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A.E. Johann-Preis in Hankensbüttel: Einsender fast überall in die Welt gereist Von der West-Sahara bis Australien

Alle Sieger bei der Verleihung des A.E. Johann Preises in Hankensbüttel

Hankensbüttel - Die ersten drei Sieger jeder Altersklasse des A.E. Johann-Preises ka­men am Samstagabend ins Gasthaus "Zur Linde" nach Hankensbüttel, um die Eh­rung bei der vierten Preisver­gabe in Empfang zu nehmen. Zuvor allerdings waren sie fast überall in die Welt ge­reist und hatten sich Notizen gemacht, scharf beobachtet und sich unter die Menschen gemischt.

Denn allen Preisträgern ge­meinsam war, dass sie sich abseits von Massentourismus und All-Inklusive-Reisen mit der Kultur und den Men­schen ihrer Gastgeberländer auseinandersetzten. Sie schauten sich genau Land und Leute, Kultur, Lebenswei­se und soziale Verhältnisse an. So lebte Berit Sellmann ei­ne Woche in einer Jurte in der mongolischen Steppe, Nele Gsuck begegnete Aborigines in Australien, Marie-So­phie Raich reiste durch In­dien und Luca David Calluso durch die West-Sahara. Ein Land, das von der Welt ver­gessen, von Marokko besetzt und wie viele andere sehr arm ist, so die Juroren.

So viele Bewerbungen um den Preis für die jungen Ur­lauber, eher Reisende oder Abenteurer, wie noch nie, gingen bei der A. E. Johann-Gesellschaft ein. Mehr als 100 an der Zahl, auch aus dem Ausland wie der Schweiz, Österreich oder Kamerun. Und so hatte die Jury, zusammen­gesetzt aus Vertretern der Literaturwerkstatt der KVHS, dem Schriftsteller Dieter Kreutzkamp, Jürgen und Elke Boden vom Alouette-Verlag sowie Pastor Karsten Heit-kamp vom Lions Club Wittin­gen, auch ihre Mühe, die ers­ten drei Preise zu vergeben. „Ich hätte mir angesichts der vielen hervorragenden Arbei­ten mehr Preise gewünscht, vor allem in den beiden höhe­ren Altersklassen", sagte Ju­rorin Gabriele Herzog.

Bianca V. Vespermann aus Hamburg holte sich den ers­ten Preis der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren - vor Julke Magarethe Kolb (Wardenburg) und Marie-Sophie Raich (Dresden). In der Altersgrup­pe 2 von 16 bis 20 Jahren sieg­te Kim Salmon (Leipzig) vor Santino Anderen (Wald­bronn), der als einziger bei

der Siegerehrung nicht dabei sein konnte, weil er gerade, ganz im Sinne von A. E. Jo­hann, ein Freiwilliges Sozia­les Jahr in Kenia ableistet, und Nele Gsuck (Lüneburg). In der Klasse 3, die von 21 bis 25 Jahren reicht, gewann Lu­ca David Calluso (Berlin) vor Jana Luisa Aufderheide (Bo­chum) und Berit Sellmann (Kirchhundem).

Die ersten drei Sieger beka­men Pokal, Urkunde und Bü­cher sowie eine Laudatio von den Juroren. Die Erstplatzier­ten trugen kurze Ausschnitte ihrer Berichte vor. Sonder­preise gab es für Anne Zeiß (Frankfurt/Oder), die auf ih­rer Reise mit dem Einkaufs­wagen Müll eingesammelt hat - für ihre „tolle Idee", wie Rudi Zülch, Vorsitzender der A E. Johann-Gesellschaft, sagte. Ebenso an Sidoine Dounito aus Kamerun - für das Er­lernen der deutschen Spra­che „in so kurzer Zeit". Fast alle Einsender hatten erst­mals teilgenommen, ledig­lich eine junge Dame war bereits einmal dabei, erklärte Zülch. Dank gab es vom zwei­ten Vorsitzende Günter Wol­ter auch an die drei Kultur­vereine aus Wesendorf, Han­kensbüttel und Wittingen, die den Preis unterstützen.

