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Helen Keller – Ein Kreuzzug gegen die Blindheit

Helen Keller

Helen Adams Keller wurde am 27. Juni 1880 in Tuscumbia, im US-Bundesstaat Alabama, geboren. Mit 18 Monaten wurde sie durch eine Krankheit blind, taub und stumm.

Im Alter von sechs Jahren wurde Anne Mansfield Sullivan von der Perkins Blindenschule als Lehrerin für Helen eingestellt. Die 20-jährige Sullivan brachte Keller Zeichensprache und Braille bei. Die Geschichte der Lehrerin und ihrer Schülerin wurde in William Gibsons Theaterstück und im Film "Licht im Dunkel" (The Miracle Worker) wiedererzählt.

Mit 10 Jahren lernte Keller zu reden. Sarah Fuller von der Horace Mann School war ihre erste Sprachlehrerin. 1898 trat Helen der Cambridge School for Young Ladies bei. Im Herbst 1900 begann Keller ihre Ausbildung am Radcliffe College. Sie bestand 1904 ihren Universitätsabschluss mit cum laude.

Während all dieser Jahre blieb Sullivan immer an der Seite ihrer Schülerin. Zum Verständnis von Lehrbüchern, Vorlesungen und Konversationen bildete sie Buchstaben in Helens Hand.

Helen Kellers persönlicher Kreuzzug

1915 trat Keller dem Vorstand des Permanent Relief War Fund, der später als American Braille Press bekannt wurde, bei.

1924 rief die junge Frau den Helen Keller Endowment Fund ins Leben. Im selben Jahr trat Keller der American Foundation for the Blind als Beraterin für nationale und internationale Beziehungen bei.

Am 30. Juni 1925 hielt Helen Keller anlässlich der Lions Clubs International Convention in Cedar Point, US-Bundesstaat Ohio, eine Rede. Sie forderte Lions dazu heraus, "Ritter der Blinden in diesem Kreuzzug gegen die Dunkelheit" zu werden. 1946 wurde Helen Keller zur Beraterin für internationale Beziehungen für die American Foundation for Overseas Blind (eine Schwesterorganisation der American Foundation for the Blind). In dieser Funktion reiste sie in 35 Länder.

Über ihr Leben wurde ein Film gedreht. "Helen Keller in Her Story" erhielt 1955 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences den Oscar für den besten Dokumentarfilm. 1961 gab Keller in Washington DC ihren letzten öffentlichen Auftritt in größerem Rahmen. Für ihr Lebenswerk erhielt Sie den Lions Humanitarian Award.

Lions führen die Arbeit von Helen Keller fort

Helen Keller starb am 1. Juni 1968 im Alter von 87 Jahren. Ihre Aufforderung an alle Lions 43 Jahre zuvor inspirierte die internationale Organisation dazu, Programme im Kampf gegen die Blindheit und im Dienste der blinden und sehbehinderten Menschen als eine Hauptdienstinitiative anzunehmen.

1971 weihten die Lions von Alabama den Helen Keller Memorial Park ein. Er befindet sich auf dem Grundstück von Kellers Geburtsstätte "Ivy Green". Seit der Einweihung des Parks haben Lions aus 37 Ländern Spenden geleistet.

Der Mittelpunkt der Gedenkstätte bildet eine Büste von Keller mit einer eingravierten Tafel, auf der steht: "I am your opportunity".