

Natur, Wassersport, Tourismus, Kultur, Feste und vieles andere. Nicht umsonst lautet der Slogan der Stadt Wunstorf, deren Ortsteil Steinhude ist:  "stadt mit mee(h)r".

 

Und zu diesem "mee(h)r" gehört seit 1963 als feste Größe auch der Lions Club Steinhuder Meer mit seinem Engagement und seinen Aktivitäten. Die Wahl einer Landschaftsbezeichnung war zur Gründung des Clubs durchaus ein Novum in der "Lions Welt", deutet aber auf die breitere Aufstellung des Clubs hin. Lions Club Steinhuder Meer - das steht für aktive Unterstützung von Jugendprojekten, Kulturförderung und die Unterstützung von karitativen und sozialen Projekten. Hierfür arbeitet der Lions Club Steinhuder Meer erfolgreich seit über 50 Jahren!

 

Seither sind in der Region weitere Clubs entstanden, mit denen enge freundschaftliche Beziehungen bestehen und gemeinsame Aktivitäten durchgeführt werden. Hier sind insbesondere die Clubs Neustadt, Garbsen und Deister-Calenberger Land zu nennen. 

 

 

Vortrag von EEW Geschäftsführer Guido Lücker Lions Club besichtigt Müllverbrennungsanlage

Besuch im Leitstand der Anlage

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Energy from waste – das ist nicht nur der Firmenname, sondern auch die Verheißung dieser Anlage. Wobei der Firmenname auch darauf hindeutet, dass hier deutsches Know How im Anlagenbau in ausländische Investorenhände geraten ist. „Der Eigentümer ist ein chinesischer Investor. Dies ist im Hinblick auf die Investitionsmöglichkeiten natürlich ein Vorteil, erläutert Geschäftsführer Lücker,  Tatsache sei jedoch, dass die Chinesen mit ihrer Müllverbrennungstechnologie im eigenen Land erst ganz am Anfang stehen. "Ich habe die Anlagen dort mal besichtigt - dort zu arbeiten, das könnte ich mir nicht vorstellen", gibt der Geschäftsführer unumwunden zu.

Im Laufe des Vortrages wird deutlich, wieviel Praxiserfahrung im Betrieb einer Müllverbrennungsanlage steckt. "Ob die Anlage gut läuft, merken wir hinten am Schornstein", so GF Lücker weiter. Letztlich ist bei der Müllverbrennung die Energiegewinnung nur einer von zwei maßgeblichen Zielen. Erstens geht es um eine Reduktion des Volumens an Müll. Daneben wird dann im Rahmen der Verbrennung die Energie gewonnen. Wir erfahren, dass die Stromgewinnung nur mit äußerst schlechtem Wirkungsgrad verläuft. Dieser könnte durch eine Umstellung auf das Einspeisen von Fernwärme deutlich gesteigert werden, aber das sei politisch nicht gewollt. "Energy from waste" konkurriert letztlich mit den öffentlich beherrschten, städtischen Ver- und Entsorgern. Nach einer kurzen Besichtigung des Werkes endete dieser Abend dann mit vielen interessanten Eindrücken von einer Branche, die ansonsten eher weniger Beachtung findet. Wohl zu Unrecht.

Dr. med. Eckehardt Kupsch referiert im Club Arbeitsweise in einem Labor für Pathologie

Dr. Kupsch ist Facharzt für Pathologie am Institut für Pathologie, Neuropathologie und Molekularpathologie in Hannover und untersucht im dortigen Labor Gewebeproben sämtlicher Organe des menschlichen Körpers. Gemeinsam mit seinen Kolleg(inn)en macht er sich auf die Suche nach krankhaften Gewebeveränderungen, genauen Bestimmungen und Eingrenzungen, um den Ärzt(inn)en in den Kliniken und Praxen möglichst präzise Behandlungs- und Operationsempfehlungen geben zu können. Auf einer Bilderreise durch sein Labor erzählte uns Dr. Kupsch von den vielzähligen Arbeitsschritten, den Vorzügen und Herausforderungen seines Berufs. Zu den besonderen Herausforderungen zählen u. a. die regelmäßigen Akkreditierungen, die sicherstellen sollen, dass das Labor auch genauestens arbeitet. Dem Redner war anzumerken, dass er sich über die Vielzahl der Akkreditierungen nicht unbedingt freut. Das Thema und die Erzählweise lösten jedoch an diesem Abend durchaus ein leises Raunen aus, gespickt mit Heiterkeit bis hin zu etwas Galgenhumor, da dieses Thema wohl auch in manch anderen Berufen bekannt sein dürfte.

Und als dann die freundliche Bedienung vom Haus am Meer mit erleichterter Freude, weil das Essen fertig war, den ersten Teil des Vortrags unterbrach, indem sie mit Elan die Schwingtür öffnete und mit dampfenden Tellern rufend fragte: „Geschnetzeltes?“, war auch hier, der - zumindest für medizinische Laien – harte und kuriose Themenübergang Auslöser für ein erschrockenes Lächeln im Raum.

Im zweiten Teil seines Vortrags berichtete Dr. Kupsch neben weiteren zahlreichen Bildern der einzelnen Laborgeräte und Arbeitsschritte von den Vorzügen seiner Tätigkeit: Geregelte Arbeitszeiten, kein Schichtdienst, Wochenenden mit der Familie verbringen können, waren nur einige Vorteile. Aus der Sicht von Dr. Kupsch wird man jedoch nicht Pathologe, sondern man bleibt Pathologe. Viele seiner Kolleg(inn)en haben diesen Beruf nicht direkt gesucht, sondern sind vielmehr durch Zufall und Umwege dort gelandet und haben diese Tätigkeit schätzen und lieben gelernt.

Nach der Begutachtung einiger Ansichtsexemplare von Gewebeproben, die für Laien eher wie Schmucksteine aussahen, versicherte der Experte nochmals allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Abends, dass alle zu untersuchenden Organproben bei ihm und seinen Kolleg(inn)en in guten Händen seien. Denn schließlich unterstützen sich die Fachärzte bei unklaren Fällen und nutzen zudem ihr bundesweites Netzwerk von Spezialisten – unter den Pathologen auch Päpste genannt – um richtige Diagnosen stellen zu können.

Somit konnten alle beruhigt den Heimweg antreten, wohl auch mit dem Gedanken niemals die Expertise von Herrn Dr. Kupsch in Anspruch nehmen zu müssen.

Wieder einmal hat ein Lions-Abend seinen Gästen einen sehr interessanten Einblick in eine besondere Berufswelt ermöglicht und das in einem heiteren Rahmen.

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70 Jahre nach Kriegsende noch ein Thema? Kampfmittelbeseitigung in Niedersachsen

Im Vortrag wurde sehr schnell klar, dass gerade der Nachweis der Kampfmittelfreiheit eines Grundstücks bei einem Bauvorhaben ein oftmals unterschätzter Vorbereitungsschritt ist. So eine Rückversicherung kann den Eigentümer vor viel späterem Ärger bewahren. In einem eindrucksvollen Fallbeispiel schilderte Bleicher, welch ein Aufwand entstehen kann, wenn ein späterer Bombenfund beseitigt werden muss. Im geschilderten Fall musste ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg unter einem Mietshaus entfernt werden, was mit umfangreichen Baumaßnahmen einherging und von den Kosten her die Hunderttausende Euro ging. So berichtete Thomas Bleicher von vielen Situationen, in denener und sein Team in den vergangenen Jahrzehnten ausgerückt sind um schlimmes zu verhindern. Oft stützen sich die Kampfmittelbeseitiger bei der Lokalisierung von Blindgängern auf die Auswertung vonLuftbildern der Allierten. In einem besonders kritischen Bereich nützen diese Bilder jedoch nichts. Ein ganz besonderes Risiko geht nach Darstellung von Bleicher von den Kampfmitteln auf dem Grund der Nordsee aus. Hier gibt es weder tragfähige Konzepte noch den nötigen politischen Willen, um dieser tickenden Zeitbombe Herr zu werden.

Insgesamt stellte unser Referent das Thema Kampfmittelbeseitigung sehr umfassend und engagiert dar und es wurde offenkundig, wieviel ihm an der Aufklärung darüber gelegen war. Da die Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag der Kampfmittelbeseitigung Niedersachsen erst wenige Wochen her sind, können wir zum Abschluss den Gratulanten anschließen, herzlichen Dank für die geleistete Arbeit sagen und hoffen auf ein erfolgreiches „weiter so"!​​​​​​​

Berufliche Erinnerungen eines Neurochirururgen von Weltruf Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Madjid Samii referiert im Club

Prof. Samii beim Vortrag im LC Steinhuder Meer

In seiner Einführung zählte der Präsident des LC Steinhuder Meer, Dr. Lutz Glusa einige der Preise und Ehrungen auf, die Prof. Samii im Laufe seines langen beruflichen Wirkens verliehen wurden. Unter anderem wurde ihm 1988 Bundesverdienstkreuz für besondere Verdienste um die wissenschaftliche und praktische Entwicklung in der Neurochirurgie durch den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker verliehen. Weiterhin ist er Ehrenpräsident der World Federation of Neurosurgical Societies. Besonders hob Dr. Glusa hervor, dass Prof. Samii seit 2013 Träger des Leibniz Ringes Hannover ist, der jährlich vom Presse Club Hannover für Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen wird, „die durch eine herausragende Leistung auf sich aufmerksam gemacht oder durch ihr Lebenswerk ein besonderes Zeichen gesetzt haben“.

In seinem Vortrag wurde schnell deutlich, dass Prof. Samii nicht nur über einen schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz aus rund 6000 absolvierten Operationen und einen  unersättlichen Forscherdrang verfügt, sondern immer auch darauf bedacht ist, sein Wissen weiterzugeben. Generationen von Neurochirurgen aus aller Welt verdankten ihm ihre fachliche Ausbildung.  An vielen Stellen in seinem Vortrag verwies er auf Schüler aus seinem Institut, die nun ihrerseits das erworbene Wissen nutzen und  weiter vermittelten. "Eines allerdings kann ich ihnen sagen", so der Professor, "10 Lehrjahre braucht man schon um genügend Erfahrungen aufzubauen". Aber letztlich wurden auf diese Art und Weise viele Samii-Schülern mit hervorragenden Fähigkeiten über die Welt verteilt und praktizieren dort. Einige Ausblicke auf seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte rundeten einen Vortrag ab, der mit Schilderungen der frühen Operationen unter erstmalig mikroskopischer Unterstützung im Jahre 1966 (!) begann und somit sein rd. 50 Jahre währendes Schaffen umspannte . Die anwesenden  rund 50 Lions Freunde und Gäste zollten dann auch mit langanhaltendem Applaus ihren Respekt vor dieser einmaligen Lebensleistung.