Aus Isenhagener Kreisblatt vom 28.10.2019. Text und Fotos: Burkhard Ohse

Lions bringen verlandetes Gewässer in Ordnung

Mitglieder des Lions-Clubs und einige Unterstützer brachten den Teich auf Vordermann – nun soll er künftig besser gepflegt werden.

Lüben – Verlandet, zugewuchert, kaum noch Wasser: Der vor 20 Jahren angelegte Dr.-Buurman-Teich bei Lüben drohte zu verschwinden. Am Samstag packten daher 15 Mitglieder der Lions Wittingen samt Familienangehörigen an, um dem Gewässer wieder die Chance zu geben, das zu werden, was es einst sein sollte: ein Biotop für Lurche, Libellen, Vögel, Eidechsen und andere Lebewesen, die Wassernähe benötigen.

„Diese Aktion fand erstmals statt, aber sie war überfällig“, erklärte Eckard Klasen, Umweltbeauftragter der Lions und als Forst-Experte gleichzeitig Organisator der Aktion. Auch zwei Schülerinnen halfen an diesem letzten Feriensamstag freiwillig mit. Dazu waren Fachleute am Werk. Klaus Bösche, Lohnunternehmer aus Knesebeck, war mit von der Partie, stellte einen Greifer zur Verfügung. Denn aufgrund des verheerenden Zustands des Sees war ohne schweres Gerät nichts zu machen. „Und selbst damit war es nicht einfach“, betonte Klasen, denn es galt, viel Grünzeug aus dem Teich zu holen, ohne die Folie zu beschädigen.

Unterstützung gab es auch von Lübener Landwirten, die unter anderem das ausgebaggerte Material entsorgten. Wie bei der Anlage des Teiches vor 20 Jahren war Friedrich Camehl aus Betzhorn mit dabei – der Gartenbau-Experte hatte das Kleinod konzipiert. Drei Viertel des Pflanzenmaterials wurden aus dem See entfernt, der nun wieder zu sehen ist und seine Funktion erfüllen kann. Zu guter Letzt wurden auch die Ufersteine gerichtet (wichtig für Eidechsen) und die Einfriedung des Privatgrundstückes repariert.

Nach der Aktion lud Tennen-Wirtin Imke Wolter die Helfer zu einem leckeren Eintopf samt Getränken in die Tenne ein. „Wir von der Dorfgemeinschaft und dem Museum bedanken uns ganz herzlich für die geleistete Arbeit“, sagte sie. Der Teich war vor 20 Jahren von der Witwe des Wittinger Arztes Dr. Buurman gestiftet und von den Lions- Mitgliedern angelegt worden, erläuterte Klasen. „Ab nun werden wir uns mehr um die Pflege kümmern und den Teich im Auge behalten“, kündigte er an.  

Aus: Isenhagener Kreisblatt vom 23.10.2019.  Text: ard , Fotos: Ohse

Lions-Club stellt öffentliches Bücherregal im Wittinger E-Center auf / Spenden für soziale Projekte Lesezauber im Supermarkt

Dr. Cord Meyer (v.l.), Joachim Grahn und Walter Bock-Lühmann freuen sich auf den Start des Bücherflohmarkts. FOTO:BENTES

Wittingen:  Für Bücher- und Literaturbegeisterte wurde am Mittwoch ein öffentliches Bücherregal in der Vorhalle des Wittinger E-Centers ein­gerichtet. Während der Öff­nungszeiten ist es für alle Interessierten frei zugänglich und kann neben dem Super­markteinkauf inspiziert wer­den. Der Bücherflohmarkt wird durch den Lions Club aus Wittingen ermöglicht. Die eingenommenen Spen­den sollen sozialen Projekten dienen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Bücherfloh­markt hier aufstellen kön­nen“, erklärt der Pressebeauf­tragte  und  Clubbotschafter Werner Thielert. „Wir haben schon einige Bücherflohmärkte bei verschiedenen Events veranstaltet. Das kam immer gut an.“ Thielert ver­weist auch auf die Bücherkis­te in der nahen Stadtbüche­rei. „Es handelt sich um den­selben Hintergrund. Durch eine kleine Spende können Interessierte die Bücher mit­nehmen.“

