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Konzept und Fakten Schüler- und Jugendwerkstatt

Aktualisierungen 2018 Sachstand per 05/2018

Folgend wird das Konzeptpapier 2017 dem aktuellen Stand angepasst. Das Konzeptpapier 2017 verliert damit seine Gültigkeit.

Wesentliche Ergänzungen, Änderungen und Anpassungen:

  • Das Projekt wurde auf die Orte Frammersbach und Karstadt ausgeweitet
  • Die Lions-Clubs Karlstadt-Mittelmain und Marktheidenfeld-Laurentius, sowie der Rotary-Club Karlstadt-Arnstein sind als weitere Partner in das Projekt eingetreten. Somit ist ab 2018 die Schüler- und Jugendwerkstatt eine gemeinsame Maßnahme der Lions- und Rotary-Clubs im Landkreis Main-Spessart.
  • Die Trägerschaft zum Start Caritas Main-Spessart, hat nun die Lebenshilfe Main-Spessart e. V.  übernommen.

Motivation und Idee

„Nach unserer Überzeugung dürfen und wollen wir keinen Jugendlichen auf dem Weg in das Berufsleben verlieren.“

Mit dieser Motivation hat Arno Schmitt im April 2015 die Clubkollegen des Lions-Club Lohr a. Main - Marktheidenfeld und Ottmar Kliegl seine Clubkollegen des Rotary-Clubs überzeugt, ein gemeinsames Projekt zu starten. Zielsetzung soll es sein, Schüler, die es auf Grund ihrer Rahmenbedingungen schwer haben einen Ausbildungsplatz bzw. den richtigen Beruf zu finden, zu unterstützen.

In dieser Zeit erreichte die Flüchtlingswelle unsere Region. Die schulpflichtigen Flüchtlinge haben unabhängig von ihren sprachlichen Problemen so gut wie keine Vorstellung von unseren Berufen und unserer Arbeitswelt und sollen in dieses Projekt einbezogen werden.

  • Als Projektname wurde "Schüler- und Jugendwerkstatt" festgelegt.
  • Das Projekt fördert  deutsche und ausländische Jugendliche mit dem Ziel eine Berufsorientierung zu finden.

Projektentwicklung

Für die ersten Überlegungen zur Projektentwicklung fanden sich zusammen:

  • Lions-Club Lohr a. Main – Marktheidenfeld
  • vertreten durch Arno Schmitt und Robert Engelhardt
  • Rotary-Club Lohr a. Main – Marktheidenfeld
  • vertreten durch Ottmar Kliegl und Dr. Edgar Dettmann
  • Helferkreis Asyl vertreten durch Linde Volkert

Nach einer Vorbereitungszeit von ca. einem Jahr erfolgte im April 2016 der Start in Lohr a. Main.

Gesellschaftliche Bedeutung

Das Projekt „Schüler- und Jugendwerkstatt MSP“ widmet sich im Schwerpunkt zwei wichtigen gesellschaftlichen Handlungsfeldern: 

  • berufliche Qualifikation am Übergang Schule zum Beruf
  • Integration von Flüchtlingen

Ziel ist es, die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen nachhaltig zu verbessern. Das Projekt greift dabei auf vorhandene Infrastruktur (z.B. Werkstätten örtlicher Betriebe) und Akteure (Schulen und Fachpersonal für berufliche Bildung) zurück und bringt diese zum Vorteil aller am Projekt Beteiligten zusammen. 

Durch die gemeinsame Tätigkeit von deutschen Schülerinnen und Schülern  mit schulpflichtigen Flüchtlingen im Rahmen dieser Praktika vollzieht sich Integration quasi „nebenbei“.

Die Botschaft an die Schüler lautet: „Deine Zukunft gestaltest Du“

Konzept

Zum Berichtszeitpunkt Mai 2018  findet der 3. Durchgang statt, wobei auf Grund der erworbenen Erfahrungen Modifikationen vorgenommen wurden.

