Jagdlicher Spaziergang

Jagdlicher Spaziergang

Der LP Dr. Hansjörg Eisele (links) übergibt dem Revierleiter Peter Kugler (rechts) ein Geschenk für die hervorragende Führung durch das Jagdrevier Grünsfeld I

Menschen jagen seit 3 Millionen Jahre. Sie haben sich dadurch eine Überlebensstrategie entwickelt. Das Jagen wurde auch neben neueren Ernährungsaktivitäten wie die Viehhaltung fortgeführt.

Seit dem Mittelalter gilt die Jägerrei als mit dem Landeseigentumsrecht verbundenes Adelsprivileg. Nach der französischen Revolution wird die Jagd allen gesellschaftlichen Schichten geöffnet, worunter das Waldöko System sehr gelitten hat. Zur Erhaltung von Fauna und Flora unterliegt die Jagd heute als moderne Freizeitaktivität gesetzlichen Regelungen.

In der Jungsteinzeit entstanden Landwirtschaft und Viehzucht, die den Jagderfolg ersetzten. Die Jagd diente nun vor allen Dingen zur Verteidigung der landwirtschaftlichen Anbauflächen gegen zerstörerische Tiere.

Die französische Revolution schaffte das aristokratische Jagdprivileg in Frankreich ab, was zu einer allgemeinen Jagdwelle führte und das Ökosystem stark beeinträchtigte. Napoleon führte zum Schutz der Fauna Jagdscheine ein, die Jagdzeiten und Jagdgebiete begrenzten.

Die Jagd heute unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen. Vorwiegend geht es um Schadensbegrenzung durch das Wild in der Land- und Forstwirtschaft. Der Jäger muss Grundkenntnisse des Land-und Waldbaues besitzen, denn Feld und Wald sind der  Lebensraum der frei lebenden Tierwelt und somit auch der jagdbaren Arten. Unsere Kulturlandschaft wird durch die Land- und Forstwirtschaft geprägt. Viele Arten werden durch die Landnutzung des Menschen in ihrer Ausbreitung beeinflusst. Deshalb muss der Jäger in der Lage sein zu beurteilen, ob im Revier der Wildbestand dem natürlichen Nahrungsangebot angepasst ist. Es stellt sich für den Jäger auch die Frage, inwieweit er mit Biotop-Hegemaßnahmen  die Lebensbedingungen der frei lebenden Tierwelt verbessern kann.  Naturschutz und Jagd stellen keine Gegensätze dar, sondern ergänzen sich bei einer modernen Sichtweise. Der Revierleiter Peter Kugler stellt sich den Fragen der Lions Freunde und erläutert sehr ausführlich die Zusammenhänge und die Notwendigkeit der  Jagd, damit unser Ökosystem nicht aus den Fugen gerät. (Dr. Franz Hoch)

Das nachfolgende Gruppenbild zeigt Mitglieder des Lions Clubs Tauberbischofsheim, die mit ihren Frauen am "Jagdlichen Spaziergang" (5.6.2018) teilgenommen haben. Leitung: Revierleiter Peter Kugler/Forstamt Tauberbischofsheim (dritter von rechts).

Alle  abgebildeten Personen haben ihre Zustimmung zu den Bildaufnahmen und zu einer Veröffentlichung gegeben)