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    Jetzt können alle online gehen

    aus: Friedberger Allgemeine, Nr. 139, 19. Juni 2020, S. 34 Jetzt können alle online gehen

    Übergabe Spende Laptops TGGS
    In der Theresia-Gerhardinger-Grundschule wurden symbolisch zwei Laptops übergeben. Von links: Gisela Klaus (Rotary Club), Elisabeth Kern (Theresia-Gerhardinger-Grundschule), Sabine Sinowetz (Förderverein der Grundschule), Michael Krupp (EIternbeirat und Mitglied des Lions Clubs), Diana Hertle (Vinzenz-Palotti-Schule) und Wolfgang Spring (Lions Club). (Bild: Magdalena Nilles)

    19.06.2020 ‒ Bildung ‒ Rotary und Lions Club spenden Laptops an den Förderverein der Theresia-Gerhardinger-Grundschule. Dort werden sie an Kinder verliehen

    Friedberg Zwar spielen auf dem Pausenhof der Theresia-Gerhardinger-Grundschule bereits wieder vereinzelt Kinder, trotzdem ist noch längst nicht wieder alles beim Alten. Vor allem Grundschulen traf die Umstellung auf den Online-Unterricht vor einigen Wochen ohne Vorbereitung. Damit in Zukunft möglichst alle Kinder mit Rechnern für den Unterricht zuhause ausgestattet sind, wurden Laptops gespendet.

    „Wir sprechen hier von einer Größenordnung, mit der man auch etwas anfangen kann“, sagt Gisela Klaus bei der Übergabe der Rechner in der Theresia-Gerhardinger-Grundschule. Die Präsidentin des Rotary Clubs ist stolz auf die 20 Computer, die im Zusammenspiel mit dem Lions Club organisiert und finanziert wurden.

    Die Idee, Rechner zu spenden, entstand vor wenigen Wochen. Michael Krupp, Elternbeirat der Theresia-Gerhardinger-Schule und Mitglied des Lions Clubs, hatte die Idee, alte Geräte zu sammeln und den Kindern zu schenken. Parallel begannen die beiden Serviceclubs, die Finanzierung für neue Geräte zu sichern. „Ich kenne den Club von innen und von außen“, berichtet Krupp. Ihm war schnell klar, dass seine Idee dort auf fruchtbaren Boden fallen werde.

    Inzwischen sind neben den 20 neuen Laptops 15 alte Geräte gespendet worden. Diese werden den Schülern überlassen. Die neuen Computer sind Leihgeräte, die ın der Obhut der Schule bleiben.

    Einen Leihvertrag gibt es bereits. Die Familie des Kindes muss einen Laptop beantragen und erhält anschließend eine entsprechende Vereinbarung. Auch Kinder anderer Schulen können bei Bedarf Geräte beim Förderverein entleihen. „Wir haben anfangs alle Friedberger Schulen angeschrieben und Bedarfe abgefragt“, berichtet Krupp. Vorerst bleiben 18 Geräte an der Theresia- Gerhardinger-Grundschule und zwei Computer werden direkt Vinzenz-Pallotti-Schule zur Verfügung gestellt.

    Die Spende ging nicht direkt an die Schule, sondern an deren Förderverein. „Schulen dürfen keine Sachspenden annehmen“, erklärt Klaus. „Der Weg über den Förderverein ist eine gute Lösung“, ergänzt sie. Sabine Sinowetz vom Förderverein der Theresia-Gerhardinger-Grundschule freut sich über die neue Idee, wie über den Förderverein Unterstützung geleistet werden kann.

    „Am Anfang war ich etwas skeptisch, dass wır mit der Idee weit kommen“, erzählt Elisabeth Kern, Rektorin der Grundschule. Michael Krupp betont, dass mit der Übergabe der Spende das Projekt nicht abgeschlossen sei: „Das ist wie mit einem Haus ohne Hausmeister. Dann fangen die Leute an, die Birnen rauszudrehen.“ Die regelmäßige Wartung der Geräte ist wichtig. Alle Rechner sind daher zusätzlich mit einem Servicevertrag für zwei Jahre ausgestattet, erzählt Wolfgang Spring, Präsident des Lions Clubs.

    Die Wartung wird von der Firma Satnetserver durchgeführt. Krupp freut sich über das große Entgegenkommen des Unternehmens. „Die 15 gespendeten Rechner wurden von Satnetserver umsonst aufgesetzt und mit einer Windows-Lizenz versehen“, sagt er.