Folker Hellmeyer spricht im Lions Club Steinhuder Meer Die Welt im politischen und wirtschaftlichen Umbruch

Folker Hellmeyer nimmt am Ende seines Vortrages ein kleines Gastgeschenk entgegen

Erst kürzlich, Ende 2017 verlies er das Unternehmen um als Gesellschafter bei Fondsboutique Solvecon Invest, einer Neugründung von ehemaligen BLB Kollegen einzusteigen. Eine schillernde Karriere also und ein ganzes Füllhorn voll Erfahrungen und Erlebnissen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Medien. Hellmeyer ließ uns an alledem für eine gute Stunde teilhaben und schöpfte ohne Manuskript oder Stichpunkte einfach aus der Fülle. Entsprechend facettenreich und vielschichtig fiel sein Vortrag aus. Ausgehend vom Leitbild seines Vaters, einem präzise navigierenden Kapitäns zur See, über Zitate der ökonomischen Schriften des Aristoteles bis hin zur Analyse der deutschen Nachkriegsgeschichte spannte sich der Bogen. Es ging um die aussenpolitische Sprachlosigkeit der Europäischen Union, Anspruch und Wirklichkeit der Führungsmacht USA und die Verlässlichkeit des westlichen Wirtschaftsnationen als Partner des Ostens. Hellmeyer stellte umfassende wirtschaftliche Kennzahlen und politische Entwicklungen gegeneinander, sodass sich durchaus alternative Sichtweisen auf scheinbar „ewige“ Wahrheiten eröffneten. Hellmeyer gestaltete seinen Vortrag interaktiv. Durch die zahlreichen Fragestellungen, mit denen er das Publikum aus der Reserve lockte, wurde schnell klar, wie werthaltig es sein kann, die Welt auch mal aus neuen Perspektiven anzuschauen. Wir erlebten so einen spannenden Abend voller ungeahnter Einblicke, der abschließend noch von einer gesanglichen Darbietung „a capella“ des Hobbymusikers Hellmeyer gekrönt wurde. Wer hätte das gedacht?

Clubabend am 05.02.2018 Ortsbürgermeister Silbermann besucht LC Steinhuder Meer

Thomas Silbermann referiert im Club

Zu Beginn seiner Ausführungen war es Herrn Silbermann zunüächst ein Anliegen, das Engagement des LIONS CLUBS in der Region zu würdigen. So hob er zum einen die Veranstaltungen des Clubs, wie z.B. das Strassenfest "Wunstorf isst Matjes" hervor, das seinen festen Platz im Terminkalender der Stadt hat. Zum andern bedankte er sich aus aktuellem Anlass nochmals für die Unterstützung des Projektes "Skulpturen für den Bürgerpark", das auf die besondere Iniative von Th. Silbermann zurückzuführen ist. Der Lions Club förderte das Projekt mit einer großzügigen Spende, weil nach Überzeugung des Clubs hier Pädagogik, Therapie, Inklusion und schöperisches Gestalten in einem wirklich überzeugenden Ansatz für junge Menschen zusammengeführt wurden.

Danach berichtete Herr Silbermann aus seinem reichen Erfahrungsschatz von nun gut 20 Jahren Fahrschulbetrieb. Nach einigen interessanten Kennzahlen aus der Verkehrsstatistik wandte er sich der Frage zu, ob die Fahrtüchtigkeit generell mit dem Alter nachlässt. "Da sind keine pauschalen Aussagen möglich", so Silbermann, " ich hatte auch schon einen 90-jährigen Herren im Auffrischungskurs, der tadellos unterwegs war." Aber die Regel sei das wohl eher nicht. Ansonsten plädierte Silbermann dafür, das Autofahren als etwas zu betrachten, das die volle Aufmerksamkeit erfordert und nicht neben Smartphone, Navi & Co. zur Nebensache drgradiert werden sollte. Daran änderten auch die immer zahlreicher werdenden Assistenzsysteme nichts.

Im Hinblick auf die Verkehrsprojekte in und um Wunstorf betonte er nochmals die Bedeutung der geplanten Umgehungsstrasse, deren Baubeginn nun bevorsteht und die aufgrund der immer weiter ansteigenden Verkehrsströme durch Wunstorfs Innenstadt dringend gebraucht werde.

Zum Abschluß seines Besuches gab es dann für die Anwesenden einen Testbogen der Führerscheinprüfung zum Probeausfüllen - mit durchweg ernüchternden Ergebnissen. Dass trotzdem die meisten der so durch die simulierte Prüfung gerasselten Kandidaten seit Jahrzehnten unfallfrei unterwegs sind, ist indes kein Zufall: Theorie und Praxis sind eben doch zwei Paar Schuhe!

Dr. Ralf Stegemann spricht über Vorsorge Gesund altern - Mythen und Tatsachen

Präsident Dr. Glusa dankt Dr. Stegemenn für seinen Aufschlussreichen Vortrag

Dr. med Stegemenn praktiziert in Wunstorf Luthe. Seine Gemeinschaftspraxis ist eine akademische Lehrpraxis der Medizinischen Hochschule Hannover und besitzt  die Weiterbildungsermächtigung für die Facharztbezeichnung Allgemeinmedizin. Dr. Stegemann selber arbeitet als Dozent im Institut für Allgemeinmedizin der MHH, hält dort Vorträge, bildet Studenten aus und ist Prüfer. So also mit umfassendem akademischen und Praxiswissen ausgerüstet berichtete Dr. Stegemann von den Alterungsprozessen beim Menschen aus medizinischer Sicht, lohnenswerten Gegenmaßnahmen für Jedermann sowie den Chancen, durch konsequente Vorsorgeuntersuchungen von schwereren Leiden verschont zu bleiben. Dabei schilderte er nicht nur die wichtigen Untersuchungen und die Erkennung beginnender Erkrankungen im Frühstadium, sondern er wies auch sehr deutlich auf weniger aussagekräftige Laborwerte im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen hin. "Laborwerte erhalten häufig nur in der vergleichenden Betrachtung über angemessene Zeiträume ihre Aussagekraft, führte Stegemann aus, "man hüte sich vor der Überinterpreteation eines Einzelwertes".

Naturgemäß war die Resonanz bei den Lions groß, der Clubraum im Haus am Meer geriet mit rund 40 Zuhörern an seine Kapazitätsgrenze. Das Interesse für das Thema, das ja letztlich auch jeden von uns betrifft, lies sich auch an der Regen diskussion am Ende des Vortrages deutlich erkennen. Vielen Dank nochmals an unseren engagierten Gast für den interessanten und aufschlussreichen Vortrag an diesem Clubabend. 

Frauke Ludowig bei den Lions in der Abtei Auf dem Boulevard ”von Wunstorf nach Hollywood… und zurück"

Präsident Glusa, Frauke Ludowig, Silke Hinze

Auf Einladung des Präsidenten Lutz Glusa kam Frauke Ludowig zu den Lions in die Wunstorffer Abtei und stellte sich den Fragen des Gastgebers und seiner Co-Moderatorin Silke Hinze, unserer diesjährigen "first lady". Geplaudert wurde dabei ganz loker von Cocktail Sesseln aus. Den Abend in einem solchen Format zu bestreiten war für unsere beiden Lions Interviewer schon eine echte Herausforderung, der auch Frauke Ludowig unumwunden ihren Respekt zollte. Mit ihrer charmanten und lustigen Art schaffte sie tat sie das Ihre für eine gelockterte Stimmung und einen unterhaltsamen Verlauf des Abends. Die Fragen waren vielfältig. Natürlich ging es zunächst um ihren beruflichen Weg von der hiesigen Stadtsparkasse uber ein Volontariat beim frisch gegründeten Radiosender ffn ging und schließlich dann Ende der achtziger Jahre über diverse Regional-Studios von RTL nach Köln zum Hauptsender. Seit 1992 moderiert Frauke Ludowig das RTL-Magazin „Exklusiv“. In dieser Zeit hat sie eine beeindruckende Vielzahl bekannter Prominenter interviewen können. In einem lockeren Talk berichtete Frauke Ludowig über Stars, Sternchen und solche die es sein wollen, sowie Freundschaften und Schicksale diverser Prominenter. Doch gerade angesichts ihrer Tuchfühlung mit den glamurösen Seiten der High Society machte Frau Ludowig deutlich, dass eine gewisse "Erdung" dadurch immer wichtiger wird. Und diese Erdung erfährt Sie unter anderem hier in Wunstorf, ihrer Heimat, der sie immer verbunden geblieben ist. "Eine funktionierende Familie, die miteinander lebt, miteinander feiert und zu der man gerne nach Hause kommt - das ist doch das wichtigste im Leben". Mit diesen warmen Worten schloss Frauke Ludowig dann die Fragerunde ab.  Nach knapp zwei Stunden ging ein kurzweiliger Abend mit der sympathischen und authentischen Wunstorferin zu Ende.

Prof. Dr. Jürgen Hescheler referiert im Lions Club Neues von der Stammzellenforschung

Stammzellenforschung ist in Deutschland umstritten. Sicher auch ein Grund dafür, dass für Hescheler die finanzielle Förderung der Stammzellenzellenforschung massiv  unterdimensioniert  ist. "Von den Fördermitteln, die in Japan und China in den Bereich der Stammzellenforschung investiert werden, können wir hierzulande nur träumen" betont er in seinem em Vortrag.

Trotz dieser Begrenzungen sind die Fortschritte, die Hescheler und seine Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Köln erreichth haben überaus beeindruckend. Ein wichtiger Ausgangspunkt zur Züchtung spezialisierter Zellen, Gewebe oder ganzer Organe ist die Arbeit mit sog. Embryoid bodies in Zellkulturen. Diese Zellaggregierung findet statt, wenn Stammzellen ohne Kontakt zu einer Oberfläche kultiviert werden. Dabei nehmen die Aggregate eine tropfenähnliche oder runde Form an und rekapitulieren in einem begrenzten Maße die embryonale Entwicklung eines Organismus. 

Eine nobelpreisprämierte wissenschaftlichen Arbeit von Yamanaka und Gurden ermöglicht es allerdings sein kurzem, für die Experimente beleibige Zellen verwenden zu können, die nach einem speziellen Verfahren aus Hautzellen durch Zurückversetzung in den zellulären Urzustand  zu sog. induziert pluripotenten Stammzellen werden. Diese können sie sich in jede beliebige Zellart verwandeln, auch in die Herzmuskelzellen, die in Köln gezüchtet werden. 

Natürlich war unter den Zuhörern das Interesse groß, zu erfahren, wann eine derartig aussichtsreiche Reproduktionmedizin in der klinischen Anwendung verfügbar sein könnte. Hier musste Prof. Hescheler jedoch allzu optimistische Hoffnungen dämpfen. Bis zu den ersten klinischen Tests des neuen Gewebes zur Behandlung von Herzinfarkten werden optimistisch betrachtet noch mindestens 5 Jahre vergehen.

Nach vielen interessierten Fragen endete so ein weiterer, hochinteressanter Lionsabend im Haus am Meer.

