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„Ein Signal senden“

Wittinger Lions Club unterstützt Butiru-Projekt / Angespannte Lage durch das Corona-Virus in Uganda „Ein Signal senden“

Hankensbüttel/Butiru - Der Lions-Club Wittingen möchte die große Not in Butiru lindern und spendet daher 500 Euro. „Durch das Corona-Virus gibt es einen großen Bedarf“, sind sich Dr. Heinrich Springhorn und Karsten Wolpers einig.

Die Entscheidung, die 500 Euro zu spenden, hat der Vorstand des Lions-Club getroffen. Dies sei die maximale Summe, erklärt Springhorn, die man aktuell spenden könne.   Denn   der   Lions-Club konnte sich, bedingt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, bisher nicht treffen. „Wir wollten aber auf jeden Fall gerne ein Signal senden. Dass wir weiter an alle Beteiligten denken.“ Besonders natürlich an die Mitarbeiter in Uganda.

Gleichzeitig, so Springhorn, sei der Lions-Club „noch da". Ab Juli wolle man versuchen, sich wieder zu treffen. Dann könne man wieder mehr tun. Bis dahin sind alle Anfragen zu Projekten aus den Bereichen Bildung, Jugend und Soziales willkommen. Die Lions wollen, so gut es geht, unterstützen.

Schwierige Situation in Uganda

Aktuell sei die Lage in Butiru sehr angespannt, wie Wolpers berichtet. Durch den totalen Lockdown, den Ugandas Regierung gegen das Corona-Virus fährt, fehlt vielen Menschen schlicht das Geld. Auch die Hilfsprojekte sind davon betroffen. Zur Schule schicken dürfen die Eltern ihre Kinder nicht.

Dadurch kommt auch kein Schulgeld mehr an, mit dem Lehrkräfte bezahlt werden. Aber selbst, wenn es erlaubt wäre, viele könnten es sich aktuell wohl kaum leisten. Denn Einnahmen fehlen den Menschen.

Auch im Krankenhaus sei die Situation nicht besser, wie Christel Wardin, 2. Vorsitzende des Butiru-Projekts, dem IK erzählt: „Neben den Fällen des Corona-Virus ist momentan die Zeit, wo Malaria ausbricht. Aber auch andere Krankheiten wie Tuberkulose machen die Lage besonders schwierig. Und auch eine Behandlung können sich die allermeisten Menschen nicht leisten. Das Krankenhaus hilft dennoch, wo es kann, und versorgt die Einwohner nach Kräften.

„Überall versuchen Elisabeth Mwaka und die Mitarbeiter so gut zu helfen, wie es geht." Daher wollten auch die Lions in dieser Zeit zeigen, dass man an sie denkt, sagt Springhorn, der stellvertretend für den Präsidenten Joachim Grahn die Spende übergab. „Die Lage vor Ort ist definitiv sehr ernst", waren sich alle Beteiligten einig. Wolpers brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Die Leute sterben momentan eher am Hunger."     

Aus Isenhagener Kreisblatt vom 10.06.2020, Bild und Text: Max Morrison