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    Die Geschichte des EUROPA-FORUMs

    Die Idee zu einem europäischen Forum kam erstmals 1952 bei einem Treffen französischer und italienischer Lions auf. Bei diesem Treffen waren unter anderen PIP Friedrichs, PID Pinetti (Bergamo) und PID Gardini (Bologna) anwesend. Ab 1953 wurde, mit 1957 als einziger Ausnahme, jedes Jahr ein Forum in verschiedenen Städten Europas abgehalten.  1998 fand das Forum anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Lionismus in Ungarn erstmals in Osteuropa, in Budapest, statt. Der Multidistrikt Italien richtete die Foren 1958 und 1983 in Venedig, 1964 und 2000 in Florenz, 1972 in Taormina, 1992 in Genua, 2004 in Rom und 2010 in Bologna aus, der Multidistrikt Deutschland 1959 in Wiesbaden, 1973 und 1994 in Berlin, 1984 in München, 2005 in Stuttgart und nunmehr  2015 in Augsburg.  

     

    Ein Forum war im alten Rom der Ort, an dem sich Menschen trafen, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Das Lions Forum wurde ursprünglich mit genau dem gleichen Ziel gegründet, hat sich jedoch im Laufe der Zeit weiterentwickelt und viele weitere Funktionen übernommen.

     

    Die vergangenen 20 Jahre sind geprägt von tiefgreifenden Veränderungen auf dem Alten Kontinent, wie etwa der Gründung der Europäischen Union und der Erweiterung des Europarats auf 47 Länder zwischen Atlantik und Ural.

     

    Die europäische Lions-Bewegung hat diese Veränderungen als Chance genutzt und ihre Netzwerke und Instrumente ausgebaut, um der Gemeinschaft noch besser dienen zu können. Dank seiner einzigartigen Fähigkeit zur Weiterentwicklung konnte der Lionismus mit den tiefgreifenden Entwicklungen in vielen europäischen Ländern Schritt halten. Nicht selten traten neue Bedarfe erst in einzelnen Distrikten zutage, bevor sie standardmäßig in ganz Europa erfüllt wurden.

     

    Das Gesamtrahmenwerk und die Ziele des Forums sind über die Jahre hinweg weitgehend die gleichen geblieben.

    Die Ziele lauten im Einzelnen:

    • die gegenseitige Verständigung und Freundschaft unter den Mitgliedern der Lions Clubs in Europa zu fördern;
    • ein Forum für den freien Meinungsaustausch zu schaffen;
    • die Ziele und Grundsätze des Lionismus zu fördern;
    • die Lions Clubs International Foundation (LCIF) zu unterstützen;
    • die Serviceziele, festgelegt vom Internationalen Präsidenten, zu fördern und umzusetzen.

     

    Das Forum steht jedes Jahr unter einem neuen Motto. In den vergangenen 25 Jahren gab es in der Geschichte unseres Forums fünf markante Wendepunkte: 1978, 1983, 1994, 2001 und 2010

     

    1978 beschloss das Lenkungsorgan des Forums, der Europäische Rat, in Torremolinos, sich angesichts der gemeinnützigen Arbeit der europäischen Lions und ihres besonderen Beitrags zur Sicherung fundamentaler Menschenrechte als Nichtregierungsorganisation (NGO) um eine Aufnahme in den Europarat zu bewerben. Ferner beschloss man in Torremolinos, dass der Vertreter der europäischen Lions in Straßburg zugleich der amtierende Forumspräsident sein sollte.   

     

    Der Beschluss von Torremolinos, das damit einhergehende Engagement und die fortwährende Arbeit unserer Vertreter in Straßburg veranlasste die Lions Association 1992 schließlich dazu, sich als offizielles NGO-Mitglied des Europarats zu bewerben.

     

    1983 wurde beim Forum in Venedig eine Aktualisierung unseres rechtlichen Rahmenwerks beschlossen. Zu diesem Anlass wurde der 1980 in Turku entworfene Handlungsbeschluss verabschiedet und seine Umsetzung vom sogenannten EFEC, dem Explorative Committee of the Europa Forum, überwacht. Das Forum in Venedig 1983 markierte außerdem die offizielle Geburtsstunde eines Koordinationsbüros mit Mandat zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs (EFADACO). Dieses neue Gremium war bereits nach einer Erklärung der europäischen Lions beim Forum von Lugano 1982 eingerichtet worden.