    Spring erklärt, dass bei Bedarf auch Datensticks zur Verfügung gestellt werden können: „Leider verfügen einige Haushalte nicht über einen Internetanschluss“. Ein Rechner zu Hause ohne die notwendige Verbindung zum Internet sei sinnlos.

    Alle Anwesenden zeigen sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Angesichts der Situation war schnelles und gemeinsames Handeln erforderlich“, so Rotary-Präsidentin Klaus. Bisher wurden die Kinder, die nicht am Online-Unterricht teilnehmen konnten, einzeln betreut. „Lehrer sind zu Kindern hingefahren. Der Personalaufwand dafür ist natürlich enorm“, berichtet Schulleiterin Kern. (Magdalena Nilles)

    Miniatur-Friedberg zum Anfassen

    aus: Friedberger Allgemeine, Nr. 112, 15. Mai 2020, S. 33 Miniatur-Friedberg zum Anfassen

    Tastmodell auf dem Friedberger Marienplatz ‒ Ausschnitt
    Ein Ausschnitt des Tastmodells auf dem Marienplatz. Hier zu sehen: die Pfarrkirche St. Jakob mit den umliegenden Häusern (Bild: Magdalena Nilles)

    15.05.2020 ‒ Kultur ‒ Nach Monaten gemeinsamer Arbeit wird ein neues Kunstwerk auf dem Marienplatz eingeweiht

    Friedberg Auf dem Marienplatz hat sich am Donnerstagvormittag ein kleiner Kreis von Leuten gebildet. Alle blicken neugierig zur Mitte. Dort steht Friedbergs neues Schmuckstück: ein Tastmodell der Stadt. Durch die Beschriftung in Relief- und Punktschrift können sich vor allem Sehbehinderte ein Bild der Umgebung verschaffen. Eine Bereicherung soll das Modell aber für alle sein.

    Entstanden sei die Idee im September 2018, erinnern sich Johannes Bauer vom Lions Club und Gisela Klaus vom Rotary Club gemeinsam. Wer genau die Idee gehabt habe, könnten sie gar nicht mehr so genau sagen. Die Initiative sei von beiden Clubs sowie von der Stadt ausgegangen. Über die Zusammenarbeit freuen sich beide Vereine. So werde deutlich, dass beide ähnliche Interessen verfolgen.

    Angefertigt wurde das Tastmodell von dem Bauunternehmer Nils Hoy aus Zschorlau. Er sei für einige Tage nach Friedberg gekommen und habe die Stadt detailgenau vermessen, berichtet Wolfgang Spring, Präsident des Lions Clubs. Der Künstler habe Interesse an der besonderen Landschaftsform der Umgebung bekundet. In Bronze gegossen wurde das Kunstwerk dann in Tschechien. Dort musste es eine kleine Rast einlegen, bevor es trotz der Grenzschließungen wegen Corona nach Friedberg gebracht werden konnte.

    Besonders heben die Initiatoren auch den Steinsockel hervor, auf dem das Modell thront. Dieser weist am Fuß einige Unregelmäßigkeiten auf und wird nach oben hin immer schlichter und klarer. Das symbolisiere die sechs Hügel, auf denen Friedberg liegt, erklären Franz und Martin Seidl von der Firma Seidl Natursteine. Es handle sich um einen Jura-Stein aus der Region Eichstätt, der passend zum Gestein des nebenstehenden Marienbrunnens ausgewählt worden sei.

    Das Modell sei mit Absicht auf dem Marienplatz positioniert, erklärt Johannes Bauer. Hier sei der häufigste Ausgangspunkt für Touristen und Stadtführungen. Bei der Positionierung sei außerdem auf Barrierefreiheit geachtet worden. Rollstuhlfahrer können das Model ungehindert von allen Seiten erreichen. Auch in Aichach sei ein solches Tastmodell geplant, dieses sei jedoch noch in Arbeit. Ebenfalls werde bald ein Bronzemodell des Münchener Tors in Friedberg aufgestellt werden. Dieses werde durch den Heimatverein finanziert.

    Die Kosten für das Modell auf dem Marienplatz trugen jeweils zur Hälfte der Rotary Club und der Lions Club. Den Steinsockel finanzierte die Stadt.

