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angle-left Erstes Einführungsseminar zu LQ „Zukunft in Vielfalt“

Erstes Einführungsseminar zu LQ „Zukunft in Vielfalt“

Das deutschlandweit erste öffentliche Einführungsseminar zu LQ „Zukunft in Vielfalt“, 13.- 14. Okt. in Abensberg/BO   

Es versprach spannend zu werden. Noch war außer dem Namen und dem Zeitrahmen nicht viel bekannt. Trotzdem war der Lions Club Kelheim-Holledau mit seinem PP Dr. Bernhard Resch bereit zu veranstalten. LF Martin Neumeyer, der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung und künftige Landrat im Landkreis Kelheim hat die Schirmherrschaft übernommen. Frau Bräunlein und ich haben sich bereit erklärt, die Organisation zu unterstützen.

Die nächste Frage war, wie einladen. Denn der vom HdL empfohlene Personenkreis, der das Material einsetzen könnte, ist sehr heterogen und überregional für einen Lions Club nicht leicht erreichbar.

Andererseits sollte der Bedarf bei 54.000 Schülern in Bayern als Migranten und mit Fluchterfahrung groß sein. (Quelle Bayer. Schulleitungsverband)

 

Für die Lehrer steht uns seit Jahren die Einschaltung im kultusministeriellen Fortbildungsportal „fibs“ zur Verfügung. Trotzdem ist es nicht leicht, sich als privater Anbieter im Konzert der vielen oft auch verpflichteten Veranstaltungen Gehör zu verschaffen. So kamen uns wieder einmal unsere guten Kontakte zur bayerischen Kultusverwaltung zu Hilfe. Über die Mitgliedschaft am Runden Tisch zur Integration von Schülern mit Migrationshintergrund haben wir den Kontakt zur Stabsstelle für die Integration im Bildungsbereich bekommen. Der Kontakt zur Stiftung Bildungspakt Bayern, ein Zusammenschluss der bayerischen Wirtschaft und dem Ministerium zur Jugendförderung, besteht ebenfalls schon viele Jahre. So waren beide Stellen bereit unsere Einladung empfehlend weiterzugeben. Mit den Einladungen an Schulen und Institutionen in der Region konnten wir 21 Teilnehmer aus dem ganzen Distriktgebiet willkommen heißen. Es waren Lehrkräfte aus Mittel- Real- Förder- und Berufsschulen,  Schulsozialpädagog-inn-en, Damen aus Volkshochschule und Helferkreis. Dazu kamen noch 4 unserer bayerischen Trainerinnen, die in Zukunft auch dieses Seminar übernehmen wollen.

 

Finanziell „unter die Arme zu greifen“ sagte die Katholische Jugendfürsorge Regensburg und die Barmer-GEK zu.

 

Dann war es soweit: PP Dr. Bernhard Resch begrüßte für den LC Kelheim- Holledau die Teilnehmer: „Wir freuen uns, nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr die Lions-Quest-Activity wiederbeleben zu können. Wir erachten die Angebote als sehr gut und hilfreich. Ihr Interesse bestätigt unseren Weg und motiviert uns…“ Die Anwesenheit des Programmleiters von Lions-Quest, Herrn Dr. Peter Sicking wertete die Veranstaltung zusätzlich auf.

Drei Seniortrainer, die Material und Seminar entwickelt haben, waren gekommen. Sie hatten sehr gut durchdachte, anschauliche Poster zum Ablauf, dem Material und dem wissenschaftlichen Hintergrund von „Zukunft in Vielfalt“ im Gepäck. Zu Beginn teilten sie sehr offen mit, dass dieses erste Seminar noch „work in progress“ sei und daher Meinungen und Anregungen der Teilnehmer sehr erwünscht seien und in die weitere Arbeit zu diesem neuen Lions-Quest-Angebot einfließen werden. Mit dem Material dürften sie sich auch Werkzeug zur nonverbalen Kommunikation mit ihren Gruppen erwarten, dieses werde noch erweitert bis der eigentliche Ordner den Teilnehmern nach Fertigstellung zugesandt werden wird.

 

Wie immer bei Lions-Quest wurde  den Teilnehmern zu Beginn der Sinn des Seminar erläutert: die praktische Einführung in die Arbeit mit dem Material, mit Übungen Sensibilität Wecken für Haltungen im Umgang mit Migranten in ihrer kulturellen Vielfalt, die grundsätzlichen wissenschaftlichen Informationen Geben zu dem, was die Arbeit zwischenmenschlich und durch das, was die Jugendlichen an Erfahrungen unausgesprochen mitbringen, beeinflusst. Das Gesamtkonzept Kennen  Lernen, um hernach mit dem Material nachhaltig arbeiten zu können.

 

So wurde wie immer in LQ-Seminaren der Gruppenprozess mit seinen Stadien erläutert. Für mich ist das jedes Mal wieder hochinteressant. In diesem Seminar neu ist die Darstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Traumaforschung.  Das Bild   der „traumatischen Zange“ hat keinen in der Runde unberührt gelassen. Manchem Lehrer wird sich eröffnet haben, dass nicht nur mangelndes Deutsch der Grund sein kann, einen Schüler nicht zu erreichen. Plötzliches, irreales Verhalten kann so als überwältigendes Erinnern (flashbacks) erkannt werden.

Auch wurde sicher jedem klar, dass das Schicksal, ein psychisches Trauma zu erleiden, jeden jungen Menschen treffen kann, auch den in intakten und behüteten Familienverhältnissen. Von der „posttraumatische Belastungsstörung“ hat jeder schon gehört. Nun können wir uns darunter etwas vorstellen.