     

    Seit dem Forum 1990 in Limassol fungiert das Europaforum als Gremium zur Abstimmung gemeinsamer Maßnahmen der europäischen Lions, mit dem Ziel, gemeinsame Herausforderungen europaweit einheitlich zu meistern. Beim Forum von Limassol wurde außerdem das Jahresmotto als Eckpfeiler der thematischen Schwerpunktsetzung der Lions eingeführt.

     

    In Istanbul wurde 1991 die Forderung laut, die operativen Werkzeuge besser aufeinander abzustimmen, um das jährliche Forum noch effektiver zu machen.

     

    Im Berliner Forum von 1994 wurden strukturelle Veränderungen vorgenommen, deren Notwendigkeit sich schon ab 1991 in verschiedenen Studien abzuzeichnen begann. Dank des mittlerweile weit verbreiten Bewusstseins einer kontinentalen Verantwortung konnte in Berlin einstimmig eine Erklärung verabschiedet werden, die den Grundstein für den ersten Europäischen Maßnahmenplan legte, der den Wiederaufbau von fünf bosnischen Schulen vorsah. Hierfür wurden Mittel in Höhe von rund € 650.000 bereitgestellt.

     

    1998 wurde in Budapest die Notwendigkeit zum Ausdruck gebracht, die Organisationsstruktur des Forums auszubauen, den Erfahrungsaustausch zu verbessern und mehr Flexibilität zu schaffen, sodass jedes Mitglied der europäischen Lions Clubs seinen persönlichen Beitrag leisten kann.

     

    Die umfassende, über drei Jahre andauernde Untersuchung einer eigens beauftragten Arbeitsgruppe führte zur Verabschiedung einer veränderten Organisationsstruktur beim Forum 2001 in Porto. Die bisherigen PECs (Permanent European Commissions) wurden aufgelöst und durch mehrere interaktive Seminare zu Themen ersetzt, die von den Mitgliedsländern vorgeschlagen werden konnten, jedoch einen direkten Bezug zur allgemeinen Zielsetzung des Forums und den Schwerpunkten seiner Arbeit aufweisen mussten.

     

    Die europäischen Lions wurden aufgefordert, die neuen Ziele des Forums zu unterstützen:

    • Sammeln von neuen Ideen zur Verwaltung der Clubs und Distrikte und zu den Aktivitäten der Lions Clubs in Europas multikultureller Gesellschaft;
    • Überprüfung und Diskussion der Berichte der Lions-Vertreter bei internationalen Organisationen in Europa (Europarat, WHO, FAO, UNESCO, UNICEF, Vereinte Nationen am Sitz in Genf und Wien);
    • Ermittlung und Diskussion der Bedürfnisse der europäischen Gesellschaft und Planung gemeinsamer Service-Aktivitäten, die dem Wohl aller Mitglieder der multikulturellen Gesellschaft Europas dienen.

     

    Weil damit nur ein Teil des Tätigkeitsspektrums der Lions Clubs abgedeckt ist, kann das Programmkomitee zu Beginn jedes Forums auch aktuelle Themen von besonderem Interesse auf die Tagesordnung setzen.

     

    Beim Europa Forum 2006 in Bournemouth hat der Europäische Rat auf Antrag des MD 105 beschlossen, eine Arbeitsgruppe mit 6 Mitgliedern zur Überarbeitung der Geschäftsordnung ( Standing Orders) einzusetzen. Mitglieder  dieser Arbeitsgruppe waren je ein Vertreter der 5 Sprachgruppen des Forums(englisch, französisch, deutsch, italienisch, skandinavische Sprache )  sowie ein Vertreter aus den osteuropäischen Staaten. Teilgenommen an den Sitzungen hat ferner der Berater und Archivar.

    Unter dem Vorsitz von PID Phil Nathan hat die Arbeitsgruppe in zwei Sitzungen im Februar und April 2007 in Frankfurt  die seit 1987 unveränderte Geschäftsordnung ganz neu  gefasst und auf die wirklich notwendigen Punkte beschränkt, da die alte Geschäftsordnung zu ausführlich, zu umständlich und teilweise auch widersprüchlich war. Inhaltlich regelt die Geschäftsordnung vor allem die Rechte und Pflichten des Präsidenten des Europäischen Rates und der Vorsitzenden aller sonstigen Veranstaltungen sowie den Ablauf der entsprechenden Sitzungen.  Dies neue Geschäftsordnung wurde vom Europäischen Rat beim Europa Forum 2007 in Bukarest verabschiedet und  nunmehr als Anhang den Rules of Procedure beigefügt, um auf diese Weise die enge Verzahnung dieser beiden Regelwerke deutlich zu machen.