Prof. Dr. Haverich zu Gast im Lions Club Steinhuder Meer Durchbruch in der Arteriosklerose Forschung

Prof. Dr. Haverich mit Präsident Dr. Lutz Glusa

Unter großer medialer Aufmerksamkeit veröffentlichte Haverich Anfang diesen Jahres die Ergebnisse jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit in Theorie und Praxis zum Thema Arteriosklerose. Das Ergebnis ist nun die vorliegende Studie zu den Ursachen dieser weit verbreiteten Gefäßkrankheit. "Meine Beobachtungen im Rahmen von über 400 Bypass Operationen wollten einfach nicht zur aktuell gängigen Lehrmeinung zur Arterienverkalkung als einer generalisierten Gefäßkrankheit passen, die durch Fette aus dem Blut und entsprechende Ablagerungen an der innenwand der Gefäße ausgelöst wird", so schildert Haverich zu Beginn des Vortrages seine Motivation. Tatsächlich erzwingen seine Beobachtungen, dass bestimmte Bereiche der Gefäße bevorzugt, andere Bereiche dagegen niemals betroffen sind, offensichtlich einen erweiterten Erklärungsansatz. Und diesen liefert Haverich nun auf der Grundlage seiner Forschungsergebnissen. Er geht davon aus, dass sich Durchblutungsstörungen der Versorgungsgefäße in der Gefäßaussenwand, im "vasa vasorum", begünstigend für die Ablagerungen sind. Und diese These liefert natürlich einen differenzierteren Ansatzpunkt für gezielte Maßnahmen zur Prävention. Man konnte dem Vortragenden deutlich anmerken, mit wieviel Herzblut er seine Forschungen vorantreibt. Und die Statistik gibt ihm Recht: Herzinfarkt und Schlaganfall sind die häufigsten Folgen von Arteriosklerose. Die Weltgesundheitsorganisation WHO führt jährlich 17,5 Millionen Todesfälle auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Auch in Deutschland sind sie Todesursache Nummer eins.

Im Anschluss an den Vortrag gab es natürlich eine Menge Fragen, und an der lebhaften Diskussion lies sich das hohe Interesse der Zuhörer an diesen Thema deutlich ablesen.

Dieser Lions Abend ging in wahrsten Sinne des Wortes "zu Herzen"!

Die Pressemeldung "Neue Theorie zu Arteriosklerose stellt bisherige Lehrmeinung in Frage" der MHH finden Sie hier:

https://www.mh-hannover.de/46.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4968&cHash=b078af07898e83d5b56dc13bd7402c90

LC Steinhuder Meer fördert Kooperationsprojekt Eröffnung "Skulpturen für den Bürgerpark"

Skulptur mit Performance während der Eröffnungfeier

Das Kooperationsprojekt sollte über die künstlerisch plastische Gestaltung von Skulpturen Kinder und Jugendliche, die über die Kunstschule Wunstorf eingeladen werden, Oberstufenschüler des Hölty-Gymnasiums und  Patientinnen und Patienten  der KRH Psychiatrie Wunstorf miteinander in Kontakt bringen. In diesem auf Inklusion basierenden Projekt wurden Skulpturen aus Stein und Beton geschaffen und erhalten nun im Bürgerpark Wunstorf ihren festen Platz.

In seiner Ansprache umriss Ortsbürgermeister Thomas Silbermann die Entwicklungsgeschichtje des Bürgerparks. Es betonte, dass es eines der maßgeblichen Ziele des Projektes gewesen sei, "den Bürgerpark in Wunstorf durch die Kunstobjekte aufzuwerten und dadurch attraktiver zu machen".

Unter der Leitung des Bildheuers Dieter Homeyer sind letztlich 15 großformatige Steinskulpturen aus Thüster Muschelkalk und aus modelliertem Beton entstaden. Der Künstler stellte in seinem Resümee dar, dass diese Werkstoffe sehr gut und einfach zu bearbeiten, sowie langlebig und widerstandsfähig sind. Die Arbeiten wurden von Homeyer durch passende Sockel aus gegossenem Beton ergänzt.

Neben Herrn Homeyer wurde die fachliche Betreuung der Teilnehmer von Katja Ippisch, Studienrätin für Kunst am Hölty Gynasium, Anette Dittmer, Diplom Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin und Kunsttherapeutin und Ulrike Coldewey, 1. Vorsitzende der Kunstschule Wunstorf übernommen.

Der Lions Club Steinhuder Meer förderte das Projekt mit einer Spende in Höhe von 1000 Eur, weil nach Überzeugung des Clubs hier Pädagogik, Therapie, Inklusion und schöperisches Gestalten in einem wirklich überzeugenden Ansatz für junge Menschen zusammengeführt wurden.   

 

Wenn Lebensenergie durch die Räume tanzt.... Wohnraumgestaltung mit Feng shui

Präsident Th. Hinze bedankt sich bei Frau Wenke

"Sie alle kennen das Gefühl, in eine Ihnen bislang unbekannte Wohnung, zum Beispiel von Freunden zu kommen und sich dabei spontan wohl oder eben auch unwohl zu fühlen" begann Frau Wenke ihre Ausführungen, "und dies ist kein Zufall, sondern läßt sich mit der Grundsätzen des Feng shui deuten und beschreiben". Die Worte "Feng" und "Shui" kommen aus dem Chinesischen und heißen übersetzt "Wind" und "Wasser". Die treibende Kraft im Feng Shui ist das Chi, eine unsichtbare Lebensenergie. Weiterhin spielen Farben, Formen und Materialien entscheidende Rollen, wenn es darum geht, auf die Bewohner positiv auszustrahlen und für Wohlbefinden zu sorgen. Doch der Beratungsansatz von Frau Wenke geht deutlich weiter. Mit viel Einfühlungsvermögen und den traditionellen feröstlichen Lehrsätzen ausgestattet löst sie Probleme ihrer Kunden, die sich Beratungswünschen an sie wenden, mit einem ganzheitlichen Ansatz. Anhand dreier Fallbeispiele aus der Praxis konnten die Lions mitverfolgen, wie sich ihre Lösungen entwickeln und wie sie wirken.

Nach dieser interessanten Einführung darf man sicher sein, dass vile von uns mit einem neuen Blick durch ihre eigenen vier Wände gegangen sind. Vielen Dank nochmals an Hanife Wenke für diese neuen Einblicke und Perspektiven! 

Ein Besuch in der "Uni des Handwerks" LC Steinhuder Meer besichtigt den Campus Handwerk in Berenbostel

P Thomas Hinze, Linda Horn, Sabine Meyer, Patricia Stephan, Volker Schmolz

Am 10.04.2017 lernten die Lions die berufliche Wiege ihres Präsidenten Thomas Hinze kennen. Der Clubtermin führte uns nach Garbsen-Berenbostel zum Campus Handwerk. Nach den Worten des Geschäftsführers Volker Schmolz hätte auch Thomas Hinze durch den Abend führen können – schließlich verbindet ihn vieles mit diesem Ort, der auch für ihn eine berufliche Heimat war und früher noch Lehranstalt hieß. Gegründet 1974 befindet sich das Förderungs- und Bildungszentrum (FBZ), wie es zwischenzeitlich auch genannt wurde, mitten im Umbau, was eine besondere Herausforderung darstellt, da der normale Ausbildungsbetrieb parallel gewährleistet werden muss.  „Das duale Ausbildungssystem hier in Deutschland stößt weltweit auf großes Interesse, was auch dazu führt, dass immer wieder internationale Gäste den Campus besuchen“, berichtet Volker Schmolz. Jährlich werden dort 12.000 Teilnehmer geschult. 20 Meistervorbereitungslehrgänge mit ca. 1000 Teilnehmern pro Jahr, Fachseminare mit ca. 1400 Teilnehmern pro Jahr und über 1000 Beratungsdienstleistungen jährlich ergänzen das Angebot. Nach dem Faktenüberblick führte uns Herr Schmolz über einen Teil des Campus-Geländes und durch einige Werkstätten.

Nach dem Rundgang skizzierte die Prozess- und Entwicklungsbeauftragte der Handwerkskammer Hannover Frau Linda Horn „die Megatrends im Handwerk“, zu denen das große Gebiet der Digitalisierung und Industrie 4.0 gehören. Dazu bietet die Handwerkskammer spezielle Veranstaltungen an. Frau Horn begleitet zudem die Mitarbeiter von Handwerksfirmen direkt vor Ort in den Unternehmen, damit diese für die Zukunft optimal aufgestellt sind.

Mit „Frauen im Handwerk“ stellte uns Frau Patricia Stephan ein weiteres Gebiet der großen Themenpalette der Handwerkskammer vor. Denn auch in Handwerksbetrieben wollen immer mehr Frauen in verantwortungsvollen Führungspositionen agieren, um auch anderen Frauen das Handwerk schmackhaft zu machen. Ganz nach einem Motto dieses Berufsstands: „Ich bin nicht nur Handwerker. Ich bin der Motor, der Deutschland antreibt.“

Zum Abschluss trug die Flüchtlingsbeauftragte der Handwerkskammer Frau Sabine Meyer das selbst geschriebene Märchen „das fleißige Schneiderlein“ vor. Schnell merkten alle Anwesenden, dass es sich hierbei natürlich nicht um ein Märchen handelte. Bereits seit 2008 setzt sich die Handwerkskammer Hannover ganz gezielt für Flüchtlinge ein, um Sie mit und durch das Handwerk zu integrieren. Als im Jahre 2015 der große Flüchtlingsstrom nach Deutschland kam, mussten Frau Meyer und ihre Kolleginnen und Kollegen nicht spontan aktiv werden, sondern konnten ihre Erfahrungen aus 7 Jahren Arbeit mit geflüchteten Menschen einbringen. „Erst vor kurzem haben zwei von ihnen ihren Meister gemacht. Und wir durften sie dazu begleiten“, sagte Frau Meyer. Mit strahlenden Augen fügte sie hinzu: „...und 50 weitere sind in der Pipeline.“

Einen runden Abschluss fand der Abend bei einem sehr schmackhaften Buffet. Beim Gedanken an soviel schweißtreibende, körperliche Arbeit im Campus Handwerk griffen die Lionessen und Lions-Freunde gerne zu.

Dieser Abend hat gemundet.

Mathias Heinrich wirbt für LIONS QUEST Erwachsen werden und Erwachsen handeln

Am 22.02.2017 hatte der Lions Club Mathias Heinrich zu Gast, der in einem ausführlichen Bericht das Programm Lions Quest vorstellte. Herr Heinrich ist Ansprechpartner für Lions Quest für den Distrikt Niedersachsen-Hannover und seit Jahren mit dem Programm bestens vertraut. 

In den 1970er Jahren wurde das Programm von der unabhängigen amerikanischen Stiftung „Quest International“ (Quest, engl. = Suche, Streben) unter dem Namen „Skills for Adolescence“ entwickelt und wird seit 1984 in Kooperation mit Lions Clubs International in heute mehr als 50 Ländern weltweit eingesetzt. In Deutschland wurde das Programm unter dem Namen Lions-Quest „Erwachsen werden“ erstmals 1994 in einer provisorischen Fassung angeboten. Mit Unterstützung durch die Universität Bielefeld (Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und Mitarbeiter) fand bis 1997 eine erste angemessene Anpassung des vollständigen Programms an deutsche gesellschaftliche und schulische Verhältnisse in einer 1. Ausgabe des Lehrerhandbuchs „Erwachsen werden“ statt. Inzwischen liegt die vierte, vollständig überarbeitete Ausgabe der Materialsammlung mit Planungshilfen und Kopiervorlagen für den Unterricht vor, in der die Erfahrungen der deutschen Schulen aus der mehrjährigen Arbeit mit dem Programm eingearbeitet wurden.

