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Offener Brief von Fabian Rüsch, Governorratsvorsitzender MD111 zur Coronakrise Persönlicher Beistand trotz räumlichem Abstand

       


Fabian Rüsch
MD 111
Governorratsvorsitzender


19.03.2020

       

       

Persönlicher Beistand trotz räumlichem Abstand

Liebe Lions,

die Corona-Pandemie schränkt unser aller Leben zunehmend ein. Die Halbwertszeit staatlicher Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ist denkbar kurz. Es ist davon auszugehen, dass sich in Kürze weitere Entwicklungen zeigen werden. Es ist auch davon auszugehen, dass uns die Krise länger als nur wenige Wochen beeinträchtigen wird.

Die Corona-Pandemie ist bereits heute, wo nur ein Bruchteil der Bevölkerung erkrankt ist, eine echte Bewährungsprobe für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Allenthalben lässt sich ein Verhalten beobachten, dass mit unserer Vorstellung einer solidarischen Gesellschaft nur schwer in Einklang zu bringen ist. In Supermärkten wird gehamstert, im Internet werden Hygieneartikel zu Wucherpreisen angeboten und in Arztpraxen und Kliniken werden Desinfektionsmittel sogar gestohlen.

Stellen Sie diesen Auswüchsen und Ängsten unsere Werte entgegen. In der Krise können wir uns bewähren. In der Krise können wir zeigen, dass die Ziele unserer internationalen Gemeinschaft, denen wir uns mit der Aufnahme in unseren Lions Club verpflichtet haben, tragen.

Wir wollen:
· Den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt wecken und erhalten;
· die Grundsätze eines guten Staatswesens und guten Bürgersinns fördern;
· aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft eintreten;
· einsatzfreudige Menschen bewegen, der Gemeinschaft zu dienen ohne daraus persönlich materiellen Nutzen zu ziehen und
· Tatkraft und vorbildliche Haltung in allen beruflichen und persönlichen Bereichen entwickeln und fördern.

Machen Sie diesen, unseren Standpunkt in Ihrem persönlichen Umfeld deutlich und werden Sie aktiv sofern es Ihnen möglich ist. Helfen Sie, wo Sie einen Bedarf erkennen. Haben Sie insbesondere Acht auf Ihre Mitmenschen. Rücksichtnahme und Zurückhaltung bei persönlichen Begegnungen und häufigere Telefonate sind die aktuellen Formen, Fürsorge und Freundschaft zu zeigen.

Gerade für ältere Menschen wird es schwerer sein, sich zu versorgen. Aber auch diejenigen, die erkrankt oder prophylaktisch in häuslicher Quarantäne sind, benötigen Unterstützung.

Halten Sie mit Familienmitgliedern, (Lions-)Freunden, Nachbarn und Kollegen Kontakt und fragen Sie nach, ob Hilfe benötigt wird. Scheuen Sie sich aber auch nicht, selber um Hilfe zu bitten, wenn erforderlich. Und vor allen Dingen, seien Sie bei aller Hilfsbereitschaft achtsam auf sich selbst.

We serve!

Fabian Rüsch