Das Tröstliche war dann aber zu erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, die Schule oder die Lerngruppe  als sicheren Ort zu gestalten, damit die Jugendlichen, für die alles fremd ist, die Belastungen meistern, „Resilienz“ erwerben können und Integration und Lernerfolg gelingen. Alle Handbücher von Lions-Quest können hierbei wertvolle Dienste leisten.

 

Der 2. Tag wurde mit dem Kennen Lernen des neuen Handbuchs begonnen. Die Teilnehmer wurden eingeladen,  die Unterrichtsvorschläge flexibel zu handhaben. Dem endgültigen Material wird wieder eine CD-ROM zum Verändern beigeben werden.

Die Teilnehmer finden in der Einleitung neben den am Vortag erarbeiteten Informationen Erläuterungen zu den pädagogischen Ansätzen und zu den Grundlagen der interkulturellen Schulentwicklung. Sie bekommen die Möglichkeit, an ihren eigenen Erfahrungen und beruflichen Gegebenheiten anzuknüpfen und ihre Rolle als Lehrkraft, in der Schulleitung, als Wegbegleiter/innen und im Kontakt zu den Eltern zu reflektieren.

 

Bei „Zukunft in Vielfalt“ ist das Handbuch nach der Gruppenentwicklung in kultureller Vielfalt strukturiert. Innerhalb der Kapitel sind die Übungen nach steigendem Sprachniveau angeordnet. So können sich Anwenderinnen und Anwender schnell orientieren, „in welchem Stadium befindet sich meine Gruppe, welche Maßnahmen sind aussichtsreich“. Ich kann mir vorstellen, dass das in der Praxis Stolpersteine und Frust über Zurückbleiben hinter Erwartungen vermeiden hilft. 

Besonders fällt auf, dass in diesem Handbuch die Anleitungen in Tabellenform ausgedruckt sind.

Das wird viele Anwender freuen, denn in der Schule ist die Tabellenform für Unterrichtsvorschläge schon lange eingeführt. Außerschulische Anwender werden damit auch gut umgehen können. Denn diese Form der Darstellung verspricht einen raschen Überblick und lässt Freiraum für spontane Einfälle für die Umsetzung.

 

Im Seminar wurden nun wieder vier Gruppen gebildet, die sich aus jedem Kapitel eine Lektion ansehen und eine Kurzpräsentation den Einsatz simulierend vorstellen sollten.

Es ging um in Kontakt kommen, Gemeinsames und Unterschiedliches reflektieren, Regeln und Rechte, die Reflektion der Kulturen und Werte und - Alleinstellungsmerkmal aller Lions-Quest- Materialien- um einen guten Abschluss, dem Blick zurück und den Blick nach vorne.

Die Jugendlichen, die zu uns eingewandert sind, durchlaufen viele Stationen bis sie „ankommen“, immer wieder neue Orte, neue Bezugspersonen, neue „Peer group“. Da kann viel verloren gehen, wenn nicht professionell „vorgesorgt“ wird.

 

Für uns Lions in Bayern ist der Wertebezug  außerordentlich wichtig. Werteerziehung ist Teil der übergeordneten Bildungs- und Erziehungsziele der bayerischen Lehrpläne. In den neuen „Lehrplänen plus“ hat sie besonderes Gewicht. Wir Lions konnten uns mit Lions-Quest bereits an zwei Wertekongressen beteiligen. Seit 2011 sind wir mit unseren Distrikthilfswerken Partner im Wertebündnis der bayerischen Staatsregierung. Eine unserer bayerischen Trainerinnen, Frau Christine Schießl, ist staatlich zertifizierte  Wertemultiplikatorin.   Nun können wir auch mit diesem Handbuch wieder punkten.

 

Die Teilnehmer zeigten eine große Mitmachfreudigkeit und äußerten sich in der Schlussbesprechung sehr positiv zu Seminar und Material. Es habe die Denkweise zum Thema Flüchtlinge bereichert, es habe das Flüchtlingsschicksal spürbar gemacht, wenn noch mehr nonverbales Material dazukommt, seien die Unterrichtsvorschläge sehr gut einsetzbar. Die Feedbackauswertung ist auf Anhieb hervorragend. Wieder wurde die bekannt gute Arbeitsatmosphäre genannt, der sichere Rahmen zum Ausprobieren der Übungen und Lektionen, die Zusammenarbeit mit Kollegen aus so unterschiedlichen Berufsfeldern.

 

Alles in Allem kann ich schon aus diesem ersten Kennenlernen des Work in Progress für „Zukunft in Vielfalt“ empfehlen, sich aktiv und umgehend dieser neuen Seminarveranstaltung zuzuwenden. Je schneller wir viel Erfahrung damit sammeln, je schneller wir uns einbringen in das Konzert der Angebote zum Thema Flüchtlingsbildung, umso mehr Beachtung und Erfolg werden wir für unser „we serve“ in dieser Herausforderung unserer Gesellschaft generieren. Auch in Hinblick auf die Hundertjahrfeier ist das nicht ohne Relevanz. Wenn „wir schaffen das“ gelingt, dann hat Lions-Quest seinen Anteil daran.

Helga Schmid, Kathrin Fehlner, Distrikt-Pressebeauftragte

 

Distrikt-Governor 2018/2019

Wolfgang Debler, DG 2018/2019

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