Im Mittelpunkt des Unterrichts mit „Erwachsen werden“ steht die planvolle Förderung der sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Diese werden nachhaltig dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, zu finden. Gleichzeitig möchte der Unterricht mit diesem Programm jungen Menschen Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystems anbieten. Damit ordnet sich das Konzept von Lions-Quest „Erwachsen werden“ in den Ansatz der Life-Skills-Erziehung (Lebenskompetenz-Erziehung) ein, dem von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten bei der Prävention (selbst-) zerstörerischer Verhaltensweisen (Sucht- und Drogenabhängigkeit, Gewaltbereitschaft, Suizidgefährdung) zugesprochen werden. Die Eltern werden in vielfältiger Weise in die Arbeit ihrer Kinder mit dem Programm aktiv einbezogen. (Quelle und weiterführende Informationen: www.lions-quest.de)

Herr Heinrich Bericht hinterlies einen tiefen Eindruck bei den anwesenden Lions. Besonders beeindruckt der professionelle Ansatz des Programms und die hohe Akzeptanz, die das Programm in Schulen und bei den teilnehmenden Lehrern genießt.

"Charity Diner" im Schloss Landestrost Landesbischof Meister spricht zum Clubgeburtstag am 10. Februar 2017

Landesbischof Meister bei seinr Festrede zum Clubgeburtstag

Das erklärte Ziel des "Charity Diners" war es, Spenden für Integrationsprojekte von Flüchtlingen einzuwerben. Seit Beginn der Fluchtlingkrise bereits engagiert sich der LC Steinhuder Meer durch umfangreiche Spenden in diesem Bereich. Sprachcamps, integrative Sportförderung oder Schwimmkurse, viele derartige Projekte sind in unserer Region unterwegs und bedürfen finanzieller Unterstützung. Die Politik kann nicht alles regeln, gesellschaftliches Engagement ist das Gebot der Stunde. In seiner Begrüßungsrede spannte Präsident Thomas Hinze dann auch einen weiten Bogen beginnend bei Luthers revolutionären Ideen, den Gründungsgedanken der Lions Organisation bis hin zu den Auswirkungen durch die Krisenherde der Gegenwart.

"Wenn wir wollen, dass unsere Gesellschaft, ...., eine demokratische, gebildete und weltoffene Gesellschaft bleibt, dann machen wir – und das nicht nur heute Abend - bestimmt vieles richtig", so Hinze in seiner Rede, "weil wir Verantwortung übernehmen, für Menschen, egal welcher Herkunft oder Religion, die unserer Unterstützung bedürfen und die wir in unserem reichen Land gern aufnehmen. Und was viel wichtiger ist: sie integrieren!"

In seiner anschließenden Festrede stellte Landesbischof Ralf Meister dann auch die zentrale Bedeutung Luthers Lehren für die Entwicklung von Freiheit, Tolezanz, Gewissen und Verantwortung für die unser heutiges Gesellschaftsmodell in den Vordergrund. In seinem eindringlichen Vortrag stelle Meister dar, wie sehr sich die Welt, die Luther prägte, noch von unseren heutigen Werten und unserem Religionsverständnis unterschied. "Wenn Luther seine Botschaften heute verkünden würde, würde er es wohl kaum bis in eine Talkshow schaffen, aber damals, im 16 Jh. "zerlegte" er gleichsam das traditionelle Gesellschaftmodell," so Meisters Überzeugung. Damit entstand aus der ehemals festen Ordnung von Adel, Klerus und dem Volk ein Bürgertum, das für sich Freiheiten in Anspruch nimmt aber auch Verantwortung zu tragen hat. Diesen Weg mit geebnet zu haben, ist wohl eine der zentralen Leistungen Martin Luthers und seiner Lehren.

Verantwortung zu übernehmen in einer pluralistischen, bürgerlichen Gesellschaft ist bekanntermaßen der Antrieb der Lions Service Clubs, die sich seit nunmehr 100 Jahren nach dem schlichten Motto "we serve" weltweit in sozialen und kulturellen Projekten engagieren.

Abschließend konnte Präsident Hinze erfreut resümieren, dass das Ziel "schlemmen und spenden 5000+" sowohl kulinarisch als auch monetär erreicht worden ist. Ein toller Erfolg für die "gute Sache".  

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Sponsoren an diesem besonderen Abend: der Mega Malereinkaufsgenossenschft HH, dem Calenberger Kreditverein, den Volksbanken Hannover und Nienburg sowie der Malerwerkstatt Hinze.

   

"Polizei funktioniert am Besten, wenn viel los ist!" LC Steinhuder Meer besucht PK Wunstorf

EPHK Hallmann mit Lions-Präsident Hinze, POK Möllemann und Lions-Vize Präsident Glusa bei der Übergabe der "Leroy's"

Nachdem im Jahre 2010 der damalige Leiter des Polizeikommissariates Wunstorf, EPHK Klingenberg der Einladung des Clubs ins "Haus am Meer " gefolgt war und dort ausführlich über die lokale Polizeiarbeit in Wunstorf und seinen Ortsteilen berichtet hatte, kamen nun, einige Jahre später die Lions zum Gegenbesuch "auf die Wache". Und das hatte seinen Grund, denn hier gab es nicht nur einiges interessante zu erfahren, sondern auch wirklich Neues zu sehen. Nachdem sich sowohl die örtliche Polizeiführung als auch Bürgermeister jahrelang für einen Neubau der maroden Polizeistation eingestzt hatten, konnten die neuen Räumlichkeiten im Herbst vergangenen Jahres endlich fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben werden. Und das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Helle freundliche Räume, moderne Arbeitsplätze und ein Verwahrungsbereich nach neuesten Standards sind die deutlich sichtbaren Ergebnisse der guten Planung. Neben der Besichtigung präsentierten der Leiter der Dienststelle EPHK Hallmann und POK Möllemann der Lions Delegation noch umassende Informationen zur örtlichen Polizeiarbeit. Einen breiten Raum nahm natürlich das Thema Wohnungseinbrüche ein, denn ein Wohnungseinbruch ist ein Ereignis, das das Sicherheitsgefühl des Einbruchsopfers tief beeinträchtigt. Leider nimmt die Zahl der Wohnungseinbrüche immer weiter zu. In der polizeilichen Kriminalstatistik wurden allein 2015 13,1 % mehr Einbrüche angezeigt als im vorangegangenen Jahr. "Dieses Problem bindet bei uns erhebliche Kräfte, trotzdem bleibt die Aufklärungsquote weit unterdurchschnittlich" so Hallmann in seinem Vortag. Viele andere Problembereiche haben wir aber inzwischen gut im Griff, wie zum Beispiel die "wohnwelt" am Bahnhof, so Hallmann weiter. Insgesamt erlebten die Lions einen sehr informativen Abend und übergaben am Schluss noch einen Sack voll Leroy's. Das sind kleine Stofftiere im Lions-Design, die als Trostspender für Kinder eine große Hilfe im Streifenwagen sein können. 

Martin Seiffert referiert über das Projekt go4School 2016 Eine Rallye für die Bildung im Osten Afrikas

Seiffert im Gespräch mit Lions

In einem beeindruckenden Multimedia-Vortrag berichtete Martin Seiffert am 07.11.2016 vor 30 interessierten Lions von der diesjährigen Rallye go4School. Diese Rally ist eine der Hauptaktivitäten der gemeinnützigen Gesellschaft "Opportunity in Action", deren Ziel es ist, bedürftige Personen in unterentwickelten Gebieten, vornehmlich Entwicklungsländern, zu unterstützen. Flankierend dazu setzt die Gesellschaft auf die Durchführung von Aktionen in der Öffentlichkeit, um das Bewusstsein in der Bevölkerung für die dringende Notwendigkeit der Entwicklungshilfe zu schaffen. Und genau dieses Ziel wird mit einer Rallye mit 18 "Paris-Dakkar" erprobten VW Geländewagenb natürlich mustergültig erreicht. Und so wußte Herr Seiffert von vielen einprägsamen Erlebnissen während seiner Reise zu berichten. Die Rallye führte an vielen geförderten Schulen vorbei - Schulen, die für die Schüler oft den einzigen Ausweg aus Elend und Armut darstellen. Aber die Rallye belohnte die Ehrenamtlichen nicht nur mit der Gewissheit, hier an der richtigen Stelle Gutes tun zu können, sondern auch mit vielen unvergesslichen Eindrücken aus der sehenswerten Natur Ostakrikas, allen Voran die Viktoriafälle des Sambesi. Schließlich wurde die Rallye mit dem Verkauf der Fahrzeuge abgeschlossen und die Mittel flossen wie geplant in die örtliche Entwicklungshilfe ein. Ein herzliches Dankeschön an Martin Seiffert für diesen facettenreichen und hochspannenden Vortrag an diesem Lions Abend.

Großes Engagament für den guten Zweck Lions Basar 2016

Begeisterung beim Kinder-Flohmarkt

Und dieses tolle Ergebnis kam nicht von ungefähr. Wie jeden Jahr liefen die Vorbereitungen monatelang im Voraus, um all die Artikel, wie hausgemachte Marmeladen, Weihnachtskränze, Gewürzmischungen und Faltsterne termingerecht als buntes Sotiment an diesem Samsrag auf den Verkaufstischen zu haben. Daneben wurden emsig Bücher und Kleidung gesammelt, denn auch der Bücherflohmarkt und die "Second Hand Kleidung" finden stets reges Interesse der Besucher. Eine Tombola und schließlich das Cafe mit einem umfassenden Angebot an Speisen und Getränken rundeten das Bild ab.

"Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei". Dieses Versprechen konnte man von allen Seiten vernehmen - von den Besuchern ebenso wie von den vielen ehrenamtlichen Lions, die hier gemeinsam für den guten Zweck unterwegs gewesen sind.

Integration durch Sprachförderung Mitgliederversammlung beschließt weiteres Spendenpaket zur Flüchtlingshilfe

Nachdem mit dem ersten Spendenpaket zur Integrationsförderung im Lionsjahr 2015 / 2016 mit den unterschiedlichsten Ideen und Projekten beachtliche Erfolge erzielt werden konnten, wurde schnell klar, dass der Schwerpunkt auch in diesem Lionsjahr in diese Richtung gehen würde. Zur Unterstützung und Koordinierung hatte der Club bereits vor einiger Zeit einen "Beauftragten für Integrationsprojekte" eingeführt - eine Idee, die sich nun mehr und mehr auszahlt. Die Spendenvorschläge sind vielfältig: Angefangen bei der Sprachförderung, über die Anschaffung von dringend benötigtem Werkzeug bei der "Hilfe zur Selbsthilfe" bis hin zum Sponsering von Schwimmunterricht reicht diesmal das Spektrum der geförderten Maßnahmen. 