Der Standort im E-Center sei perfekt. „Hier kann das Regal dauerhaft stehen. Hof­fentlich können wir vielen Menschen damit eine Freude machen.“ Der Pressebeauf­tragte richtete seinen Dank auch an E-Center-Inhaber Walter Bock-Lühmann. „Wir sind sehr glücklich für die Unterstützung.“ Bock-Lüh­mann spricht von einer Win-Win Situation. „Das ist eine gute Sache für unsere Kun­den“, erklärt er weiter.

Auch Clubpräsident Joa­chim Grahn und Mitgliedsbe­auftragter Dr. Cord Meyer wa­ren vor Ort, um die Bücher an ihre neuen Plätze zu stellen. Eine große Menge an Kartons musste in den Supermarkt geschafft werden. Ob Koch­buch oder Krimi, die Bücher­regale bieten den Lesern mit über 400 Büchern eine große Vielfalt. Das Regal soll auch in Zukunft mit neuen Wer­ken von Lions-Mitgliedern be­stückt werden.         

Aus Isenhagener Kreisblatt vom 02.09.2019       Text: Hilke Bentes

Der Lions-Club war mit einem Bücherstand vertreten

Sommerfest in Wittingen 2019

 

Der Bücherflohmarkt des Wittinger Lions-Clubs beim Sommerfest in Wittingen war ein großer Erfolg. Etwa 300 Bücher konnten an interessierte Leserinnen und Leser abgegeben werden. Im Gegenzug spendeten die neuen Besitzer großzügig für die durch den Lions-Club unterstützten wohltätigen Zwecke.

 

Der nächste Büchermarkt findet am Samstag, den 30.11.2019 in Wittingen statt.

Zeit und genaue Ortsangabe werden noch bekannt gegeben.

Vom Lions Club unterstützt... 423 000 Seiten für die Ewigkeit

Überwachten gestern den Abtransport der IK-Bände: Wolf-Ingo Bellin (v.l.), Friedhelm Kluge, Margret Krey, Sabine Weykonath, Hans Messerschmidt, Ingo Knop, Lothar Brause und Jutta Kuhlmeyer.

 

Wittingen - Die unzähligen Ausgaben des Isenhagener Kreisblatts der Jahrgänge 1894 bis 2012 selbst zu di­gitalisieren - das war keine Option für den Wittinger Heimatverein. Denn er wacht über geschätzt 423 000 Zeitungsseiten, ein Sammelband ist 48 mal 32 Zentimeter groß und wiegt rund 10,5 Kilogramm.

Das Einscannen bei dem Peiner Unternehmen MSV geschieht mit modernster Digitaltechnik, erfordert aber gleichzeitig manuelle Arbeit. Auf 10 bis 20 Sekunden schätzt Juniorchef Christian Künzel den zeitlichen Aufwand pro Doppelseite. Bei manchen Bänden wird die Bindung gelöst werden müssen, weil sie seinerzeit zu eng vorgenommen wurde. Das MSV-Team wird auch die Frakturschrift mancher Jahrgänge computerles­bar machen.

Und natürlich ist viel Fingerspitzengefühl gefragt: Vor allem in älteren Ausgaben sind Seiten mitunter lose, zerknickt oder ausgeblichen. Insbesondere in den Bänden aus Nachkriegsjahren, so Künzel, zeigt sich auch eine schlechtere Papierqualität: „Da brauchte man die Ressourcen anderweitig."

Das alles war für den Heimatverein auch ein wichtiger Grund für die Digitalisierung - man wollte nicht auf das Zerbröseln mancher Bände warten. Historiker, Vereine, Firmen und Privatpersonen haben oft und ger­ne das Archiv genutzt, das Blättern hat natürlich Folgen für den Zustand mancher Ausgaben gezeitigt. Die sollen künftig vor dem Zugriff geschützt werden, nur in begründeten Ausnahmefällen soll es noch Zugang zu den Originalen geben. Wer dann am Bildschirm recherchiert, dem wird sich neben einer Volltextsuche auch jede Seite im Bildformat bieten.