    Die Arbeiten an der Geschäftsordnung haben deutlich gemacht, daß auch die grundlegenden Verfahrensregeln ( Rules of Proceduer )  des Europa Forums   reformiert werden müssen. Das Forum in Bukarest hat deshalb die Überarbeitung dieser  Rules durch dieselbe Arbeitsgruppe beschlossen, die bereits die Geschäftsordnung neu gestaltet hatte. In insgesamt 4 umfangreichen Sitzungen in Frankfurt ( 6./7 .Mai 2008), Budapest(10./11. 7.2008), Rom (9./10.12. 2008) und Paris (2./3.5.2009) wurde neue Verfahrensregeln für Inhalt und Organisation der Europa Foren erarbeitet. Nach Vorstellung der neuen Rules beim Europa Forum 2009 in Tampare wurden sie  vom Europäischen Rat beim Europa Forum 2010 in Bologna beschlossen und kamen beim Europa Forum 2011 in Maastricht erstmals zur Anwendung.

    Der bisherige Programmausschuß wurde abgeschafft, ein Kontrollkomitee (Supervisory Committee) mit einer allerdings anderen Aufgabenstellung eingeführt. Die Festlegung des Programms liegt nunmehr ausschließlich in Händen des Organisationskomitees, wie dies im übrigen tatsächlich schon zuvor weitgehend der Fall war .Dem Kontrollkomitee obliegt in erster Linie die Aufsicht über Logistik, Verwaltung, Finanzen und die Inhalte des Forums. Neu geschaffen wurde auch ein Beratungskomitee, das Qualität. Kontinuität und Erfahrung über die einzelnen Foren hinaus gewährleisten soll.

     

    Parallel zu der Reform der Verfahrensregeln hatte der  MD 111 zum ersten Mal beim Forum 2007  Bukarest einen Antrag auf  Errichtung eines Steuerungskomitees eingebracht, das primär an Stelle des „ Gentlemens Agreement“ zur Festlegung der Reihenfolge der inzwischen 6 Internationalen Direktoren aus Europa treten sollte und nicht unmittelbar dem Europa Forum zugeordnet war.. Dieses heftig umstrittene Komitee wurde nach mehrfachen Änderungen und einer eingehenden Beratung durch die oben erwähnte Arbeitsgruppe im März 2010 in Birmingham sowie einer abschließenden Besprechung im Mai 2010 in Stuttgart  schließlich vom Europäischen Rat beim Forum 2010 in Bologna verabschiedet und als Anhang I in die  Rules of Procedure aufgenommen. Präsident dieses  Komitees ist der letzte Internationale Präsident aus Europa,  Mitglieder die 3 Internationalen Direktoren im zweiten Jahr sowie die 3 Immediate Past Internationalen Direktoren aus Europa, wobei insgesamt 8 europäische Regionen vertreten sein müssen. Dieses Komitee, das beim Europa Forum 2014 in Birmingham in Komitee für Langzeitplanung umbenannt wurde, hat neben der Rotations Regelung für die Internationalen Direktoren u.a. die Aufgabe, den Informationsaustausch zwischen dem LCI Board und der Area Europa sicherzustellen und die europäische Vielfalt in die Arbeit des Board of Directors mit dem Ziel einer Bereicherung der Tätigkeit von LCI einzubringen.

     

     

    Nach diesem allgemeinen Überblick über die Ziele und Chancen des Forums werfen wir nun einen Blick auf einige markante Eckpunkte seiner Geschichte:

