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20. November 2015 Frauen im Buddhismus

Am Freitag, dem 20. November 2015, besuchten Rinchen Khando Choegyal und Rinpoche Tenzin Choegyalin, der Bruder des Dalai Lama, Schwäbisch Hall. In einer gemeinsam von Lions Club Schwäbisch Hall, Soroptimist International Schwäbisch Hall und der Tibet-Initiative Schwäbisch Hall getragenen Veranstaltung berichtete Frau Khando über Frauen im Buddhismus.

Frau Khando, 1947 in Kham, Tibet, geboren, war 20 Jahre lang Präsidentin der exiltibetischen Frauenorganisation, zehn Jahre lang Bildungsministerin im tibetischen Exilparlament und ist seit 1987 Direktorin ihres tibetischen Nonnenprojektes in Dharamsala, von dem sie den über 70 Zuhörern in der Hospitalkirche berichtete. 

 

Von 1987 bis 1995 seien aufgrund starker innerer Unruhen tausende junger Mädchen, Frauen und Nonnen aus Tibet nach Indien geflohen. Viele von ihnen waren zuvor inhaftiert gewesen und hatten keine Schulbildung, da sie vor den chinesischen Soldaten permanent auf der Flucht waren. Dies bewegte Frau Khando zu dem in der tibetischen Geschichte erstmaligen Projekt, für Frauen Ausbildungsbedingungen zu schaffen, die denen der Männer absolut gleichwertig sein sollen. Das heißt, auch Frauen sollen einen Lama und Geshe Studienabschluss (buddhistischer Doktorgrad) erreichen können, der sich von dem der Mönche in nichts unterscheidet. Dafür plant sie eine Akademie in Dharamsala, die es buddhistischen Frauen aus aller Welt ermöglichen soll zu studieren und anerkannte Abschlüsse zu erzielen. Zugleich soll diese Akademie eine Stätte der internationalen Begegnungen und des Austausches werden. In ihrem Vortrag berichtete Frau Khando über das schon begonnene Projekt und zeigte anschließend einen Film, der Einblicke in das Leben in buddhistischen Nonnenklöstern gab. In der folgenden Diskussion erfuhren die Gäste viel Neues über die Philosophie des Buddhismus. 

Vortrag über Europa in der Bausparkasse Früherer Bundespräsident Herzog Gast der Haller Lions und Rotarier

Rotary-Präsident Werner Ollechowitz erwähnte in seiner Begrüßung die bereits zur Tradition gewordenen gemeinsamen  jährlichen Veranstaltungen der beiden Serviceclubs, in deren Rahmen nun auch der Vortrag des Alt-Bundespräsidenten stattfinden würde - ein weiterer Schritt, die Verbundenheit von Rotary und Lions zu stärken.

Lions-Präsident Peter Romsdorfer, der gleich zu Beginn des Abends seinen Dank an die Organisatoren in der Haller Bausparkasse ausdrückte, übernahm die Aufgabe, seinen berühmten Gast in das Thema des Abends einzuführen. Davor zeigte er in der Vita von Prof. Dr. Roman Herzog dessen beeindruckende berufliche Laufbahn auf. Mit 60 Jahren und nach vielen beruflichen Stationen krönte der Jurist Herzog  seine Karriere mit dem Amt des deutschen Staatsoberhauptes. Dieses hatte er von 1994 bis 1999 inne. Herzog war der siebte Präsident der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Amtszeit und davor war er an vielen wichtigen Entscheidungen beteiligt, das Thema „Europa“ beschäftigte ihn dabei  auch immer sehr. Er wurde zum profunden Europa-Kenner, dessen Meinung zählte.

Romsdorfer sprach dann die vielen, derzeit weltweit auftretenden Krisen an. Eine Krise jage  die andere, ob in der Ukraine, in Griechenland oder jetzt die Flüchtlingswelle in Europa. Hier sei ganz Europa bei der Lösungsfindung gefragt.

Herzog griff diese Themen in seinem kurzweiligen Vortrag auf, holte weit in die Geschichte aus, um Zusammenhänge aufzuzeigen und macht deutlich, dass eine europäische Einigung unerlässlich sei. Vor allem die Friedenssicherung, die Vertretung der europäischen Interessen und die Wahrung des Wohlstandes wären die Hauptaufgaben der EU. Wie man das schaffen könnte? Selbstironisch und trocken humorig, eben so, wie man ihn seit jeher kennt, zeigte sich der Alt-Bundespräsident sicher, dass vor allem die vielen unnötigen Normen, Gesetze und leidigen Richtlinien in der EU abgebaut werden müssten. Und zwar deutlich und in großem Stile. Außerdem müsse  Europa mit einer wirksamen außenpolitischen Kompetenz ausgestattet werden. Er könnte sich sog. Task-Forces vorstellen. Leider, so meinte er schließlich, sei eine Runderneuerung in der EU aber nur in einer akuten Krisenzeit möglich. Vorher würde sich wohl nichts oder nicht viel tun. Ob die derzeitige Krise jedoch schon ausreiche, vermag er aber nicht zu sagen. Die nächste, so Herzog abschließend, reiche ganz sicher aus.