Ab 2013 hat der Heimatverein das IK als E-Paper archiviert, deshalb muss ab da nicht mehr digitalisiert wer­den. Gesammelt werden die gedruckten Zeitungen trotzdem noch. Die allerersten Jahrgänge von 1888 bis 1893 werden ebenfalls nicht eingescannt - sie liegen dem Heimatverein schlicht nicht vor. Im Junkerhof wurde gestern Morgen betont, dass der ehemalige Heimatvereinsvorsitzende Jochen Bellin bei der Bewahrung des vorhandenen umfangreichen Zeitungsarchivs eine zentrale Rolle gespielt hat.

Die gestern verladenen Bände werden im Spätherbst zurückerwartet, dann soll auch die zweite Tranche (ab 1974) abgeholt werden. Messerschmidt rechnet damit, dass im März 2020 das Projekt abgeschlossen sein könnte. Er ist froh, dass nun alles für die Nachwelt konserviert wird und die Originale besser geschützt wer­den: „Das sind historische Kleinode."

 

Anmerkung: Dieses Projekt wird vom Lions Club Wittingen unterstützt.

 

Aus: Isenhagener Kreisblatt vom 11.07.2019,  Text und Fotos: Holger Boden

Steinhorst: Aktionstag beim Lesesommer zieht 150 Teilnehmer an Einmal wie ein echter Römer fühlen

Kleine Römer und ein „echter Legionär“ erobern Steinhorst Steinhorst – Die Kleinen waren schwer begeistert: Beim Steinhorster Lesesommer stieg gestern am Schulmuseum der Aktionstag „Römer“. Die jungen Besucher begaben sich dabei auf eine Zeitreise (Foto: Gerlach) und bekamen von einem „echten Legionär“ Infos, wie das Leben damals ablief. Das sorgte für offene Münder vor Staunen.

Steinhorst - Die Kinder waren begeistert und die Organisatoren waren es auch: Der Aktionstag „Römer" beim Steinhorster Lesesommer kam gestern sehr gut an. 150 Teilnehmer kamen im Laufe des Tages am Schulmuseum vorbei - und erfuhren jede Menge über das Leben vor zwei Jahrtausenden.

„Ich bin sehr erfreut über die Resonanz", sagte Museumsleiter Arne Homann im IK-Gespräch. Bereits 50 Besucher waren es kurz nach dem Start um 10 Uhr. Die Palette an Mitmachangeboten, die Homann mit sei­nem Team auf die Beine stellte, war breit: So konnten die Teilnehmer mit Schreibgriffeln (römisch: Stilus) auf Wachstäfelchen sowie auf Pergament und Papyrus schreiben. Es wurden Ketten mit Glasperlen und Papyrus-Lesezeichen gebastelt sowie Knochenstücke mit Schleifpapier abgerundet. Ihre selbst erstellten Werke konnten sich die jungen Besucher dann mit nach Hause nehmen.

Die Kinder lernten, römische Zahlen zu schreiben, und merkten, wie es sich anfühlt, auf den verschiedenen Materialien zu schreiben. Außerdem konnten sie eine Legionärsrüstung in Kindergröße anprobieren, was ihnen großen Spaß bereitete.

Da die Rüstungen als Schutz gegen Rost leicht eingefettet werden, bekamen die Kinder darunter eine Tunika angezogen. Außerdem wurden sie mit Helm und Schild ausgerüstet. Die sich überlappenden Teile der Rüstung boten eine gute Schutzwirkung, erläuterte Homann. Die Rüstung erlaubte den Legionären eine hohe Beweglichkeit, durch die Verwendung von Gürtel- und Schulterschienen wurde bei den Rüstungen zu­dem Material eingespart.