Es soll in diesem Zusammenhang jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass natürlich auch soziale Projekte aus anderen Bereichen, wie zum Beispiel die Jugendbegegnungsstätte "Kurze Wege" in der Barne in Wunstorf vom Lions Club Steinhuder Meer in diesem Jahr wieder einen Spenndenbeitrag erhalten werden. 

Ingo Kroll wirbt im Lions Club für Engagament in Sachen Völkerverständigung YFU Youth For Understanding - Schüleraustausche weltweit

Präsident Thomas Hinze bedankt sich bei Ingo Kroll für den interessanten Vortrag

cl. Die Einleitung von Präsident Thomas Hinze hatte eine ausgesrochen persönliche Note, da Familie Hinze vor zwei Jahren selbst einen thailändischen Austauschschüler für 11 Monate in der Familie hatte. Und so gab es einen kleinen Erfahrungsbericht aus erster Hand zur Einstimmung auf das Thema. Doch dann hieß es "Bühne frei" für unseren Gast. Ingo Kroll war 2007/2008 selber Austauschschüler in den USA und ist seitdem ehrenamtlich in der YFU Organisation im Bereich der Öffentlichkeitarbeit tätig. Sein Vortrag gab einen Einblick in Arbeit und Ziele der YFU, die bereits 1957 gegründet wurde und seitdem rd. 60.000 Schülern Gastfamilien im Ausland vermittelt und deren Austausch begleitet hat. "Diese Begleitung ist enorm wichtig", so Kroll in seinem Vortrag,"und zwar sowohl die Vorbereitung im Hinblick auf Kultur, Sitten und Gebräuche im Gastland, als auch die Nachbereitung. Hier geht es um Reflexion und Festigung der neuen Erfahrungen." Im Auswahlverfahren für die Teilnehmer geht es nicht nur um die charakterliche Eignung der jungen Aspiranten, sondern insbesondere auch darum festzustellen, ob der Auslandsaufenthalt nun von dem Schüler selber angestrebt oder doch eher von seinen Eltern forciert wird! Man merkte Herrn Kroll deutlich an, dass er bereits auf vielen Veranstaltungen für seine Sache geworben hat. Seine Überzeugungskraft ging sogar soweit, dass die amtierende "first lady" Silke Hinze  auf den Hinweis, wie wichtig die Überzeugungskraft "echter" Gasteltern bei den öffentlichkeitswirksamen Messeauftritten der YFU ist, direkt ihre aktive Teilnahme zusagte - was dankend aufgenommen wurde. An den Vortrag schlossen sich viele Fragen und eigene Erfahrungsberichte der Lions an, sodaß wir einen lebhaften und interessanten Clubabend verbringen konnten. 

Weitere Informationen zur Organisation YFU sind hier zu finden:

http://www.austauschjahr.de/home

 

LC Steinhuder Meer zu Gast bei Hannover Gin Aus einfachen Dingen etwas Wertvolles machen

Clubmitglieder in der Gin Manufaktur

cl. Am 05.09. besuchten die Lions vom Steinhuder Meer die Destille und wir bekamen  nicht nur eine Idee von Gin in Herstellung und Geschmack – nein, präsentiert wurde eine ganze Lebensphilosophie rund um Pflanzen und Menschen. Und so berichtete Joerma mit viel Leidenschaft von seinen Projekten, die eine beeindruckende Vielfalt ausweisen. Da sind Naturschutzprojekte ebenso im Fokus wie Inklusionsprojekte schwerbehinderter Menschen, Geschäftsideen  und vieles andere mehr. Alles zusammengehalten vom Engagement eines Rastlosen, der vor Tatendrang nicht stillstehen kann. Und diese Energie überträgt sich auch auf die „Unternehmung Hannover Roof Top Garden Gin“, einer kleinen Marke, die mittlerweile über die Grenzen Hannovers hinaus viele Freunde gefunden hat und sogar von der Messe AG als Gastgeschenk und „Botschaft aus Hannover“ für Partner aus aller Welt gern verwendet wird.

Die Lions verbrachten einen launigen Abend in einer skurilen Manufaktur und genossen einen „geistvollen“ Abend mit buchstäblich allen Sinnen!

Mehr Informationen zu Hannover findet man hier:

https://www.hannover-gin.de/

Lions Club besucht die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. LC Steinhuder Meer zu Gast bei den Johannitern

VP Hinze, P Gerhards und Pressesprecher Hoffmann im RTW der Johanniter

 Rettungswachenleiter Merz schilderte zunächst all die Abläufe, die im Hintergrund zu einem Notfalleinsatz ablaufen. Weiterhin gab er interessante EInblicke in die medizinische Erstversorgung und beschrieb das neue Berufsbild des "Notfallsanitäters". Dann ging es in die Halle, wo es Rettungswagen und Ausrüstung zu betrachten gab. Es ist schon beeindruckend, was für eine Menge von medizinischem Gerät hier auf kleinstem Raum Platz findet.  Gerade deshalb ließ es sich auch unser Pressesprecher Hoffmann nicht nehmen, zu prüfen, ob auch das Stofftier "Leroy" hinten im Wagen an seinem Platz war. Und tatsächlich, er war da. "Leroy" ist ein kleiner Stofflöwe im Lions-Dekor, der als Tröster bei verletzten Kindern mindestens genauso wichtige Dienste leistet wie Medizin und Verbandszeug. Genau deswegen überreichte der Club dann auch eine große Kiste mit vielen weiteren plüschigen Trostspendern an die Johanniter Unfallhilfe. Am Schluß bllieb und nur zu sagen: Ein großen Dankeschön an Michael Merz und seine Mannschaft für ihren unermüdlichen Einsatz in der Rettung in Wunstorf und Umgebung! 

Präsidentin Kerstin Wemheuer zu Gast im LC Steinhuder Meer Lions und Social Media

Und mit Kerstin Wemheuer trat eine Rednerin auf, der man sofort abnehmen konnte, dass es ihr eine Herzensangelegenheit ist, daran etwas zu ändern. Kerstin Wemheuer ist amtierende Präsidentin des LC Hannover Wilhelm Busch und darüber hinaus Kabinettsmitglied des Distrikts. Ihre Antwort an diesem Abend lautete: Social Media. „Wir müssen dahin, wo die Leute sind – und die sind nun mal in den sozialen Medien.“ Ob es um Mitgliederentwicklung, um Werbung für Funds Raising Activities oder einfach um Informationsgewinnung geht, in jedem Fall sei ein Auftritt in Facebook heute unverzichtbar, so ihr klares Credo. Gemeint ist hierbei der Aufbau einer sogenannten „Fanpage“, d.h. eines Facebook Profils eines Clubs. Fragen nach Bedenken gegen einen amerikanischen Großkonzern, der permanent gegen deutsches Recht verstößt und den Risiken von Persönlichkeitsrechtsverletzungen nahm unsere sympathische wie engagierte Gastrednerin durchaus ernst. „Natürlich muss man ein bisschen aufpassen, was man einstellt, bei Fotos zum Beispiel“ sagte sie und verwies dabei auf das Kunsturheberrecht.

 Allerdings  verwies Frau Wemheuer auch darauf, dass sie nicht der Auffassung sei, dass die klassischen Verbreitungswege für Informationen, wie Web Auftritte, Printmedien und dergleichen nun völlig zu ersetzen seien. Ihr geht es um ein nebeneinander, wenn sie bewusst darauf hinweist, dass der einmal erstellte Content doch mit Leichtigkeit zusätzlich in den sozialen Medien mit ihrer enormen Reichweite unter gebracht werden kann.

Abschließend prophezeite Kerstin Wemheuer dem „Mitmach-Web“ wie die sozialen Medien gerne genannt werden, eine goldene Zukunft. „Gestern war es StudiVZ, heute Facebook und was es morgen ist, kann ich nicht sagen, aber sicher ist, dass die social media weiter existieren werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass wir Lions Clubs vom Internet, seinen Diensten und seiner Reichweite profitieren und nicht auch noch dessen Schnelllebigkeit erben!

In diesem Sinne:

 

       I like Lions!  

Aufbau einer Kinderintensivstation in Sri Lanka Kinderleben retten

Hartmuth Schulz bei der Übergabe der Spende durch P Gerhards

Viele Kinder mussten allein deshalb sterben, weil es keine intensivmedizinische Hilfe gab. Herr Schulz zeigte in seinem Vortrag Bilder von der Situation des Krankenhauses, so wie er sie damals vorgefunden hatte und jedem Zuhörer wurde auf eindringliche Weise sofort klar, dass es hier am Nötigsten mangelte. Den finanziellen Ausgangspunkt für das Projekt bildeten zum einen ein von 13 Lioins Clubs in und um Hannover organisiertes Benefizkonzert mit der Sängerin Angelika Milster. Den Erlös von 40.000 € verdoppelte dann die SOLVAY Deutschland als zweite Säule für die Startfinanzierung. Nun schilderte Herr Schule eindrucksvoll die Entwicklung des Projektes. Seine wichtigste Botschaft: "Uns war von Anfang an klar, dass nur ein Konzept der "Hilfe zur Selbsthilfe" aufgehen würde und wir eine umsichtige Realisierungsstrategie fahren mussten, die die kulturellen und politischen Gegebenheiten vor Ort  bei jedem Schritt mit einbezieht!" Und so wurde unter anderem eine langjährige Kooperation mit der MHH aufgebaut, dem mittlerweile wichtigsten Realisierungspartner des Teams in Galle. Und der Erfolg gibt Herrn Schulz recht: in den 10 Jahren seit Eröffnung der Station mit insgesamt 19 Betten konnten fast 800 Kinder von einem gut ausgebildeten und motivierten Team qualifiziert versorgt werden.

Am Ende des Vortrages bedankte sich Präsident Michael Gerhards herzlich für den spannenden Vortrag und zollte dem Projekt im Namen aller höchste Anerkennung. Weiterhin überreichte Gerhards Herrn Schulz eine Spende in Höhe von 500 Eur, die der Schatzmeister des PICU Fördervereins dankend entgegen nahm.      

