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4. Charity - Filmabend in Kooperation mit Murnau Theather

copyright Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Wiesbadener Erstaufführung:

Nachdem die digitalisierte Fassung von Helmut Käutners Film SCHWARZER KIES seine Weltpremiere am 15. Februar bei den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin feierte, ist er nun bei uns im Murnau-Filmtheater mit einer Einführung der Restauratorin der Murnau-Stiftung, Anke Wilkening, zu sehen.

Im ländlichen Westdeutschland des Jahres 1960 wird in einem kleinen Dorf mit 250 Einwohnern eine amerikanische Militärbasis errichtet. Sechstausend Soldaten leben nun in der Region, und obwohl niemand sie so recht leiden kann, macht doch jeder sein Geschäft mit ihnen. Protagonist Robert Neidhardt profitiert am Bau eines Militärflughafens mit dem Schwarzhandel von Kies. Seine Skrupellosigkeit treibt Neidhardt dabei bis zum Äußersten.

Käutners stilistisch an amerikanische Noirs und B-Movies angelehnte Abrechnung mit der BRD untersucht die Auswirkungen der amerikanischen Besatzung auf die Bewohner eines Kaffs in der westdeutschen Provinz.  Kurz nach Verleihstart warf der Zentralrat der Juden in Deutschland Käutner und der Produktionsfirma Antisemitismus vor und stellte Strafantrag. Gegen den Willen des Regisseurs entfernte die Ufa Film Hansa daraufhin die beanstandeten Szenen. Außerdem wurde für den weiteren Verleih das pessimistische Ende des Films abgeändert. Im Archiv der Murnau-Stiftung überdauerte neben der Verleihfassung auch eine 35mm-Kopie der ursprünglichen Premierenfassung. Diese wurde nun digitalisiert und für die Zukunft gesichert.


 

1. Charity Filmabend in Kooperation mit Murnau Theather

 

VARIETÉ

Mi 4.11.2015 19.30 Uhr
In Kooperation mit MURNAU THEATHER

Sondereintritt: 10€ (6€ Eintritt, 4€ Spende für ein soziales Projekt), inkl. Einführung und einem Glas Sekt.

Im Februar 2015 feierte die rekonstruierte und restaurierte Fassung von E. A. Duponts Stummfilmmeisterwerk ihre Premiere bei der 65. Berlinale. Das Drama um den Schaubudenbesitzer Boß, der Frau und Kind verlässt, um mit einer exotischen jungen Tänzerin als Artist zu leben, gehörte zu den größten Exporterfolgen der Weimarer Republik. Filmhistorische Bedeutung erlangte VARIETÉ durch die spektakulären Aufnahmen der „entfesselten Kamera“ durch Karl Freund. Durch die Arbeit der Murnau-Stiftung und des Filmarchivs Austria ist der Film nun wieder in weitgehend vollständiger Fassung zu sehen.

copyright Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung