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3500 Euro für „Schätze im Kloster“

Lions Club überreicht Spende aus dem Kalenderverkauf / Anfragen können gestellt werden 3500 Euro für „Schätze im Kloster“

Stefanie Barnieske (1. Vorsitzende des Kulturvereins Wittingen, v. l.), Joachim Grahn (Vorsitzender der Wittinger Lions) , Pastor Heinrich Springhorn, Äbtissin Susanne Jäger und Margarete Dörr (Stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins Hankensbüttel) hoffen, dass die Reihe „Schätze im Kloster“ wie geplant losgehen kann. Foto: Morrison

Isenhagen – Äbtissin Susanne Jäger, Stefanie Barnieske (1. Vorsitzende des Kulturvereins Wittingen) und Margarete Dörr (stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins Hankensbüttel) freuten sich, am Dienstag eine großzügige Spende des Lions Clubs entgegenzunehmen. 3500 Euro waren beim Adventskalenderverkauf zusammengekommen, aufgrund der Einschränkungen durch die Corona- Pandemie konnten sie erst jetzt übergeben werden. Der Vorsitzende der Wittinger Lions, Joachim Grahn, freute sich, dieses Projekt zu unterstützen. Und betonte: „Jetzt, wo wir unsere Arbeit wieder aufnehmen können, sind Menschen mit Förderwunsch herzlich eingeladen, an uns heranzutreten.“

 Wenn alles gut geht, soll die Reihe „Schätze im Kloster“ mit zwei Konzerten in diesem Jahr wieder losgehen. Die Reihe wird von den Lions, dem Kloster, sowie den beiden Kulturvereinen betreut. Soweit möglich, soll es am 30. Oktober um 19.30 mit dem Konzert „Duo Cellissimo“ losgehen. Am 22. November soll die „Guitar Gala Night“ folgen. „Wir hoffen natürlich, dass wir die Konzerte so durchführen können“, erklärt Jäger. Mit Blick auf das Corona-Virus gebe es aber keine hundertprozentige Garantie. Für März und April 2021 sind ebenfalls zwei Konzerte geplant.

Die Kulturvereine Wittingen und Hankensbüttel dankten den Lions für die Unterstützung ihrer vielen Vorhaben.

 

Aus Isenhagener Kreisblatt vom 24.06.2020     Bild und Text: Max Morrison

„Ein Signal senden“

Wittinger Lions Club unterstützt Butiru-Projekt / Angespannte Lage durch das Corona-Virus in Uganda „Ein Signal senden“

Hankensbüttel/Butiru - Der Lions-Club Wittingen möchte die große Not in Butiru lindern und spendet daher 500 Euro. „Durch das Corona-Virus gibt es einen großen Bedarf“, sind sich Dr. Heinrich Springhorn und Karsten Wolpers einig.

Die Entscheidung, die 500 Euro zu spenden, hat der Vorstand des Lions-Club getroffen. Dies sei die maximale Summe, erklärt Springhorn, die man aktuell spenden könne.   Denn   der   Lions-Club konnte sich, bedingt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, bisher nicht treffen. „Wir wollten aber auf jeden Fall gerne ein Signal senden. Dass wir weiter an alle Beteiligten denken.“ Besonders natürlich an die Mitarbeiter in Uganda.

Gleichzeitig, so Springhorn, sei der Lions-Club „noch da". Ab Juli wolle man versuchen, sich wieder zu treffen. Dann könne man wieder mehr tun. Bis dahin sind alle Anfragen zu Projekten aus den Bereichen Bildung, Jugend und Soziales willkommen. Die Lions wollen, so gut es geht, unterstützen.

Schwierige Situation in Uganda

Aktuell sei die Lage in Butiru sehr angespannt, wie Wolpers berichtet. Durch den totalen Lockdown, den Ugandas Regierung gegen das Corona-Virus fährt, fehlt vielen Menschen schlicht das Geld. Auch die Hilfsprojekte sind davon betroffen. Zur Schule schicken dürfen die Eltern ihre Kinder nicht.

Dadurch kommt auch kein Schulgeld mehr an, mit dem Lehrkräfte bezahlt werden. Aber selbst, wenn es erlaubt wäre, viele könnten es sich aktuell wohl kaum leisten. Denn Einnahmen fehlen den Menschen.