Mit Werner Pollak als „Pollux" war in Steinhorst ein „echter Legionär" vor Ort. Der Darsteller hatte auch rö­mische Ausrüstungsstücke mitgebracht und schlug hinter dem Museum sein Zelt auf. Als Experte berichte­te er vom Alltagsleben der Legionäre und der Rolle der Armee in der römischen Gesellschaft ebenso wie über das zivile Alltagsleben und die Bedeutung der Bildung im römischen Weltreich.

Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld sprach bei seinen kleinen Vorträgen über Funde aus der Zeit der Römer und Germanen - und von den Menschen, die damals in unserer Gegend lebten.

Der Aktionstag bei freiem Eintritt wurde vom Lions Club Wittingen gefördert. Das Steinhorster Ehepaar Klaus und Claudia Lietz sorgte für das leibliche Wohl der Besucher. Homann dankt herzlich für diese Unterstützung. Sein Fazit: „Es war eine sehr schöne Veranstaltung."

Aus: Isenhagener Kreisblatt, 11.07.2019     Text und Fotos: Paul Gerlach

Rund 200 Exemplare vom Team der Lions verkauft Bücherflohmarkt vor dem Supermarkt

Der ideale Standort vor dem Supermarkt brachte gute Geschäfte. Foto: Ohse

Wittingen - Am Ende brauchten die Mitglieder der Wittinger Lions wieder etli­che Kilogramm weniger Bücher mit nach Hause nehmen. „Wir haben etwa 200 Bücher verkauft", freute sich Lions-Mitglied Steffen Tober über den Bücherflohmarkt am Samstagvormittag vor dem E-Center. Ladenhüter gibt es nicht.

„Wir haben viele neue Bücher mitgebracht, diesmal vor allem Romane, Ratge­ber, Sach- und Kinderbücher." Was man eben so gebrauchen kann in der an­stehenden Ferienzeit. „Da wären historische Bücher oder antiquarische Bü­cher nicht so gegangen", fügte Eckard Klasen hinzu. „Dazu muss man dann ein spezielles Publikum oder einen speziellen Standort haben." Und die Kund­schaft waren diesmal in erster Linie die Kunden des Supermarkts. „Aber es ka­men auch einige extra für unseren Bücherflohmarkt her", berichtete Dr. Cord Meyer. Und die gingen mit vollen Taschen wieder weg. Festpreise gab es nicht, Spenden zwischen einem und drei Euro oder, wer wollte, auch mehr waren erbeten. Mit dem Erlös unterstützen die Lions viele Projekte.

So stehen die Büchereien in Wittingen und Hankensbüttel, die Lübener Werk­stattwoche, Drogenprävention, Konsensförderung an Schulen und zahlreiche weitere Fördermaßnahmen in der Jugendarbeit des Nordkreises derzeit unter anderem auf dem Plan. Gleich am Anfang war der größte Andrang. Schon beim Auspacken war das Interesse von Bücherfreunden da. Die weiblichen Interessenten waren beim geschätzten Verhältnis 60 zu 40 in der Überzahl, vom Alter herging es vor allem ab 30 Jahren aufwärts.

„Aber unser Publikum ist ziemlich gemischt", sagte Helge Schiller. Das Haupt­geschäft wurde von 9 bis 11 Uhr gemacht. Fein sortiert nach Romanen, Kin­derbüchern bis hin zur Kategorie Vermischtes wurden die Bücher in den be­kannten roten Kisten präsentiert. Am Ende wurde umsortiert, einige Kästen leer mit nach Hause genommen. „Das nächste Mal stehen wir dann beim Sommerfest in Wittingen am zweiten Augustwochenende wieder mit einem Stand", so Tober. Permanent aber können Bücherfreunde auf die Regale zu­rückgreifen, die mit Büchern gefüllt in den Büchereien stehen oder ab nun auch im Eingangsbereich des E-Centers.