  • Teilnehmer sind deutsche Schüler und schulpflichtige Flüchtlinge der 8. und 9. Jahrgangsstufe.
  • Es erfolgt eine Teilnehme-Empfehlung durch die Schulleitung.
  • Die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei
  • … aber nach Zusage verbindlich
  • Ein Durchgang dauert 8 - 10 Wochen (1 x pro Woche nach dem Unterricht
  • In der Weiterentwicklung des Projektes wechseln die Praktikanten die Firmen während des Durchgangs
  • Betreuer sind Fachkräfte und Auszubildende
  • Pro Firma mindestens 2 Schüler – im Idealfall (Deutsche und Flüchtlinge gemischt)

Vermittelte Inhalte

  • Einblick in die Berufswelt von Industrie und Handwerk
  • Metall- und Holztechnik, Elektrotechnik, Kunststofftechnik, KFZ-Handwerk, Hoch- und Tiefbau, Orthopädieschuhtechnik.
  • Fachliches und strukturiertes Arbeiten
  • Handwerkliches Geschick und Feinmotorik heben und fördern
  • Fachübergreifende Kompetenzen wie Ausdauer, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit usw.
  • Soziale Kompetenzen wie gegenseitiger Respekt zwischen Menschen aus verschiedenen  Kulturen
  • Unterstützung bei der Berufsfindung und –bewerbung und Alltagsfragen z. B. der Umgang mit Geld und Zahlungsverkehr.

Schüler

60 Schüler – davon 20 schulpflichtige Flüchtlinge

Beteiligte Schulen

  • Mittelschulen von
  • Frammersbach
  • Gemünden a. Main
  • Karlstadt
  • Lohr a. Main
  • Marktheidenfeld
  • Förderschulde St. Kiliansschule in Lohr a. Main

Beteiligte Ausbildungsfirmen

Frammersbach

  • Calor GmbH
  • Müller GmbH
  • Tecuplast GmbH
  • Erhard Wagner GmbH
  • WM-Küchen GmbH

Gemünden

  • Autohaus Gemünden GmbH
  • DEGO-Hydraulik GmbH
  • Feser M. GmbH
  • Kirsch & Sohn GmbH
  • Ziegler GmbH

Karlstadt

  • Die Energie
  • Elektro-Riedmann GmbH
  • MSA AG
  • Münch GmbH
  • Weingut May

Lohr a. Main

  • Bosch-Rexroth AG
  • Elektro-Wagner GmbH & Co KG
  • Grampp Autohäuser
  • Hunger GmbH & Co KG
  • OWI GmbH
  • Schön & Endres GmbH
  • Siegler-Bau

Marktheidenfeld

  • Fenster Paul GmbH
  • Fertig-Motors GmbH
  • Holzwerkstatt Roden GmbH
  • Lermann GmbH & Co KG
  • Okalux GmbH
  • Redelbach-Bauunternehmen GmbH
  • Warema Renkhoff SE
  • Zahnärzte Marktheidenfeld

Finanzierung    

  • Lions-Club Lohr – Marktheidenfeld
  • Lions-Club Karlstadt-Mittelmain
  • Lions-Club Marktheidenfeld-Laurentius
  • Rotary-Club Karlstadt-Arnstein
  • Rotary-Club Lohr - Marktheidenfeld
  • Raiffeisenbank Main-Spessart
  • Sparkasse Mainfranken
  • Markt Frammersbach
  • Stadt Gemünden
  • Stadt Karlstadt
  • Stadt Lohr a. Main
  • Stadt Marktheidenfeld

Sachleistungen

  • Bosch-Rexroth AG
  • Schleunungdruck GmbH

Trägerschaft

Lebenshilfe Main-Spessart e. V.

  • Administration und Buchhaltung

Wissenschaftliche Begleitung

Das Projekt wurde 2017 mit einer Bachelorarbeit einer Studentin der Hochschule Würzburg/Schweinfurt begleitet. Die Bachelorarbeit bestätigt das Projektkonzept.