 

Prof. Dr. Roman Herzog und seine Frau ließen es sich nach seinem Vortrag nicht nehmen, im Foyer noch kurz mit den Präsidenten-Ehepaaren zusammenzusitzen, ein wenig zu plaudern und dabei einige des diesjährigen  Charity-Kalenders  zu signieren. 

Die restlichen Gäste genossen derweil bis spät in den  Abend das hervorragende Catering der Bausparkasse.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, an die man sich gerne erinnern wird, denn, wie sagte Lions-Präsident Peter Romsdorfer: „Wir haben diesem Abend regelrecht entgegengefiebert. Man hat ja schließlich nicht alle Tage einen ehemaligen Bundespräsidenten auf seinem Podium!“

 

 

 

Karin Eisenmenger

1. - 8. August 2015 Deutsch-Französisches Jugendcamp in Württemberg 2015

Einmal bei einer richtigen American Football-Bundesliga-Mannschaft, die 2011 und 2012 sogar Deutscher Meister  war, mittrainieren!? „Cool“, „incroyable“! „Wann hat man hierzu schon mal die Gelegenheit!?“  Das waren die erfreuten Ausrufe  der jungen Leute, als sie von Ralf Eisenmenger auf den Kunstrasenplatz im Schulzentrum West geführt wurden.  Dort erklärten dann der mit einer Hallerin verheiratete  Vollzeittrainer Jordan Neumann  und  vier seiner aktiven Spieler  die nicht ganz einfachen Regeln dieses Spieles, das in  Hall unter  Chef-Trainer Siegfried Gehrke so erfolgreich betrieben wird . Bis zu 2.500 Zuschauer locken die Unicorns in den Heimspielen ins Stadion.

Football ist nur was für starke Jungs? Von wegen! Auch die Mädels des Jugendcamps zeigten neben ihren männlichen Freunden beim gemeinsamen Training vollen Einsatz und waren mit großem Interesse und Spaß dabei, obwohl man bei dieser Sportart wahrlich nicht zimperlich sein darf und es hier und da richtig zur Sache geht.

Aus  erster Hand informiert, etwas ausgepowert, aber um eine neue Erfahrung reicher, besichtigte die Gruppe daraufhin das im Bau befindliche Stadion auf der Auwiese, wo die Unicorns und die Fußballer der Haller Sportfreunde  künftig ein neues Zuhause finden. Sportfreunde-Vorstandsmitglied Ralf Eisenmenger erklärte Einzelheiten und erzählte etwas zur Geschichte der Spielstätte. Die jungen Leute waren nicht schlecht beeindruckt.   „Hier würde ich auch gerne spielen“   oder „ Wow,  ist das klasse hier!“ war zu hören. Natürlich testeten die Jungs und Mädels auch gleich die neuen Sitze auf der überdachten Tribüne und genossen eine kleine Pause.

Dass Schwäbisch Hall aber noch weit mehr zu bieten hat, durfte die Gruppe bei der anschließenden Stadtführung im Rahmen einer kurzweiligen „Stadtrallye“  erleben. LF Armin Panter begrüßte die Gäste und Berhard Deutsch übernahm die Rallyeorganisation. In Vierer-Gruppen eingeteilt, erkundeten die Gäste die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust.

Ihre  unvergesslichen Eindrücke ließen die jungen Leute dann im Haller Biergarten ausklingen und einmal mehr kann man das Fazit ziehen: Gelebte und erlebte Freundschaft ist und bleibt die beste Völkerverständigung!

 

 

 

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Information: Seit Jahren wird dieses Jugendcamp  von den Lions-Distrikten 111 SM –Deutschland und 103 Est Frankreich im Wechsel organisiert. Das Ganze  erfolgt in Zusammenarbeit mit  IBG-Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V.

Angesprochen sind Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren, es werden alle Kosten übernommen. Der Tag in Schwäbisch Hall wurde auf Bitten von DG Dr. Haag sehr gerne von den Haller Lions ausgerichtet.

        

 

Karin Eisenmenger

Goethe-Fest 25. 7. 2015 Lions - Grillmannschaft

Auch dieses Jahr unterstützte der Haller LIons Club das Sommerfest des Goethe-Institus mit tatkräftigen Grillmeistern.

Neben der Versorgung der Gäste mit Köstlichkeiten vom Grill stand auch das Gespräch mit den internationalen Gästen im Mittelpunkt. Es konnten viele Verbindungen auswärtiger Lions Clubs mit den weltweiten Goethe-Instituten entdeckt werden.

 

 

Spendenübergabe 1.500,- Euro für leichtSPIELfrei

Im Rahmen einer Einladung von auswärtigen Lions Clubs zu den Freilichtspielen Schwäbisch Hall konnte Festspielintendant Christoph Biermeier eine Spende in Höhe von 1.500,- Euro für das Jugendensemble leichtSPIELfrei übergeben werden.