Kai Ullrich zu Gast im Haus am Meer Der Gerichtsvollzieher beim LC Steinhuder Meer

cl. Viele von uns hatten sicher das althergebrachte Bild noch verinnerlicht, nach welchem der Gerichtsvollzieher säumige Zahler besucht und den Kuckuck auf alles klebt, was nicht nach Tisch, Bett und Stuhl aussieht. Was wir allerdings dann von Herrn Ulrich präsentiert bekamen, war ein ausgesprochen breites Spektrum von Dienstleistungen im Bereich der Rechtsdurchsetzung.  Von der  Zwangsvollstreckung über die Abnahme von Vermögensauskünften bis hin zur Vollziehung von Arrestbefehlen und einstweiligen Verfügungen reichen die Aufgaben. Besonders belastend seien dabei Aufträge vom Familiengericht oder dem Jugendamt, wenn eine Gewaltschutzsache zuzustellen ist oder eine Kindesherausgabe ansteht. Dies kommt zum Glück nicht allzuoft vor. Häufiger ist da schon  das Eintreiben von Geld - wenn der Schuldner zahlen kann. "Wenngleich wir mit unseren nur 305 Gerichtsvollziehern in Niedersachsen mit 140 Stellen unterbesetzt sind, haben wir im Jahr 2014 immerhin rd. 101 Mio. € in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Und von den Gebühren profotiert obendrein der Landeshaushalt" erläuterte Ullrich in seinem Vortrag. Und er lieferte auch gleich einen Antwortversuch auf die unterschwellige Frage, wie denn eine derart massive Unterbesetzung zu erklären sei. "Die Vergütungsbestandteile der Gerichtsvollzieher werden vom Land derzeit ganz massiv zu unserem Nachteil entwickelt" so die Klage von Herrn Ullrich. In anderen Bundesländern sehe es dagagen noch deutlich besser aus. Eine andere Tätigkeit bei gleicher Bezahlung? Warum nicht - so die drastische Botschaft des Obergerichtsvollziehers, der auf immerhin 20 Jahre im Amt zurückblickt. Und diese Botschaft rüttelt auf. Denn zu groß ist die Diskrepanz zwischen den von psychischen Belastungen und hohem Arbeitsanfall geprägten Herausforderungen im Alltag eines Gerichtsvollziehers und der Wertschätzung, die der Berufsstand offenbar von Politik und Verwaltung erfährt. Auf die Frage, was ihn motiviert, antwortete Herr Ullrich dann auch nachdenklich: "Ja, ich weiß auch nicht - vielleicht der Biss, an einer Sache dran zu bleiben und zu Ende zu führen". 

Nach etlichen interessierten Nachfragen seitens der Zuhörerschaft ging dann ein eher nachdenklicher Vortragsabend zu Ende.

12.000 Eur für "den guten Zweck" Erfolgreicher LIONS Basar 2015

Die Ruhe vor dem Sturm....

Mit großem persönlichen Einsatz und Hingabe haben die Mitglieder der beiden Lions Clubs auch in diesem Jahr wieder für einen tolles Angebot, reichlich Kurzweil und ein insgesamt hervorragenden Erlöse von fast 12.000 Eur gesorgt. In ihrer Ansprache betonten beide Präsidenten unisono, dass dieser Basar eine nicht wegzudenkende Größe im alljählichen Veranstaltungskalender der Region darstellt und hoben besonders hervor, dass wie immer die Vorbereitungen routiniert und "quasi geräuschlos" im Hindergrund abgelaufen waren. Dabei waren nicht nur die Arbeiten rund um den Aufbau ansich gemeint, sondern der Dank richtete sich insbesondere auf die seit langem laufenden Vorbereitungsarbeiten für Kunstgewerbe, Weihnachtsartikel, Marmaladenzubereitung uns so weiter. Hier bringen sich die Lionsessen und Lions mit hervorragendem eifer und kreativität Jahr einn und sorgen so "mit ihrer Hände Arbeit" für ein attraktives Angebot und ein tolles Ergebnis. Doch damit nicht genug, rund um den Basar waren alle Lions motiviert und engagiert im Einsatz. Das Publikum dankte es mit sehr guter Resonanz an allen Ständen, sei es nun der Bücherstand, der Kunstmarkt, die Flohmärkte, die Tombola, das Kunstgewerbe oder auch der traditionelle Marmaladenverkauf. Auch bei der Second Hand Bekleidung wurde intensiv gestöbert. Bei soviel Attraktionen war dann auch eine kleine Pause im Cafe gerne angenommen, wobei sich die Besucher teilweise regelrecht bemühen mußten, einen der begehrten Sitzplätze zu ergattern.

Vielen Dank an alle Beteiligten und Besucher an diesem Samstag - wir alle freuen uns schon auf's nächste Jahr!

Lions Bewegung – einmal anders Yoga Schnupperkurs im Haus am Meer

Doch zunächst berichtete unser Gast, Frau Diana Andrews-Thiele von der vielseitigen Kraft, die für Körper und Geist vom Yoga ausgehen kann. Dabei konzentrierte sich Frau Andrews-Thiele auf einen Bereich, der seit langem einen Schwerpunkt in ihrer Arbeit darstellt, dem sog. Business Yoga. Dabei geht es um die Integration geeigneter Yoga Kurse in das betriebliche Gesundheitsmanagement eines Unternehmens. Immer mehr Firmen und öffentliche Stellen erkennen, dass Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter ein essentieller Baustein für den Unternehmenserfolg sind. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, jedoch vollzieht sich seit einiger Zeit ein verstärkter Schwenk weg von den reaktiven und hin zu den präventiven Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit von Mitarbeitern. Ausgehend von dieser Erkenntnis stellte Frau Andrews-Thiele umfassend dar, dass Yoga nicht nur der Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz dient, sondern darüber hinaus mit maßgeschneiderten Yoga-Programmen den Abbau von Stress-Symptomen fördert. Berufsbedingte Verspannungen nehmen ab und Kreativität und Leistungsfähigkeit würden steigen. Doch grau ist alle Theorie:  Nach dieser Einstimmung ging es zur Sache. Es folgte eine Stunde Yoga mit vielen Übungen und Erläuterungen und jeder Menge Spass. Jürgen Wiebking sprach am Ende ein wahres Wort als er bemerkte, dass nun wohl etliche Teilnehmer am nächsten Tag mit Muskelkater an ganz ungewohnten Stellen aufwachen würden. Wie Recht er hatte…

Am Ende dieses Abends war ich mir sicher, dass jeder der Anwesenden eine gute Idee mit nach Hause genommen hat, wann und wie er die eine oder andere Yoga Übung am nächsten Tag in sein „Business“ einbauen könnte.  Viel Erfolg!

Diana Andrews-Thiele,  ist Yoga-Lehrerin, Business Yoga Lehrerin  und Kursleiterin für Mentales Training und Gedankenkraft (Yoga Nidra) in Wunstorf.

LC Steinhuder Meer zu Gast in der Aksa Camii Moschee in Wunstorf Unter Nachbarn

Vorstand der muslimischen Gemeinde, A. Isik

Der Rundgang in der Moschee begann mit einer Besichtigung der Gebetsräume für Männer und Frauen. Neben Erläuterungen zur Ausstattung der Räumlichkeiten standen Ausführungen zu Grundsätzen und Traditionen muslimischer Glaubensausübung im Vordergrund. Zwei der insgesamt 5 Säulen des Islam galt dabei das besondere Interesse der Zuhörerschaft. Die im christlichen Abendland bestenfalls noch in Klöstern ausgeübten 5 Stundengebete der Mönche sind für jeden gläubigen Muslim Pflicht. Gebetet wird dabei vor Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und in der Nacht. „Die Gebete lassen sich recht gut in den Tagesablauf integrieren.“ erläuterte dabei Frau Kurtaran, „viele Arbeitgeber respektieren das mittlerweile, man kann sich auch unter Kollegen absprechen und wenn man doch einmal nicht beten konnte, dann wird es zu geeigneter Zeit eben nachgeholt“. Viele Fragen rankten sich auch um eine weitere Säule, nämlich dem Ramadan. Da sich der Ramadan nach dem Mondkalender richtet, wandert der Termin nach und nach durch das gesamte kalendarische Jahr. „Ramadan im Sommer – das ist schon etwas anderes“, so der Vorsitzende Abdulhamit Isik, „ über 18 Stunden haben wir dieses Jahr gefastet. Aber das Durchhaltevermögen wird durch die Gemeinschaft in der Gemeinde unglaublich gefördert und das ist gut für uns.“ Durch die vielen Fragen wurde schnell das außerordentliche Interesse der Gäste deutlich, wobei gerade bei den Ausführungen zu Fragen des Islam im engeren Sinne auf die vertiefenden Hinweise des gelehrten Imams Kemal Demirden zurückgegriffen werden konnte. Insgesamt zeigte sich dabei das Bild einer tief religiösen, aber überraschend undogmatischen Glaubensausübung, die im Bewußtsein um ein Nebeneinander von Tradition und Moderne ihren Weg findet.

Im Gemeinderaum wurden die Lions dann mit Tee und Gebäck empfangen. Nahtlos gingen die lebhaften Gespräche weiter und kein Thema wurde tabuisiert. Die Rolle der Frau im Islam, Integrationsprobleme durch Sprachbarrieren oder die Bedrohung, die von radikalisierten Islamisten ausgeht, wurden ebenso offen diskutiert wie Grundsatzfragen zu Entstehung und Überlieferung des Islam. Natürlich konnte auch das Thema Flüchtlinge nicht außen vor bleiben. Hier schilderte der Vorsitzende Isik die umfassenden Hilfsaktionen und Integrationsbemühungen für die notleidenden Menschen seitens seiner Gemeinde.

Gegen Ende der Veranstaltung brachte es Präsident Michael Gerhards in seinen Dankesworten auf den Punkt: „ Ich bin natürlich mit einer gewissen Erwartungshaltung her gekommen, aber dieser Abend und diese Atomsphäre der Offenheit haben mich tief beeindruckt und meinen Blickwinkel erweitert. Ich bin begeistert.“ Und damit sprach er für alle anwesenden Gäste. Abdulhamit Isik betonte in seiner Replik, dass es auch für ihn und die Gemeinde ein interesssanter und wichtiger Abend war. Während Schulklassen häufiger einmal in die Moschee kämen, ist der Besuch einer Erwachsengruppe jedoch eher selten. Aber gerade diese Zielgruppe wolle man von Seiten des Vereins in Zukunft deutlich besser erreichen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, wies er auf den „Tag der offenen Moschee“ am 03.10.2015 hin, an dem alle DITIB Moscheen für Besichtigung und Gespräche offenstehen. Eine schöne Initiative, die hoffentlich auf gute Resonanz trifft.

Gegen 21:00 Uhr ging dann ein Lions Abend zu Ende, der dem Lionsgedanken hätte nicht zuträglicher sein können und sicherlich noch lange in den Teilnehmern nachwirken wird.