    • Das erste Beispiel für gemeinsame Serviceaktivitäten zweier geografischer Regionen lieferten Europa und Afrika/Südwestasien. Ausführendes Gremium ist das Euro-Afrikanische Komitee, das 1975 in Nizza gegründet wurde und seine Arbeit bis heute erfolgreich weiterführt;
    • 1973 konnte dank des Engagements der damaligen Internationalen Direktoren (Dall, Grimaldi und Van Wingarden) das erste offizielle Regelwerk verabschiedet werden, in dem die Pflichten des Forums schriftlich niedergelegt worden waren;
    • Beim Forum 1973 in Stockholm beschloss man, einen Archivar einzusetzen, der die Entwicklungen in den Statuten der Distrikte sowie den Informationsfluss und die Aktivitäten überwachen sollte. Diese Aufgabe erfüllte PDG Jim Bolton aus dem MD105 (Britische Inseln und Irland) von 1973 bis 1997 äußerst gewissenhaft. Seit dem Forum 1983 in Venedig agiert der Archivar zugleich als Berater. Das Europaforum ist bis heute das einzige der sechs Foren, das diese Funktion eingerichtet hat, um Aufzeichnungen für die spätere Verwendung zu dokumentieren;
    • 1964 wurde das Rotationsprinzip für das Amt des Europäischen Internationalen Direktors vereinbart und bei den Foren 1971 in Palma de Mallorca, 1986 in Aarhus und 1995 in Rotterdam angewendet. Die internationale Richtlinie untersagt die Ernennung von zwei Vorstandsmitgliedern aus demselben Multidistrikt, sodass zwischenzeitlich einige Änderungen erforderlich wurden. Diese Änderungen wurden bei den Foren in Torremolinos (1978), Venedig (1983), Genua (1992), Deauville (1996) und Budapest (1998) nach und nach beschlossen;
    • Von 1976 bis 1995 war das European Forum Bulletin (EFB), eine engagierte und weitsichtige Initiative des ehrenwerten Carlo Martinenghi, die erste und einzige Publikation der europäischen Lions-Bewegung, die über das Forum und die Serviceaktivitäten in Europa informierte. Dem EFB ist es zu verdanken, dass die Sitzung der Chefredakteure der verschiedenen Länderausgaben von THE LION bald zum festen Programmpunkt eines jeden Forums wurde.
    • Der Beitrag der europäischen Lions zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs in den frühen 80er-Jahren ebnete den Weg für die Erklärung von Lugano von 1982. Die europäischen Lions richteten ein ständiges Sekretariat mit einem AIDD in Mailand ein und ernannten einen europäischen Koordinator. Das EFDACO (European Forum Drug Abuse Coordination Office) ermöglichte die Errichtung eines europaweiten Überwachungsnetzwerks und die Herausgabe von sechs Jahresberichten. Der erste Samstag im Mai wurde zum European Lions Day erklärt, der im Zeichen des Kampfes gegen Drogenmissbrauch steht. All diese Aktivitäten, die hauptsächlich vom AIDD in unserem Multidistrikt, von MD 104 (Norwegen) und MD 111 (Deutschland) organisiert werden, waren wichtige Etappen auf dem Weg zum ersten themenspezifischen Programm unserer Vereinigung, das bei einem Treffen des Blue Ribbon Committee im Februar 1983 in Oak Brook verabschiedet wurde. Vor dem Hintergrund dieser Aktivitäten und Erfahrungen wurde 1983/84 schließlich das LIONS-QUEST Programm ins Leben gerufen;
    • Zwischen 1976 und dem Pariser Forum von 1985 gab es ein Seminar, das sich mit der Frage eines vereinten Europa befasste. Die Herangehensweise an das Thema war stets von unserem höchsten Ideal geleitet, die Entwicklung der Gesellschaft, in diesem Fall der europäischen Gesellschaft, voranzutreiben. Besondere Beachtung verdient in diesem Zusammenhang das Engagement der italienischen Lions während der ersten allgemeinen Wahlen zum Europäischen Parlament;
    • Ein konstanter Schwerpunkt lag ab 1989 auf der Verbreitung des Lionismus in Osteuropa. Es wurden Seminare und koordinierte Aktivitäten ins Leben gerufen, die bis heute fortbestehen. Das Kinderkrankenhaus in Albanien, erbaut vom Multidistrikt Italien, ist ein klassisches Beispiel für die Projekte, die in dieser Zeit verwirklicht wurden.
    • Vom Forum in Genua 1992 bis zum Forum in Berlin 1994 war ein weiteres Schwerpunktthema die Fortbildung der Vice District Governors. Dabei wurde je ein aktuelles Problem aufgegriffen. Beim Forum 2002 in Brüssel besuchten die Vice District Governors erneut einen eigens auf sie zugeschnittenen Schulungskurs.
    • Beim Forum in Istanbul 1991 wurde das Subkomitee für die Europa Forum Music Competition gegründet, eine weitere Möglichkeit für junge Talente, Anerkennung zu finden;
    • Jedes Forum steht unter einem Motto mit dem Ziel, für alle Bereiche– Jugend, Ausbildung, internationale Beziehungen und soziales Engagement – gemeinsame Ziele zu erarbeiten und deren Umsetzung zu vereinheitlichen. Das Thema des ersten Forums nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Genua 1992 war die Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft, auch weil die realistische Aussicht bestand, dass die osteuropäischen Staaten in Kürze zur Demokratie und damit in unsere Mitte zurückfinden würden. So stand das Forum dieses Jahres unter dem Motto: EUROPE OF CITIZENS: EACH RESPONSIBLE FOR HIS OWN CONSCIENCE.