    Bürgermeister Roland Eichmann freut sich über das neue Friedberg in Miniaturformat. Er hebt bei der Eröffnung besonders die Liebe zum Detail hervor. Auch Mitglieder des Rotary und Lions Clubs sprechen gegenseitigen Dank aus. Wolfgang Spring, Präsident des Lions Clubs, freut sich über die gute Abstimmung untereinander. Gisela Klaus, Präsidentin des Rotary Clubs, zeigt sich ebenfalls zufrieden. „Das nächste gemeinsame Projekt ist schon angedacht“, sagt sie. Präziser werden möchte sie allerdings noch nicht.

    Ob es klug ist, sich in den nächsten Wochen im Lesen der Blindenschrift zu üben, sei fragwürdig. Darüber sind sich alle Anwesenden einig. Für diejenigen, die in Zeiten von Corona vor Berührungen zurückschrecken, erfülle das neue Modell auch durch schlichtes Angucken seinen Zweck. (Magdalena Nilles)

    Lions Club hilft der Tafel

    aus: Friedberger Allgemeine, Nr. 110, 13. Mai 2020, S. 34 Lions Club hilft der Tafel

    Das Lions Logo anstelle des Bilds der Übergabe mit Masken und Sicherheitsabstand
    Aufgrund der aktuellen Situation ein "Bild-Platzhalter" - v.l.: Brigitte und Manfred Erhard, Lieselotte Grund, Theresia Hadula, Wolfgang Spring, Willi Weißgerber, Mark Böhm, Rosemarie Marko (Foto: Valentin Weißgerber)

    13.05.2020 ‒ Da schau her Der Lions Club Friedberg hat spontan auf die aktuelle Notsituation der Friedberger Tafel, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, reagiert und 2.000 Euro als Soforthilfe für die wiederaufgenommene Arbeit zur Verfügung gestellt.

    Über Lionsfreund Willi Weißgerber erfuhren die Clubmitglieder von Lieselotte Grund von der Tafel von den besonderen Herausforderungen für die gut eingeführte Institution in Friedberg: Nach der vorübergehenden Schließung zum Schutz der älteren Ehrenamtlichen startete die Tafel unter erschwerten organisatorischen Bedingungen. So ist für Schutzausrüstung für Kunden und Helfer, aber auch organisatorische Mittel bei Spendensammlung und -ausgabe zu sorgen.

    Bei der Übergabe der Spende im Altstadtcafé Weißgerber berichteten Helfer der Tafel, Brigitte und Manfred Erhard, Theresia Hadula und Rosemarie Marko, auch von weiteren Corona-Schwierigkeiten. So würden zur Zeit nur trockene Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Kaffee und H-Milch, sowie Waschpulver usw. verteilt, da Frischware von den Lebensmittelhändlern aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht ausgegeben würde. Bei der Trockenware gäbe es allerdings von den Supermärkten nur wenig abzugeben, da die Mindesthaltbarkeit oft viel länger sei und diese zudem anfangs der Corona-Berichterstattung verstärkt gekauft wurde.

    Der Präsident des Lions Club Friedberg, Wolfgang Spring, freute sich daher, gemeinsam mit Lionsfreund Mark Böhm, 1.000 Euro zum Einkauf der benötigten Grundnahrungsmittel leisten zu können, ein Betrag, der von Stiftunglife [Korrektur zum Zeitungsartikel, in dem die "Deutsche Lions-Stiftung" genannt ist] im Rahmen einer gemeinsamen Hilfeaktion verdoppelt wurde.

    Friedberg steht jetzt in Rinnenthal

    aus: Friedberger Allgemeine, Nr. 92, 21. April 2020, S. 26 Friedberg steht jetzt in Rinnenthal

    Tastmodell der Friedberger Altstadt von Südosten aus
    Das Tastmodell der Friedberger Altstadt im Maßstab 1:500 ist fertig. Es soll am Marienbrunnen seinen endgültigen Platz finden. (Foto: Johannes Bauer)

    21.04.2020 ‒ Geschichte ‒ Das Tastmodell der Altstadt ist fertig, kann aber noch nicht installiert werden­­ ‒ Wegen der Corona-Krise ist kein Termin für die Einweihung in Sicht

    Friedberg-Rinnenthal Eigentlich hätte dieser Tage die Einweihung stattfinden sollen, doch auch hier kommt es zu einer corona-bedingten Verschiebung: Lions Club und Rotary Club haben ein Tastmodell der Friedberger Innenstadt samt Wittelsbacher Schloss finanziert, das neben dem Marienbrunnen seinen Platz finden sollte. Jetzt entschieden die Organisatoren in Abstimmung mit der Stadt, mit der Installation erst einmal abzuwarten.