Der Vorschlag der Lions stieß auf Gegenliebe bei Marktleiter Walter Bock-Lühmann. Selbstbedienung ist möglich, das Geld kommt in eine Kasse. Auch die Mitglieder selber wurden bei den Büchern fündig und sicherten sich ein Exemplar. So fand Lions-Mitglied Dr. Ralf Zimmermann den Band 57 einer lan­gen Buchserie. „Die ersten 50 Bände habe ich schon", bekannte er. „Manches liest man selber gerne oder es ist schön zum Verschenken", sagte Zimmer­mann. „Und einige Bücher sind noch original verpackt und eingeschweißt, al­so ungelesen. Die Bücher stammen alle aus Spenden, die in den Büchereien abgegeben werden. Insofern geht der gespendete Betrag eins zu eins in die Projekte."    

Aus: Isenhagener Kreisblatt vom 01.07.2019. Text : ard

Bücherflohmarkt für guten Zweck am 29. Juni 2019 Lions locken mit Strandlektüre

Wie hier auf dem Sommerfest bringt der Lions-Club seit vielen Jahren Lesestoff unter das Volk

Wittingen - Ende Juni war früher immer Sommerfest-Zeit in Wittingen - und am Bücher-Stand des Lions-Clubs konnte man sich stets mit Lektüre für den Sommerurlaub eindecken. Nun ist das Fest in den August gewandert, doch die Lions wollen trotzdem zum Start der Urlaubssaison für die Leseratten im Nordkreis da sein: Am Sonnabend, 29. Juni, laden sie daher zum Bücher-flohmarkt vor dem Wittinger E-Center ein.

Von 9 bis 13 Uhr werden dort Bücher aus dem reichen Fundus des Lions-Clubs präsentiert. Vor­wiegend soll leichte Lektüre für die Ferien angeboten werden, also in erster Linie Romane und Krimis, ideal für den Strandkorb oder das Freibad.

Mit dem Gewinn aus der Aktion fördert der Lions-Club traditionell gute Zwecke- in der Region oder auch überregional und sogar international. So werden seit mehr als 15 Jahren die Büche­reien in Wittingen und Hankensbüttel beim Ankauf von Büchern, besonders für Kinder und Ju­gendliche, unterstützt. Zudem werden die Erlöse der Büchermärkte zur Förderung von Kinder­gärten und Schulen eingesetzt. Ein besonderes Projekt im Ausland ist die Hilfe für Butiru (Ugan­da),   

 

Aus Isenhagener Kreisblatt vom 21.06.2019. Text und Bild: Holger Boden

Lions Club lauscht einem Vortrag über sinnvolle Beleuchtung in den Städten Sternenparks statt LED-Leuchten

Der Lions Club lauschte den Ausführungen des Astronomen interessiert. Foto: Thielert

Wittingen - Kürzlich kam der Wittinger Lions Club im  Clubraum des Hotels "Wittinger Tor" zusammen, um den Worten des Astronomen Dr. Andreas Hänel vom Mu­seum am Schölerberg in Os­nabrück zu lauschen. Hänel hielt einen Vortrag über das Thema „Lichtverschmut­zung“, den sinnvollen Ein­satz von Beleuchtung und die Zertifizierung sogenannter Sternenparks. Gemeint sind damit Regionen ohne viel Streu­licht, was freien Blick auf die Sterne ermöglicht.

Durch den Einsatz künstli­chen Lichts und höhere Energieeffizienz der Leuchtmittel nimmt die Gesamtlichtmenge in der Umwelt stetig zu, berichtete Hänel. Oft würden ungenügend abgeschirmte oder falsch montierte LED-Leuchten stark blendend er­scheinen, bedingt durch die hohen Leuchtdichten der LED-Chips. „Dadurch werden erhebliche Lichtmengen in der Atmosphäre gestreut und führen zu ihrer Aufhellung, was sich in klaren Nächten wie ein Schleier auswirkt, der die Sicht auf schwache Sterne und andere Himmelsphäno­mene trübt", erklärt Hänel.