Erster Vortragsabend im Lions Jahr 2015 - 2016 Air Med Evac: Rettung verletzter Personen aus Krisengebieten

Dr. Mohtadi berichtet vom Air Med Evac Einsatz

(cl) So berichtete Herr Dr. Mohtadi zunächst von der Ausrüstung und der Kapazität dieser "fliegenden Lazatette". Bemerkenswerter Weise fasst ein modernes Rettungsflugzeug der Bundeswehr, der Airbus A310 MRTT Medevac, immerhin 38 liegende Patienten und hat sechs weitere Plätze nach den Standards der Intersivmedizin. Deutlich weniger Kapazität hat jedoch eine auf MedEvac umgerüstete Transall C-160, wie sie auf dem Fliegerhorst Wunstorf noch immer stationiert ist. Am Beispiel der Krisenregion Afghanistan zeigte Dr. Mohtadi jedoch das sinnvolle Zusammenwirken dieser Transporteinheiten auf. Die Transall, ausgelegt für kurze und schlecht ausgebaute Pisten in schwierig anfliegbarem Gelände, wurde hier eingesetzt, um die Verletzten aus dem Kampfgebiet um Kundus zunächst über den Hindukusch in eine sichere Zone in der Stadt Termiz, Usbekistan, zu bringen. Der weitere Rücktransport erfolgte dann mit der geräumigen, langstreckentauglichen A 310 MRT nach Köln. Hochinteressant waren dabei die flugtechnischen Erläuterungen, mit denen der Hobbypilot Mohtadi seinen Vortrag ergänzte. Die bis zu 5000 m hohen Gipfel in dieser Region des Hindukusch Gebirges erzwingen wegen der niedrigen Gipfelhöhe der C-160 mit einem laufenden Triebwerk (3000 Meter) umständliche Routen, bei denen auch bei Ausfall eines Triebwerks noch sicher ein Flughafen erreicht werden kann. Dies erfordert wiederum mehr Kraftstoff und die Nutzlast wird weiter verringert. Wegen der hohen Tempertaturen am Boden des relativ hoch gelegenen Flugplatzes von Kabul (bis zu 35o C, rd. 1800 m) sinkt die Nutzlast ohnehin auf gerade einmal 4 Tonnen ab. Diese Beschränkungen zeigen deutlich, dass die für andere Einsatzregionen konzipierte Transall dringend von der modernen A 400 M abgelöst werden muss. Doch auch hier hat Pilot Mohtadi so seine Vorbehalte: "In der Transall macht die Maschiene was der Pilot will, im A400M regieren die computergestützten Steuersysteme!" gibt er zu bedenken. Und da spricht der praxiserfahrene Stabsarzt, der wohl das eine oder andere unkonventionelle Flugmannöver im Kampfgebiet am eigenen Leib erfahren musste.

Somit erlebten rd. 25 anwesende Lions einen hochspannenden und kenntnisreichen Vortrag als Auftakt der Vortragsreihe im Lionsjahr 2015/2016. Nach seinen Dankesworten überreichtge Präsident Gerhards unserem Gast dann noch einige "Liroy" Kuscheltiere, die sich in der medizinischen Notfallversorgung von Kindern oftmals als wirksamer herausstellen als die beste Medizin!

Tolles Fest bei durchwachsenem Wetter "Wunstorf isst Matjes" in der schönsten Fußgängerzone der Region

09.00 morgens: Die letzten Vorbereitungen für das große Fest laufen an. Die 5 wettergeschützten Stände sowie das Zelt werden bestückt, Tische für die Lange-Tafel in der Fußgängerzone aufgestellt, vorsichtshalber die Bänke verkehrt herum darauf gesetzt. Die Blicke der ca. 50 Helfer/innen der Lions-Familie wandern immer wieder zum Himmel. Sollen die Riesenpfannen schon erwärmt werden? Oder meint es Petrus nicht besonders gut mit den Ehrenamtlichen? Er tat es leider nicht!

Die Lions waren in den letzten 15 Jahren ein guter Gastgeber und wurden trotz Kälte und Regen mit der Treue der Besucher belohnt, denn die Gäste genossen den jungfräulichen Hering, der auf der Zunge zerging. Angeboten wurde er wahlweise mit Brat- bzw. Pellkartoffeln, verschiedenen Dips oder als Matjesbrötchen mit Salatblatt und Zwiebelringen. Dazu empfahl sich ein Glas Weißwein oder Prosecco. An zwei Getränkewagen konnte der Durst gelöscht werden. Ebenfalls wurde für diejenigen gesorgt, die eine Bratwurst mit Pommes frites bevorzugten. Kaffee und selbstgebackener Kuchen fanden reißenden Absatz.

800 Brötchen wurden verzehrt, rund 250 kg Bratkartoffeln mit 48 kg Speck und Zwiebeln gebraten und zusammen mit einer 4-stelligen Anzahl von Fischen verkauft. Hinzu kamen Hunderte Bratwürstchen und etliche kg Pommes. Da es keinen Grog oder Glühwein gab, entsprach der Getränkeumsatz den Wetterverhältnissen. Viele Komplimente erhielten die Lionessen für die 24 selbstgebackenen Kuchen und Torten. Für Unterhaltung sorgte die Big Band der Musikschule Wunstorf, deren Können immer wieder mit Applaus belohnt wurde.

Neu war ein Informationsstand an dem die Bürger und Bürgerinnen alles über Lions erfahren konnten. Von dieser Möglichkeit wurde reger Gebrauch gemacht und es fanden viele interessante Gespräche statt.

Nachdem alles aufgeräumt war, trafen sich die Teilnehmer/innen traditionsgemäß an dem noch geöffneten Getränkewagen zur "Abschlussbesprechung". Alle waren zufrieden und ein bisschen stolz auf das Geleistete. Immer wieder fielen die Worte: "Tolle Stimmung an allen Ständen - und mit dem Wetter, da hätte es schlimmer kommen können!" Der Reinerlös der Veranstaltung wird zum großen Teil für die Jugendarbeit sowie Sprachförderung ausländischer Kinder in Wunstorf und Umgebung verwendet.

(mh / cl)

Umweltberichterstattung heute: planet e ZDF Moderator Volker Angres im LC Steinhuder Meer

Volker Angres ist Leiter der Redaktion „Umwelt“ beim ZDF und moderiert die Sendung „planet e“.  „Die Anforderungen an die Berichterstattung im Umweltbereich haben sich in den letzten 40 Jahren grundlegend verändert“ sagte Angres weiter. So berichtete er, dass es in der frühen Phase der Umweltberichterstattung vornehmlich um Tagesberichterstattung, wie Tschernobyl oder die Exxon Valdes  Ölpest ging. Darüber hinaus bemühte man sich Umweltthemen wie die Luftverschmutzung im Ruhrgebiet mit plakativen Bildern in die Wahrnehmung der Zuschauer zu rücken.  Diese Situation hat sich nunmehr grundlegend geändert. Umweltthemen wurden quer durch die politische Parteienlandschaft als Wahlkampfthemen entdeckt und ein grünes Bewußtsein ist mehr oder weniger kollektiv vorhanden.  

Dadurch werden die Ansprüche an den Umweltjournalismus höher. Hochkomplexe Zusammenhänge entlang globalisierter Produktionsketten oder  Langzeiteffekte der industrialisierten Pflanzen- und Fleischproduktion: die neuen Themen sind vielschichtig, aufwändig zu recherchieren und müssen sorgfältig aufbereitet werden, um für den Zuschauer überhaupt „verdaulich“ zu sein. Genau dieser schwierigen Aufgabe stellen sich Angres und sein 11-köpfiges Redaktionsteam jeden Sonnag um 14:45 Uhr mit seiner Sendung „planet e“.  Mit eindrucksvollen Filmausschnitten aus dieser Sendung illustrierte Angres, wie der Anspruch der Sendung umgesetzt wird. Angres und seine Redaktion schauen auf die Welt als System und stellen sie in Ihren Wirkzusammenhängen dar. Sie möchten diese Sichten auch auf Ihre Zuschauer übertragen. Als plakatives Beispiel stellte Angres besonders das „Märchen vom umweltfreundlichen Auto“ heraus. Niedrige Werte bei CO2 Ausstoß und Benzinverbrauch -  ein sanftes Ruhkissen für den umweltbewußten Verbraucher? Mitnichten, wie Angres anhand der Vorlieferketten der Automobilindustrie eindrucksvoll aufzeigte. Hier stehen geschliffene Aussagen der Marketingabteilungen zur Nachhaltigkeit in einem krassen Gegensatz zur bitteren Realität in den Rohstoff liefernden Schwellenländern für die Automobilindustrie. Und so entpuppt sich eben vieles, was vordergründig als umweltverträglich, grün oder nachhaltig daherkommt bei näherem Hinsehen als Mogelpackung. Also lieber einmal mehr fragen und systemisch denken!

Ein Abend zum Nachdenken, aber auch ein Abend voller Ideen.  Wir brauchen dringend Journalisten, die Themen dieser Art  angehen und präsentieren! Vielleicht ist planet e nicht der Quotenschlager, aber  unsere Welt wird  sicher nicht dadurch bewahrt, dass wir nur noch nach „Germany’s next Top Model“ oder dem nächsten  „DSDS Superstar“ suchen. Auch und gerade weil Umweltthemen weniger Glamour haben, würden wir „planet e“ einen besseren Sendeplatz wünschen!   Mal „sehen“ ob daraus was wird…….

Hier der link zur Sendung:

http://www.zdf.de/planet-e/planet-e.-6019322.html

 

Dr. Michael Wiedicke-Hombach von der BGR berichtet im Lions Club Tiefseebergbau

Dr. Wiedicke-Hombach erläutert einen "black smoker"

Herr Dr. Michael Wiedicke ist Geologiedirektor und Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ in der Abteilung 1 für mineralische Rohstoffe der BGR.In seinem Arbeitsbereich geht es um metallische Rohstoffe, die tief unten in den Ozeanen liegen. Schätze, die scheinbar nur darauf warten, gehoben zu werden. Die Rede ist zum Beispiel von sog. Manganknollen, das sind schwarzbraune unregelmäßig-rundlich geformte Brocken mit Durchmessern von meist 1 bis 6 cm. Wirtschaftlich interessant sind vor allem die Gehalte an Kupfer, Nickel und Cobalt, welche zusammen in den Knollen mit bis zu 3 % enthalten sind und u.a. für die Elektroindustrie und Stahlveredlung gebraucht werden. Ferner berichtete Herr Dr. Wiedicke-Hombach von sog. hydrothermalen Sulfiderzen, die vulkanischen Ursprungs sind. Interessant  sind hier neben den hohen Buntmetallgehalten (Kupfer, Blei und Zink) besonders die Edelmetalle Gold und Silber sowie die Hochtechnologiemetalle Indium, Germanium, Wismut und Selen.

Welche Rolle spielt nun eine Behörde des Bundeswirtschaftsministeriums beim Auffinden und Erkunden der Lagerstätten von Rohstoffen tief unten auf dem Meeresboden. Entsprechend dem Seerechtsübereinkommen gelten die Bodenschätze der Tiefsee internationaler Gewässer als Erbe der Menschheit. Zur Überwachung, Regelung und Steuerung ihrer Nutzung wurde die Internationale Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen gegründet und in Jamaika angesiedelt. Die BGR erwirbt für Deutschland als Explorationslizenzen bei der Meeresbodenbehörde, die später in Abbaulizenzen übergehen könnten. Insgesamt erfordern Kartographierung, Erkundung und Vorbereitung der Lagerstätten einen derart massiven Invest, dass einzelne Firmen hier überfordert sind. Daher finden diese Investitionen im Rahmen der Wirtschaftsförderung durch den Bund statt.

Nun lässt leider nicht einfach ein Kran im Meer versenken, der sodann anfängt, zu graben! Ausführlich widmete sich Herr Dr. Wiedicke-Hombach auch den technologischen Herausforderungen bei Erkundung und Abbau solcher Untersee-Lagerstätten. Die Meerestiefe dort beträgt teilweise bis zu 5000 m und die Lage eines Schiffes an der Oberfläche muss sehr ruhig gehalten werden um eine präzise Steuerung der Geräte zu ermöglichen. Weiterhin sollte natürlich der Meeresboden durch eine industrielle Ausbeutung der Lagerstätten nicht nachhaltig beeinträchtigt oder zerstört werden.