    Der städtische Bauhof hat in den vergangenen Wochen unmittelbar vor der Eisdiele am Marienplatz das Fundament für das Modell angefertigt. Darauf soll zur Landesausstellung und darüber hinaus das Bronzemodell der Altstadt im Modell 1:500 seinen Platz finden. Solche Modelle gibt es in vielen Städten. Gedacht sind sie für Blinde, die sich so eine Stadt „ertasten“ können. Den Auftrag erteilten die beiden Clubs der Firma „Miniatur Hoyser“ aus dem sächsischen Zschorlau. Firmenchef Nils Hoy lieferte das Modell pünktlich zum Start der Landesausstellung, der für nächste Woche geplant war, nach Friedberg. Doch weil die Eröffnung der Schau noch ebenso in den Sternen steht wie die Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen, steht das 1,25 auf 0,95 Meter große Modell derzeit in der Werkstatt von Steinmetz Seidl in Rinnenthal, der den Sockel dafür angefertigt hat.

    Die Installation soll erst dann durchgeführt werden, wenn die Vorsichtsmaßnahmen wieder so weit gelockert sind, dass das gemeinsame Betrachten des Stadtmodells keine Probleme bereitet und die gesteigerte Aufenthaltsattraktivität am Marienplatz auch für das Eiscafé nicht zu Nachteilen führt, teilt der Leiter der Lions-Arbeitsgruppe Tastmodell, Johannes Bauer, mit. Auch in Aichach finanzieren die beiden Clubs ein Modell der Altstadt. (gth)

    Lions Club übergibt Spenden

    aus: Friedberger Allgemeine, Nr. 56, 7. März 2020, S. 2 Lions Club übergibt Spenden

    Glückliche Gesichter bei der Spendenübergabe des Lions Clubs Friedberg
    Glückliche Gesichter bei der Spendenübergabe des Lions Clubs Friedberg (von links): Robert Wenzel, Thomas Goßner, Johannes Bauer, Hans Deiml, Wolfgang Spring, Angelika Markit, Stefan Schlichter, Hannes Proeller, Jeanne Graf de Vergara und Roland Weiß (Foto: Anja Dondl)

    07.03.2020 ‒ Da schau her Ganz nach seinem Motto "We Serve" sorgte der Lions Club Friedberg auch dieses Mal wieder für strahlende Gesichter. Die Lions sammeln jedes Jahr mit den Einahmen aus ihrer Adventskalenderaktion Geld, das sozialen Einrichtungen und kulturellen Projekten in Friedberg zugute kommt. Jetzt übergaben Präsident Wolfgang Spring, Schatzmeister Hans Deiml, Stefan Schlichter von der Adventskalender-Arbeitsgruppe und der Vorsitzende des Lions Förderverein Friedberg e.V., Johannes Bauer, die Spenden. Über die finanzielle Unterstützung konnten sich dieses Mal das Kinderheim, die Vinzenz-Palotti-Schule, der Förderverein Sozialstation Friedberg, die Kartei der Not und das Bürgernetz Friedberg freuen.

    Jeanne Graf de Vergara vom Bürgernetz freute sich, nun endlich eine neue Herdplatte für den Mittagstisch finanzieren zu können. Auch Hannes Proeller vom Förderverein der Sozialstation ist sehr dankbar: "Das Geld können wir gut gebrauchen, um für die neue Zentrale der Sozialstation in Friedberg-West Möbel zu kaufen. Diana Hertle von der Vinzenz-Palotti-Schule plant ein Präventionsprojekt für die 1.bis 4. Klasse mit dem Theater Eukitea. Unter dem Titel "Mein Körper ist mein Freund" wird den Kindern vermittelt, Grenzen gegen Übergriffe zu setzen. Daneben fließt das Geld in die Einzelförderung von Kindern mit Leseschwäche und Dyskalkulie. Jürgen Hammer will mit dem Geld eine Berlinreise sowie das Projekt "Das Kinderheim bewegt sich" und erlebnispädagogische Neigungswochenenden ermöglichen. Thomas Goßner, Redaktionsleiter der Friedberger Allgemeinen, berichtete, wie die Kartei der Not Menschen in schwierigen Lebenssituationen Hilfe leistet.