 

Auswirkungen

Darüber   hinaus   würden sich die zunehmenden Lichtmengen negativ auf Natur und Mensch auswirken: Beleuchtete hohe Strukturen würden zu tödlichen Kollisio­nen mit Vögeln führen, die menschliche Gesundheit werde durch die Störung des Tag-/Nachtzyklus gestört.

 

Reduzierung

„Grundsätzlich sollte vor der Installation künstlichen Lichts generell dessen Not­wendigkeit genau überprüft und abgewogen werden“, sagt Hänel. Nach einer Instal­lation stelle eine bedarfsori­entierte Reduzierung oder gar Abschaltung von Licht die effizienteste   Methode   dar, um die Aufhellung der Nacht und damit den Energiever­brauch zu reduzieren.

 

Lichtfarbe

Ein weiterer Aspekt sei die spektrale Zusammensetzung der Leuchtmittel, da sich ho­he Blauanteile im weißen Licht als problematisch er­wiesen haben: Sie ziehen In­sekten an, wirken blenden­der und tragen zu einer stär­keren Aufhellung des Him­mels bei. Daher sollten außen vor allem warmweiße, besser noch gelbe, Leuchtmittel ein­gesetzt werden.

 

Sternenparks

Trotz Möglichkeiten zur Re­duzierung erweise sich die Umsetzung oft als schwierig. Dass umweltgerechtere und nachhaltige Lösungen mög­lich sind, zeigen Sternen­parks. Deren Kommunen ver­pflichten sich, Beleuchtungs­empfehlungen wie etwa die Begrenzung des Lichtstroms auf das unbedingt Notwendi­ge zu reduzieren oder Licht mit geringen Blauanteilen einzusetzen. Auch die Region Celle sei an solch einem Park interessiert.

Aus: Isenhagener Kreisblatt vom 28. Mai 2019

 

Weiterführende Informationen zum Thema Lichtverschmutzung finden Sie unter www.lichtverschmutzung.de

 

Schulung für Erzieher in Gifhorn Kinder ermutigen oder den Übermut bremsen

Erzieher aus insgesamt vier Kindertagesstätten haben an einer Schulung zur Vermittlung von Empathie teilgenommen. Diese Fortbildung wird von Lions Clubs unterstützt. Foto: Privat

Am Samstag, 31. März 2019, fand in der neuen Gifhorner Kita Allerwelle eine ganztägige Fortbildung der Deutschen Liga für das Kind statt. 21 Teilnehmer/Innen aus 4 Kindergärten (Kita Gifhörnchen, Kita Villa Kunterbunt Wilsche, Kita Gifhorn-Bleiche und DRK-Kita Gr. Oesingen) nahmen an einer  Schulung der Deutschen Liga im Programm Kindergarten-plus teil. Dozentin Stella Valentien aus Berlin unterwies die Teilnehmer/Innen in diesem Aktions- und Maßnahmenpaket, mit dem Kindergarten-Kindern Empathie vermittelt wird. Das heißt, schüchternen, zurückhaltenden Kindern soll Mut und Selbstvertrauen - überaktiven, vielleicht gar rücksichtslosen Kindern soll Respekt und Perspektivwechsel nahe gebracht werden. Eltern und Familien werden bei diesem Programm, bei dem die beiden Symbol-Puppen Tim und Tula die Hauptrolle spielen, über Infos und Musik, über Tanz und mithilfe von Rollenspielen mit einbezogen.

Dieses wissenschaftlich höchst valuierte Bildungspaket gehört zu den drei Jugendprogrammen, die bundesweit von Lions Clubs vermittelt und gefördert werden. Sie tragen 90 % der Kosten. Für diese Schulung in Gifhorn hatten sich der Lions Club Gifhorn, der Lions Club Gifhorn-Südheide, der Lions Club Wittingen sowie die Gifhorner Stiftung „kleine Kinder immer satt“ zusammengeschlossen.

Interessenten an diesem Programm können sich gern beim Lions-Beauftragten für Kindergarten-plus, Hermann Prietzsch (hum.prietzsch@t-online.de) melden oder weitere Einzelheiten erfragen.

Aus: Isenhagener Kreisblatt vom 17.04.2019