Das Wasser des Lebens: Schottischer Single Malt (Tobias Susewind, St. Wendel)

Das Wasser des Lebens: Schottischer Single Malt (Tobias Susewind, St. Wendel)

Dank des Präsidenten OSTD Christoph Susewind für den ausgezeichneten Vortrag

​​​​​​​Vortrag am 8. Februar 2019

W. C. Fields sagte es schon: „Jemand, der Whisky trinkt, kann kein schlechter Mensch sein.“ Aber die Kunst des Whiskytrinkens will gelernt sein, davon hat Tobias Susewind in seinem Vortrag überzeugt.

Single Malt Whisky, der absolute Liebling des Referenten, wird bei Zimmertemperatur genossen. Nur so gelangen die feinen Nuancen der Aromen in vollem Umfang zur Geltung. Eis hat in Single Malt Whisky nichts zu suchen! Nach dem Ausschenken darf man den Whisky nicht sofort trinken: er braucht Zeit zum „atmen“!

Das richtige Whiskyglas hat eine Tulpenform. So kann sich das Aroma im Bauch des Glases sammeln und über die schmale Öffnung intensiver in die Nase aufgenommen werden. Der aus Hollywoodfilmen bekannter „Tumbler“ ist eher ungeeignet: durch seinen dicken Boden erwärmt sich das Glas schlecht in der Hand, durch seine weite Öffnung verfliegt das Aroma schnell. Wichtig ist nämlich das Riechen: Der Mensch hat etwa tausendmal mehr Geschmacksrezeptoren in der Nase als auf der Zunge. Zu beachten ist, dass beide Nasenlöcher nie gleich intensiv riechen! Atmen Sie also alternativ mit ihnen ein. Das Glas wird nicht geschwenkt: Schwenken vergrößert die Oberfläche und dadurch entsteht mehr Verdunstung, beim Riechen bekommt man dann hauptsächlich Alkohol in die Nase.

Probieren dürften die Lionsfreunde den „Dalwhinnie“, dessen Aroma Anklänge zeigt von Heidekraut und Torfrauch. Der milde, fruchtig- süße Geschmack leitet über zu einem exzellent langen Abgang.

Das Aroma des „Glendronach“ ist süß mit cremiger Vanille, Gewürzen und einem Hauch von Birnen. Der Abgang ist lang, trocken und voll mit Spuren von Nüssen.

Den Liebhabern von rauchigen, intensiven Whisky kann man den „Ardberg“ empfehlen.

Weitere Informationen : https://www.rauchzeichen-wnd.de/