Auch im Krankenhaus sei die Situation nicht besser, wie Christel Wardin, 2. Vorsitzende des Butiru-Projekts, dem IK erzählt: „Neben den Fällen des Corona-Virus ist momentan die Zeit, wo Malaria ausbricht. Aber auch andere Krankheiten wie Tuberkulose machen die Lage besonders schwierig. Und auch eine Behandlung können sich die allermeisten Menschen nicht leisten. Das Krankenhaus hilft dennoch, wo es kann, und versorgt die Einwohner nach Kräften.

„Überall versuchen Elisabeth Mwaka und die Mitarbeiter so gut zu helfen, wie es geht." Daher wollten auch die Lions in dieser Zeit zeigen, dass man an sie denkt, sagt Springhorn, der stellvertretend für den Präsidenten Joachim Grahn die Spende übergab. „Die Lage vor Ort ist definitiv sehr ernst", waren sich alle Beteiligten einig. Wolpers brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Die Leute sterben momentan eher am Hunger."     

Aus Isenhagener Kreisblatt vom 10.06.2020, Bild und Text: Max Morrison

Asset-Herausgeber

null 423 000 Seiten für die Ewigkeit

Vom Lions Club unterstützt... 423 000 Seiten für die Ewigkeit

Überwachten gestern den Abtransport der IK-Bände: Wolf-Ingo Bellin (v.l.), Friedhelm Kluge, Margret Krey, Sabine Weykonath, Hans Messerschmidt, Ingo Knop, Lothar Brause und Jutta Kuhlmeyer.

 

Wittingen - Die unzähligen Ausgaben des Isenhagener Kreisblatts der Jahrgänge 1894 bis 2012 selbst zu di­gitalisieren - das war keine Option für den Wittinger Heimatverein. Denn er wacht über geschätzt 423 000 Zeitungsseiten, ein Sammelband ist 48 mal 32 Zentimeter groß und wiegt rund 10,5 Kilogramm.

Das Einscannen bei dem Peiner Unternehmen MSV geschieht mit modernster Digitaltechnik, erfordert aber gleichzeitig manuelle Arbeit. Auf 10 bis 20 Sekunden schätzt Juniorchef Christian Künzel den zeitlichen Aufwand pro Doppelseite. Bei manchen Bänden wird die Bindung gelöst werden müssen, weil sie seinerzeit zu eng vorgenommen wurde. Das MSV-Team wird auch die Frakturschrift mancher Jahrgänge computerles­bar machen.

Und natürlich ist viel Fingerspitzengefühl gefragt: Vor allem in älteren Ausgaben sind Seiten mitunter lose, zerknickt oder ausgeblichen. Insbesondere in den Bänden aus Nachkriegsjahren, so Künzel, zeigt sich auch eine schlechtere Papierqualität: „Da brauchte man die Ressourcen anderweitig."

Das alles war für den Heimatverein auch ein wichtiger Grund für die Digitalisierung - man wollte nicht auf das Zerbröseln mancher Bände warten. Historiker, Vereine, Firmen und Privatpersonen haben oft und ger­ne das Archiv genutzt, das Blättern hat natürlich Folgen für den Zustand mancher Ausgaben gezeitigt. Die sollen künftig vor dem Zugriff geschützt werden, nur in begründeten Ausnahmefällen soll es noch Zugang zu den Originalen geben. Wer dann am Bildschirm recherchiert, dem wird sich neben einer Volltextsuche auch jede Seite im Bildformat bieten.

Ab 2013 hat der Heimatverein das IK als E-Paper archiviert, deshalb muss ab da nicht mehr digitalisiert wer­den. Gesammelt werden die gedruckten Zeitungen trotzdem noch. Die allerersten Jahrgänge von 1888 bis 1893 werden ebenfalls nicht eingescannt - sie liegen dem Heimatverein schlicht nicht vor. Im Junkerhof wurde gestern Morgen betont, dass der ehemalige Heimatvereinsvorsitzende Jochen Bellin bei der Bewahrung des vorhandenen umfangreichen Zeitungsarchivs eine zentrale Rolle gespielt hat.

Die gestern verladenen Bände werden im Spätherbst zurückerwartet, dann soll auch die zweite Tranche (ab 1974) abgeholt werden. Messerschmidt rechnet damit, dass im März 2020 das Projekt abgeschlossen sein könnte. Er ist froh, dass nun alles für die Nachwelt konserviert wird und die Originale besser geschützt wer­den: „Das sind historische Kleinode."

 

Anmerkung: Dieses Projekt wird vom Lions Club Wittingen unterstützt.

 

Aus: Isenhagener Kreisblatt vom 11.07.2019,  Text und Fotos: Holger Boden