Berichte aus den Clubs

Auf der Clubberichtseite finden Sie Berichte über Activitys, die von den Clubs durchgeführt wurden und deren Clubleben. 

Clubbericht - Beitrut: 31.000 Euro Spende für Krankenhaus

Beitrut: 31.000 Euro Spende für Krankenhaus

Lions Deutschland | 14. Januar 2021 | PDG Jutta Künast-Ilg
DG Dr. Walter Swoboda startete auf Anregung von PDG Eva-Maria Staudt-Hochrein vom Lions Club Aschaffenburg-Pompejanum einen Spendenaufruf für das Rosary Sisters Hospital in Beirut (Libanon), das durch die heftige Explosion am 4. August 2020 sehr stark beschädigt wurde.
Spendenübergabe Krankenhaus Beirut
PID Salim Moussan, LF Dr. Elias Karam, Sister Nicolas und DG Dr. Jean-Claude Saade (v. l.) | Foto: Dr. Elias Karam

Distrikt-Governor Dr. Walter Swoboda startete auf Anregung von Past-Distrikt-Governor Eva-Maria Staudt-Hochrein vom Lions Club Aschaffenburg-Pompejanum einen Spendenaufruf für das Rosary Sisters Hospital in Beirut (Libanon), das durch die heftige Explosion im Hafenviertel am vierten August 2020 sehr stark beschädigt wurde.

 

Es kam die stolze Summe von 31.000 Euro zusammen, die während einer kleinen Feierstunde an die Leiterin des Rosary Sisters Hospital, Schwester Nicolas in Beirut übergeben wurde - und die Lions aus dem Distrikt 111-BN waren per GoToMeeting dabei.

 

Lionsfreund Dr. Elias Karam war als Moderator und Übersetzer aus dem Hospital vor Ort tätig, PDG Jutta Künast-Ilg steuerte im Hintergrund das online-Meeting im Distrikt Bayern Nord.

 

Seit 2007 unterhält der Lions Club Aschaffenburg-Pompejanum eine enge Jumelage-Beziehung zum Lions Club Beirut Mid West. Durch Lionsfreund Karam vom Lions Club Aschaffenburg-Pompejanum besteht persönlicher Kontakt nach Beirut. Zum Zeitpunkt der Explosion war Dr. Karam vor Ort und berichtete: „Am Tag der Explosion befand ich mich im Libanon und konnte mich von den unfassbaren Zerstörungen persönlich überzeugen. Es war verheerend, fast wie eine Atomexplosion. Ein Viertel der Stadt ist komplett zerstört worden. Über 200 Menschen haben ihr Leben verloren, über 6.000 Menschen wurden verletzt und mehr als 300.000 Personen sind obdachlos geworden. Vier Krankenhäuser wurden zerstört, darunter das Rosary Sisters Hospital.“ Lionsfreund Karam arbeitet als Arzt ehrenamtlich in diesem Hospital, wenn er in seinem Geburtsort nahe Beirut zu Besuch ist. Er flog im Dezember erneut nach Beirut, um zu helfen und die Spendenübergabe persönlich zu organisieren.

 

Hohe Lions-Repräsentanten aus Libanon feierten mit

 

Als besondere Gäste waren Past-International-Director Salim Moussan und Distrikt-Governor Dr. Jean-Claude Saade ins Hospital gekommen, um an der kleinen Feierstunde teilzunehmen. Sie fanden sehr wertschätzende und dankbare Worte den deutschen Lionsfreunden gegenüber. Durch die hohe Spendensumme und die persönliche Jumelage-Freundschaft könne man den Spirit von Lions International vernehmen und verstehen was „We Serve“ bedeutet. Aphroditte Houdeib, Jumelage-Beauftragte des Lions Club Beirut Mid West hob in ihren Dankesworten die Besonderheit der guten, langjährigen Lions-Freundschaft hervor. Es sei stets ein Erlebnis, mit den Lions aus Aschaffenburg-Pompejanum zusammen zu treffen.

 

Die Renovierung schreitet voran

 

Sichtlich bewegt, berichtete Schwester Nicolas über ihr Erlebnis im Hospital während der Explosion. Sie dachte spontan, ein Erdbeben würde stattfinden und ohne das Ausmaß zu realisieren, musste gehandelt werden: Die Patienten mussten aus den verwüsteten Krankenzimmern im Hospital evakuiert und zeitgleich von der Straße kommende Verletzte medizinischen versorgt werden. Chaos sei überall um sie herum gewesen. Unter Tränen erzählte sie weiter, wie eine Mitschwester sich spontan über ein Kind warf, um es vor herabstürzenden Deckenteilen zu schützen und dabei ihr Leben verlor.

 

Auf Grund der Katastrophe erfahre sie nun so viel Gutes. Mit vereinten Kräften werde ihr Hospital saniert. Dank der großzügigen Spende der deutschen Lionsfreunde aus Bayern Nord, den Lions des LC Beirut Mid West könne wieder notwendiges medizinisches Material angeschafft werden. So könne jetzt die ambulante Versorgung der Hilfesuchenden und das Labor in Betrieb genommen werden.

 

Ein Segen, vor allem für die arme Bevölkerung, denn auch diese findet im Rosary Sisters Hospital medizinische Versorgung. Lions verbindet, Lions schafft Freunde, die in der Not spontan und unbürokratisch helfen.