     

    Die Initiatoren des Forums setzten sich in einer entscheidenden Etappe der Geschichte für die Einrichtung eines gemeinsamen Gremiums. Der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen, und das Bewusstsein, dass gute Beziehungen zwischen den Staaten Europas aufgebaut werden müssen, war so weit verbreitet wie kaum zu einem anderen Zeitpunkt.

     

    Die Ziele des Lionismus standen mit dem neuen Bewusstsein in Einklang, dass wir die Wertschätzung unser gemeinsamen europäischen Wurzeln fördern müssen, um zukünftige Konflikte zwischen den Staaten Europas zu vermeiden. Zur gleichen Zeit wurden auch der Europarat in Straßburg (1949), die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) gegründet. 1957 begründeten die Verträge von Rom den Europäischen Binnenmarkt, ein erster Schritt hin zur Europäischen Union, der heute nicht mehr wie anfänglich 15, sondern 27 Länder angehören.

     

    Die Befürworter des Forums besaßen die Weitsicht, zu erkennen, dass die Grundsätze des Lionismus zur Schaffung und Erhaltung des Friedens in Europa beitragen und die gesellschaftliche Weiterentwicklung auf dem Alten Kontinent voranbringen würden.

     

    Das erklärte Ziel der Foren besteht seit jeher darin, „eine Gelegenheit zur offenen Diskussion von Möglichkeiten und zur Beurteilung des Bedarfs an gemeinsamen Serviceaktivitäten zum Wohle aller Menschen in der multikulturellen Gesellschaft Europas“ zu schaffen.  

     

    Die Europaforen haben dazu beigetragen, den Lionismus in Europa zu verbreiten und ein allgemeines Bewusstsein für gemeinsame europäische Fragen zu wecken. Sie haben dazu beigetragen, dass die Menschen Situationen aus einer Perspektive betrachten, die über Staatsgrenzen hinausgeht. Sie haben einen Sinn für Europa gefördert und damit die Fähigkeit der Lions gestärkt, auf internationaler Ebene zu helfen.

     

    Als Europäer ist es unser Ziel, unsere Serviceaktivitäten nach dem Prinzip des guten Bürgersinns umzusetzen, einem der höchsten Ideale des Lionismus. Das Forum ist darum ein besonders lebendiger Event. Es ist ein dynamisches Instrument, das die europäischen Lions mit Weitsicht in die Zukunft blicken lässt.  

     

    Jedem sollte bewusst sein, dass das Forum nicht der Ort für organisatorische und strukturelle Fragen ist. Die Erörterung dieser Themen ist allein dem Vorstand und der Convention vorbehalten. Das Forum kann jedoch der Ort sein, an dem Ideen und Vorschläge gesammelt werden, die die Internationalen Direktoren dem Vorstand vorlegen.

     

    Da die operativen Abläufe und Strukturen des Forums nun zeitgemäßer geworden sind, bleibt zu hoffen, dass auch die Einbeziehung unserer Mitglieder weiter gestärkt wird. Darum sind die nationalen Herausgeber von THE LION gehalten, die Mitglieder regelmäßig über Neuigkeiten zu informieren.

     

    Information und Einbeziehung sind strategisch wichtig, um unsere Serviceaktivitäten in Europa noch wirkungsvoller zu machen.

     

    Original:
    PCC John Geeratz, MD110, Niederlande (Europa Forum, Maastricht, 2011)

    Überarbeitete Version:
    PCC Philip Goodier, MD105, Britische Inseln & Irland (Europa Forum, Birmingham, 2014)
    PDG Daniel Isenrich, MD111, Deutschland (Europa Forum Augsburg 2015)
    PDG Prof. Dr. Klaus Letzgus, MD111, Deutschland (Europa Forum Augsburg 2015)

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