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Kindern eine Zukunft Ausbildungspaten für Rwanda

Schülerinnen und Schüler der APECAS-Schule bei Kigali

Seit 2014 finanzieren Mitglieder des Lions Clubs Vulkaneifel und ihre Freunde die dreijährigen Berufsausbildung - in 2019 für 27 Schülerinnen und Schüler - an der Schule „APECAS - Association pour la Promotion de l'Education, de la Culture et de l' Amélioration de la Santé“ im ländlichen Raum ca. 40 km südwestlich der Hauptstadt Kigali.

Ziel der Initiative ist es, jungen Mädchen und Jungen mit einer Berufsausbildung eine Lebensperspektive zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, für ihren eigenen und den Unterhalt ihrer Familien nachhaltig zu sorgen. Das Projekt wird koordiniert von LF Christoph Susewind, der Rwanda sehr gut kennt und seit vielen Jahren in engem Kontakt zur Schule steht.

Darüber hinaus wurden 14 Nähmaschinen für die Ausbildung von Näherinnen zur Verfügung gestellt. Für die Wasserversorgung der Schule wurde eine Zisterne für 5.000 Liter Regenwasser mit Unterstützung aus Mitteln des Distrikt-Verfügungsfonds finanziert.

Die Schule ist eine koedukative Sekundarschule mit berufsbildendem Zentrum in Elterninitiative mit angeschlossenem Internat. Über eine Kurzausbildung (1-2 Jahre für diejenigen, die den Sek.- Abschluss haben) oder über 3 Jahre (für diejenigen ohne Sek.-Abschluss) werden z.B. Maurer, Elektriker, Schlosser, Mechaniker ausgebildet. 900 Euro kostet die 3jährige Berufsausbildung pro Internatsschülerin.

Die Schule wurde 1987 gegründet. Zurzeit hat sie ca. 200 Schülerinnen und Schüler (alle im Internat) und 7 Lehrer. Die Schule besteht mittlerweile aus 13 Gebäuden mit 300 Schlafplätzen und ist baulich in einem ordentlichen Zustand. Es mangelt aber nach wie vor an Ausstattung und Materialien.

Rwanda

Rwanda mit seinen über 10 Mio. Einwohnern ist etwa doppelt so dicht besiedelt wie Deutschland, seine Größe entspricht etwa der Fläche von Rheinland-Pfalz plus dem Saarland. Ca. 80% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Die Hauptstadt Kigali hat ca. 1,2 Mio. Einwohner. Der Völkermord im Jahr 1994 kostete ca. 1 Mio. Menschen, etwa 75 % der Tutsi-Minderheit, das Leben. Als unmittelbare Folge wuchsen ca. 600.000 Kinder ohne oder mit nur einem Elternteil und in extremer Armut auf.