Insgesamt wurde durch den Vortrag wieder einmal deutlich, welche Hochtechnologien und ungewöhnlichen Fördermethoden wohl in der Zukunft nötig sein werden, um an wertvolle Rohstoffe heranzukommen. Dies ist eben nicht nur für das Erdöl der Fall, sondern gilt für viele andere Rohstoffe ebenso. Es ist gut zu wissen, dass Deutschland hier als metall-rohstoffarmes Land in vorderster Linie Pionierarbeit leistet!          

Clubabend am 13.04.2015 Unternehmertum trifft Amtsschimmel – Wolfgang Naujokat referiert im Club

Wie können Unternehmen und die öffentliche Hand mit Gewinn für beide Seiten zusammenarbeiten, sind sie doch von gänzlich unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen beherrscht. Dieser Frage wollte Naujokat in seinem Vortrag nachgehen.

In der Einführung des Gastes durch P Jörg Reichling wurde schnell deutlich, dass der Vortrag aus berufenem Munde kommen sollte. Wolfgang Naujokat ist in der Wirtschaft groß geworden und leitete schließlich in einem Großkonzern die Geschäftseinheit mit dem Kundenfokus Öffentliche Auftraggeber. Vor über 10 Jahren machte er sich als Berater selbständig und gehört seitdem auch dem Vorstand der ESG an. Ziel des Vereins ist Wirtschaftsförderung an der Nahtstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung.

P Jörg Reichling beschrieb kurz das Engagement Naujokats im Bereich der Nutzung von Geodaten der öffentlichen Hand für neue Pordukte und Services von insbesondere kleinen und mittleren Wirtschaftsbetrieben. Naujokat griff den Ball gerne auf. „Ist es wirklich die Aufgabe einer öffentlichen Stelle Wanderkarten zu produzieren, nur weil die öffentliche Stelle auf den Geodaten hockt? Oder sollte das nicht vielmehr Unternehmern eröffnet werden, indem man ihnen Zugriff und Verwendung der erforderlichen Geodaten erleichtert? Davon ausgehend schilderte Naujokat umfänglich, welches Wirtschaftspotenzial generell in den Daten steckt, die die öffentliche Hand aufgrund ihrer vielfältigen Aufgaben erhebt, verarbeitet und hütet. Geodaten, Statistikdaten, Wetterdaten, Umweltdaten – um nur einige zu nennen. Bemerkenswerter Weise engagiert sich insbesondere die EU für eine Vereinheitlichung der Rahmenbedingungen für die Nutzung dieser „Schätze“ in den Mitgliedsstaaten. Man mag das geschätzte Wertschöpfungspotenzial von rd. 40 Mrd. Euro glauben oder anzweifeln. Selbst wenn diese Schätzung um die Hälfte überzogen wäre – allein die Größenordnung weckt schon Begehrlichkeiten. Auf der anderen Seite beschrieb Naujokat die Hemmnisse. Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung werde behindert von überlangen Entscheidungsprozessen, einem überregulierten Vergabewesen für Aufträge, starren Strukturen in den öffentlichen Haushalten und einem insgesamt unterentwickelten Anreizsystem, neue Wege zu beschreiten. Und wenn veraltete rechtliche Rahmenbedingungen im Wege stünden, erweise sich das Recht zwar nicht als unveränderliche Konstante, aber immerhin doch als ausgesprochen Veränderungsresistent.

Die Antwort auf die Frage, wie es die Verwaltung grundlegend besser machen könnte, blieb Naujokat indes schuldig. „Wir müssen stärker miteinander in den Dialog treten“ so seine Empfehlung. Natürlich klingen Patentlösungen in geschliffenem Beraterdeutsch griffiger, aber diese Antwort zeigte, dass Naujokat eben wirklich etwas von der „administrativen Realität“ versteht.

Ein interessanter Clubabend, der insbesondere zeigte, dass die modernen Verwaltungskonzepte von moderner Haushaltsführung, E-Government und offenen Verwaltungsdaten in eine richtige Richtung gehen, deren Umsetzung jedoch in den althergebrachten Verwaltungsabläufen zu ersticken drohen.

CL

LIONS Vortragsabend am 3. März 2015 Thomas Beißwänger zur Nutzung heimischer mineralischer Rohstoffe

Gesteinsrohstoffe führen im Ansehen der Allgemeinheit eher  ein Mauerblümchendasein. Ihnen haftet nicht der Glamour von „flüssigem Gold“ oder gar „echten“ Edelmetallen an. Nichts desto trotz sind sie unverzichtbar und ein essenzieller Bestandteil vieler Alltagsprodukte, auch wenn man dies auf den ersten Blick nicht so annehmen würde. Zur Verwunderung der Zuhörer am Lions Abend vom 03.03. wartete Herr Beißwenger mit folgender Statistik auf:  „Jeder von uns verbraucht durchschnittlich stündlich 1 kg Naturstein, Kies, Sand, Gips oder Steinmehl. Dieser Verbrauch findet sich nicht nur im Straßen- oder Hausbau wieder, sondern insbesondere auch z. B. in Medikamenten, Papier oder Zahncremes“ so Beißwengers Einführung. Insgesamt liegt der Bedarf an mineralischen Rohstoffen in Deutschland bei ca. 800 Mio. Tonnen, von denen immerhin 75% aus heimischen Ressourcen gedeckt werden können. Dabei sind die Rohstofflagerstätten sind naturgegeben und nicht veränderbar. Sie werden jedoch häufig von konkurrierenden Nutzungen überplant, die jede künftige Rohstoffgewinnung erschweren oder gar ausschließen. .Aus seiner Rolle beim Verband heraus weiß Beißwänger um diese Konkurrenzen nur zu gut. Zwar erscheint der Flächenanteil an Abbaugebieten mit 0,2% auf den ersten Blick gering, trotzdem stellt die Förderung einen großen Eingriff in die Natur dar. Ein weiteres Merkmal besteht in der typischerweise nur vorünergehenden Nutzung der Flächen. Danach stehen die Flächen beispielsweise einer menschlichen Nutzung oder einer Naturschutznutzung wieder zur Verfügung. Eine der Hauptaufgaben von Thomas Beißwenger ist daher auch die Zusammenarbeit mit Vereinen wie dem NABU, dem BUND und Bürgerinitiativen. Diese nicht immer leichte Aufgabe bereitet jedoch den Boden um gemeinsame Lösungen zu entwickeln, die dann auch von der Politik anerkannt und mitgetragen werden. Abschließend wünschte sich Thmas Beißwenger eine  Stärkung der Instrumente und Werkzeuge der Rohstoffsicherung in seinem Bereich. „Was wir brauchen ist einer Abkehr von der rein bedarfsorientierten Ausweisung und eine Hinwendung zum flächenhaften Schutz von Rohstofflagerstätten für heute, morgen und übermorgen“ so sein Plädoyer.

Nach den sehr aufschlussreichen Ausführungen konnten sich interessierte Lionsfreunde noch reichlich mit entsprechendem Anschauungsmaterial eindecken

Clubabend am 18. Februar 2015 Andreas Mann im Lions Club Steinhuder Meer

Andreas Mann

(lah) Am Aschermittwoch, den 18.02. fand der zweite Clubabend im Februar im Haus am Meer statt. Aus kirchlicher Sicht der Beginn der Fastenzeit - Politiker nutzen den Tag traditionell um gehörig auszuteilen. Wenngleich vom politischen Aschermittwoch an diesem Clubabend nicht direkt die Rede war, nutzte unser Gastredner Andreas Mann dennoch die Bühne, um rigoros mit den politisch Verantwortlichen und Akteuren der sogenannten Energiewende abzurechnen. Fallbeispiele, Persiflagen und Zitate illustrierten seinen Vortrag. Die Bemühungen um die Energiewende und den AKW Rückbau bilden für ihn ein Chaos von unklaren Zuständigkeiten, Föderalismus, Überregulation und mangelnder Fachkompetenz und sind demnach ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Ach ja - und dann war da ja auch noch die EU Kommission, die in ihrer Regelungswut ein Übriges zum „Erfolg“ beizusteuern hat! Folgerichtig berief sich Mann dann auch bei der Frage, ob denn die Abschaltung und der geordnete Rückbau der existierenden Kernkraftwerke überhaupt Aussicht auf Erfolg habe, auf seinen festen Glauben an Wunder.  Auch der mit einem Schmunzeln vorgetragene Hinweis von LF Jürgen Wiebking zur statistischen (Un-)Wahrscheinlichkeit, ein solches Wunder tatsächlich zu erleben, erschütterte Andreas Mann nicht. Er selber habe mit dem Mauerfall bereits ein Wunder erlebt und das lässt hoffen.

Eigentlich sollte es in dem Vortrag um das Thema Mediation gehen.  So berichtete Herr Mann, der den mdr 2012 als Moderator verließ um sich neuen Schwerpunkten widmen zu können, von seiner Rolle als Mediator für Konfliktbehandlung im Umfeld der Energiewirtschaft.  Natürlich leuchtete unmittelbar ein, dass eine Zusammenarbeit zwischen einem AKW Betriebsleiter und dem Leiter des Rückbau Teams nicht ganz spannungsfrei über die Bühne gehen kann. Ist bei derart diametral entgegenlaufenden Perspektiven eine partnerschaftliche Zusammenarbeit möglich? Was kann diese Antipoden dazu bringen, die Lösung in einer Mediation zu suchen? Freiwilligkeit, Überparteilichkeit, Ergebnisoffenheit – dies seien die Voraussetzungen für eine Mediation, die diese Bezeichnung auch verdient – so Andreas Manns Erfahrungen. Aber auch Rückschläge seien an der Tagesordnung und gehören zum Geschäft.

Schließlich brach der Mediator Andreas Mann noch eine sehr emotional vorgetragene Lanze für Entscheidungsstärke, eine durch Fachwissen legitimierte straffe  Führung und den Willen zum Setzen „klarer Kanten“. Dies erfordert eine neue Fehlerkultur: Lieber auch einmal eine falsche Entscheidung hinnehmen als gar keine zu treffen! Dies alles vermisse er sowohl in den Führungsetagen der Konzerne als auch bei unseren politischen Eliten.

Somit endete ein hoch interessanter Vortragsabend, der bei den Zuhörern die Zweifel über die Erfolgsaussichten der Energiewende weder ausräumen konnte noch ausräumen wollte. Vielleicht spendet Katja Ebstein etwas Trost, schon 1970 sang sie: „Wunder gibt es immer wieder“!   

Pressemitteilung vom 13.11.2017

Frauke Ludowig bei den Lions zu Gast

Pressemitteilung vom 30.06.2017

Dr. Lutz Glusa ist neuer Präsident für das Lions Jahr 2017 / 2018

Pressemitteilung vom 17.01.2017

Großzügiges Vermächtnis für die Lions

Wunstorferin bedenkt den Lions Club Steinhuder Meer in ihrem Testament

Pressemeldung vom 30.01.2016

LC Steinhuder Meer hat sein erstes Integrations-Paket geschnürt

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