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Lions Clubs unterstützen grenzüberschreitendes Kunstprojekt "Wir 2.My 2"

Fahrplan für den Festtag steht fest

Die Einweihung des kulturellen Themenwegs "Die Tour" findet am 17. Juni an mehreren Orten statt. Beginn ist um 10 Uhr in Asch am Marktplatz, wo Bürgermeister Dalibor Blazek, Hans-Joachim Goller vom Kunstverein und Bayerns Sozialministerin Emilia Müller die Gäste begrüßen. Ein Theaterstück und ein Akkordeonsolo runden den Auftakt ab. Um 11 Uhr beginnt der Weg von Asch nach Selb entlang von acht Stationen, um 12 Uhr ist am Selber Hallenbad das Projekt "Urban Audio" zu hören. Um 12.30 Uhr spielen hier die Big Bang Brass Band aus Selb und die Dudelsackgruppe Schumák aus Asch und es gibt Grußworte. Von 14 bis 17 Uhr ist Festbetrieb mit Jazzmusik des Duos Rattassep & Schricker.

Im März hatte der Kunstverein Hochfranken das Projekt im Selber Rosenthal-Theater vorgestellt, seit einigen Wochen sind seine Zeichen im Stadtbild zu sehen - und zu hören: Der Nürnberger Klangkünstler Florian Tuercke hatte im Mai die Musikalität der Städte Selb und Asch gemessen und daraus seine Akustik-Aktion "Urban Audio" gemacht. Ein weiterer Teil des grenzüberschreitenden Projektes wurde am vergangenen Wochenende fertig: Die deutsche Künstlerin Josefin Heitz und ihre tschechische Kollegin Beata Kuruczová haben die Fassaden am Durchgang zwischen der Selber Ludwig- und der Schillerstraße verschönert. Im Gegenzug, gewissermaßen als Spiegelprojekt, hübschen die beiden Künstler Johannes Listewnik und Michael Nosek in dieser Woche die Fassaden an der Bibliothek im Zentrum von Asch auf.

Die zum Projekt "Wir 2.My 2" gehörenden sechs Metallräder aus Stahl mit einer stolzen Höhe von drei Metern haben die Mitarbeiter eines ortsansässigen Bauunternehmens unter der Leitung von Hans-Joachim Goller vom Kunstverein nun auf ihre Sockel montiert. Künstler aus Deutschland und Tschechien haben die sechs Stahlskulpturen entworfen, Philipp Eyrich aus Nürnberg hat die Form der Skulptur am Selber Hallenbad entwickelt, Petra Krivová aus Prag das Stahlrad am Marienplatz in Selb gestaltet, Simon Cibulka aus Prag die Skulptur in Erkersreuth bei der Auffahrt zur Staatsstraße 2179 entworfen, Waldemar Scheck aus Nürnberg das Objekt am Masaryk-Platz im Zentrum von Asch. Das Stahlrad des Künstlers Krystof Kaplan aus Prag steht in der Nähe des Einkaufszentrums Lidl am Stadtrand von Asch und Markus Pollinger aus Lenggries zeichnet verantwortlich für die Skulptur, die an der Wendebucht kurz vor dem Grenzübergang nach Asch steht.

"Ein Kreis in sechs Teilen fügt das Getrennte zusammen" - so lautet das Motto für die gewaltigen "Rhönräder" zwischen Selb und Asch. Sie bilden gewissermaßen die Fixpunkte auf dem Verbindungsweg "Die Tour - Kultureller Themenweg" zwischen den Schwesterstädten. Sie sollen die Besucher über die Grenze führen, aber auch zueinander. Und das geht am besten beim gemeinsamen Feiern: Am Samstag, 17. Juni, wird der Weg entlang der Stahlräder und Hausfassaden offiziell eingeweiht (siehe Infokasten). Das Fest ist der Höhepunkt von "Wir 2.My 2".

Am Ende des Projektes, so die Hoffnung seiner Initiatoren, werden eine Vielzahl von anregenden Verbindungen und ganz besonders die Fassaden und Skulpturen für die folgenden Jahrzehnte dauerhaft ein Zeichen setzen - für die Verbundenheit der Menschen "hüben und drüben", in Selb und in Asch.

Stahlradskulptur "Porzellan und Äschen" an der Wendebucht kurz vorm Grenzübergang nach Asch wurde vom Künstler Markus Pollinger aus Lenggries gestaltet.	Foto: Uwe von Dorn

Foto: Uwe von Dorn  

Das abgebildete Kunstobjekt wird in einer Gemeinschaftsaktion unseres Clubs mit unserem Jumelageclub in Marienbad (CZ) gefördert. Wir freuen uns, das grenzüberschreitende Kunstprojekt in den beiden "Schwesterstädten" Selb und Asch unterstützen zu können.

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